Razer stellt neues USB-Dock vor und es ist viermal schneller als sein Vorgänger

Die neue Docking-Station von Razer kommt mit dem schnellen USB 4-Standard. Alle Infos zu Ausstattung, Preis und was USB4 besonders macht, findet ihr hier.

So sieht das neue Razer USB4-Dock aus. (Bild: Razer) So sieht das neue Razer USB4-Dock aus. (Bild: Razer)

Razer hat gestern ein neues USB-Dock für Notebooks und Desktop-PCs vorgestellt. Das Besondere an der Dockingstation ist, dass der Hersteller hier auf den neuesten Standard USB4 (die offizielle Schreibweise kommt ohne Leerzeichen aus) setzt. 

Insgesamt bietet euch das Dock 14 Ports:

  • USB4
    • 1x USB-C (Upstream)
  • USB 3.2 (Typ-C Gen 2):
    • 1x USB-C mit 85 Watt PD (100 Watt PD am Eingang)
    • 1x USB-C (10 GB/Sek.) mit 20 Watt PD
    • 1x USB-C 3.2 (10 GB/Sek.)
  • USB 3.2 (Typ-A, Gen 2):
    • 2x USB-A (2, Generation, 1x Unterstützung für BC 1.2)
  • USB 3.2 (Typ-A, Gen 1):
    • 2x USB-A (5 GB/Sek.)
  • HDMI 2.1
  • DisplayPort 1.4 - 4K bei 240Hz
  • 1x Gbit-Ethernet 
  • 1x 3,5-Millimeter-Audio-Anschluss
  • Card Reader
    • 1x SD 3.0 UHS-II
    • 1x µSD 3.0 UHS-II

Alle Anschlüsse in der Übersicht (Bild: Razer) Alle Anschlüsse in der Übersicht (Bild: Razer)

Wie ihr erkennt, kommt USB4 lediglich beim Upstream-Anschluss, also dem Port, mit dem ihr das Dock an euren Rechner anschließt, zum Einsatz. Praktisch ist in jedem Fall die Möglichkeit, mittels Power Delivery direkt auch das angeschlossene Notebook mit bis zu 100 Watt aufzuladen.

Mit seinen 190 x 80 x 21,5 Millimetern macht sich das Razer USB4-Dock auch nicht zu breit auf eurem Schreibtisch. Erhältlich ist es in den Farben Silber und Schwarz für 249,99 Euro.

Was macht USB4 eigentlich besonders?

Tatsächlich basiert der Standard auf Thunderbolt 3 und vereint die Vorzüge der Schnittstelle mit denen von USB. Der größte Vorteil ist natürlich die deutlich höhere Übertragungsgeschwindigkeit, die bei USB4 im Idealfall bei 40 Gbps liegt, was einer Verdoppelung zu USB 3.2 entspricht.

Im Vergleich zu Thunderbolt 3 erfolgt eine Veränderung der Topologie, während bei Thunderbolt das Daisy-Chain-Prinzip genutzt wird, um mehrere Geräte miteinander zu verbinden, bleibt USB4 dem vom normalen USB bekannten Hub-Modell treu. Als Standardanschluss ist bei USB4 der Typ-C-Stecker vorgesehen.

Auch unter der Haube gibt es diverse Veränderungen: So kann USB4 zum Beispiel verschiedene Protokolle wie DisplayPort, PCIe oder USB-Datenverkehr tunneln und damit gleichzeitig über ein Kabel übertragen. Das soll für eine optimale Nutzung der verfügbaren Bandbreite sorgen.

Ein großer Pluspunkt ist auch die Abwärtskompatibilität: An einem USB4-Port lassen sich problemlos USB 3.2, USB 2.0 und Thunderbolt 3 Geräte betreiben, das passende Kabel natürlich vorausgesetzt. Auch das Laden angeschlossener Geräte via Power-Delivery ist möglich. Unterstützt wird das Laden mit bis zu 100 Watt.

Sven Scharpe
Sven Scharpe

Meinung des Experten: USB4 hat das Zeug, die Schnittstelle der Zukunft zu werden und das klassische USB sowie Thunderbolt auf mittlere Sicht abzulösen. Die Schnittstelle verbindet das Beste aus USB und Thunderbolt.

Da wäre die hohe Geschwindigkeit von bis zu 40 Gbps von Thunderbolt und das praktische Hub-Prinzip von USB. Im Gegensatz zu Thunderbolt kann USB4 von den Herstellern lizenzfrei genutzt werden. Daher können wir damit rechnen, dass es zukünftig eine breite Auswahl an erschwinglichen USB4-Hubs und -Docks geben sollte.

Geräte mit Thunderbolt sind bisher ja nicht unbedingt für ihre günstigen Preise bekannt. Das flexibel einsetzbare USB4 hat definitiv das Zeug, in Zukunft USB und Thunderbolt zu beerben. Bleibt am Ende nur die Frage, ob die Hersteller das auch wollen.

Was haltet ihr von USB4? Ist es wirklich die Zukunft oder wird der Standard bald wieder von der Bildfläche verschwinden?

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