Ich habe das erste Handy mit Flüssigkühlung getestet und stelle fest: Es hat ein anderes Feature, das Apple und Samsung alt aussehen lässt

Das neue Redmagic 11 Pro kommt mit einer Weltneuheit – allerdings begeistert mich eine Gaming-Funktion viel mehr.

Das neue Redmagic 11 Pro setzt auf eine neuartige Flüssigkühlung. Mein Highlight bleiben aber die Schultertasten. (Bildquelle: GameStar Tech) Das neue Redmagic 11 Pro setzt auf eine neuartige Flüssigkühlung. Mein Highlight bleiben aber die Schultertasten. (Bildquelle: GameStar Tech)

Ich habe kürzlich das RedMagic 11 Pro für euch getestet – das erste Smartphone mit Flüssigkühlung, wie man sie sonst nur aus Gaming-Laptops kennt. Die Kühlung funktioniert einwandfrei, keine Frage. 

Doch nach einiger Zeit mit dem Gerät stelle ich fest: Es gibt ein anderes Feature, das mir bereits beim Vorgänger richtig gut gefallen hat und das regulären Nicht-Gaming-Handys fehlt: programmierbare Schultertasten.

Warum Schultertasten? Weil sie einfach Sinn ergeben

Wie schon die Vorgängermodelle besitzt auch das Redmagic 11 Pro zwei Sensor-Schultertasten auf der rechten Seite des Rahmens. (Bildquelle: GameStar Tech) Wie schon die Vorgängermodelle besitzt auch das Redmagic 11 Pro zwei Sensor-Schultertasten auf der rechten Seite des Rahmens. (Bildquelle: GameStar Tech)

Das Konzept ist simpel: Zwei kapazitive Sensortasten liegen an der rechten Oberseite des Handys, genau dort, wo eure Zeigefinger beim Spielen im Querformat ohnehin ruhen.

Ihr könnt sie frei auf beliebige Bildschirmpositionen programmieren – über die Einstellungen im Game Space (der eigenen Spieloberfläche des Redmagic) zieht ihr einfach die L- und R-Marker auf die gewünschten Buttons in eurem Spiel. So lassen sich dann Aktionen vom Touchscreen auf die Tasten legen.

Die Schultertasten am RedMagic 11 Pro reagieren mit 520-Hertz-Abtastrate, also sehr schnell. Wenn ihr sie drückt, spürt ihr ein dezentes haptisches Feedback – gerade genug, um zu wissen, dass die Eingabe registriert wurde.


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Mehr als Gaming: Die Tasten können für alles Mögliche nützlich sein

Klar, Schultertasten sind in erster Linie ein Gaming-Feature. In Call of Duty Mobile habe ich die rechte Taste zum Schießen und die linke zum Zielen programmiert.

Das klappt hervorragend und ist deutlich besser bedienbar als über den Touchscreen – es fühlt sich dann schon mehr nach Spielen mit einem Controller an. Die Tasten funktionieren bei jedem Spiel im Querformat. 

Die programmierbaren Schultertasten können allerdings nicht nur beim Spielen genutzt werden, sie lassen sich auch etwas zweckentfremden.

Drittanbieter-Apps lassen sich ebenfalls in den Game Space des Redmagic laden – dann können die Schultertasten beispielsweise auch für Kamera-Anwendungen konfiguriert werden. (Bildquelle: GameStar Tech) Drittanbieter-Apps lassen sich ebenfalls in den Game Space des Redmagic laden – dann können die Schultertasten beispielsweise auch für Kamera-Anwendungen konfiguriert werden. (Bildquelle: GameStar Tech)

Theoretisch lassen sie sich mit jeder App nutzen, die im Game Space hinzugefügt wird – das ist vor allem für Spiele vorgesehen und funktioniert auch nur mit heruntergeladenen Apps und Games und nicht mit vorinstallierten Standard-Apps.

Allerdings ist es so beispielsweise möglich, die Schultertasten zur Kamerasteuerung zu nutzen, sofern man eine Drittanbieter-App aus dem Play Store verwendet. Dann kann eine Schultertaste zum Auslösen genutzt werden, wie es bei Smartphones mit Kamerataste möglich ist.

So etwas in der Art lässt sich natürlich für diverse Apps realisieren – wenn auch mit dem Umweg über Drittanbieter-Anwendungen. Hier würde ich mir wünschen, dass es künftig auch für Standard-Apps funktioniert.

Vielseitigkeit, die unterschätzt wird

Die Schultertasten des RedMagic 11 Pro bieten mehrere Modi: Einzeltippen, langes Drücken, Mehrfachtippen und einiges mehr. Ihr könnt sogar Aktionsabfolgen als Makros speichern – praktisch für wiederkehrende Bewegungsmuster. Das eröffnet noch mehr Möglichkeiten.

Auch in Nicht-Gaming-Apps wären solche Tasten nützlich: Vorwärts und Rückwärts in Video-Apps, Blättern in der Fotogalerie, schnelles Zoomen in Maps. Die Liste ist lang. Natürlich müsste man dafür eine Software-Ebene bauen, die es euch erlaubt, die Tasten App-spezifisch zu konfigurieren. Aber technisch wäre das machbar.

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Warum haben nicht mehr Hersteller Schultertasten?

Gaming-Phones wie das RedMagic oder das Asus ROG Phone haben sie seit Jahren. Sie funktionieren zuverlässig, fühlen sich gut an und bieten echte Vorteile. Aber warum baut Samsung, Apple oder Google so etwas nicht in ihre Flaggschiffe ein? Das ist die gute Frage, die ich nicht beantworten kann.

Vielleicht, weil es eben so ein Gaming-Ding ist und andere Hersteller ihre Smartphones universeller aufstellen möchten. Immerhin bieten einige Modelle ja bereits konfigurierbare Seiten- oder eine dedizierte Kameratasten – an den Funktionsumfang der Schultertasten kommen sie allerdings nicht heran.

Fazit: Ein Feature mit Potenzial für alle

Schultertasten, wie sie im Redmagic zu finden sind, würden jedem Handy gut stehen. Viele nutzen ihr Smartphone auch für kleine Games – hier gäbe es also durchaus Bedarf. Und daneben wären die Tasten auch für andere Anwendungszwecke praktisch und insgesamt deutlich vielseitiger als eine einzige Seiten- oder Kamerataste.

Ich meine, das iPhone hat beispielsweise sogar eine Kamera- und eine Seitentaste. Wären da zwei Schultertasten nicht sogar die bessere Alternative, gerade zum Spielen?

Ich würde mir wünschen, dass auch Hersteller außerhalb der Gaming-Sparte das Konzept aufgreifen. Zwei kleine Sensortasten an der Oberseite, frei programmierbar, mit haptischem Feedback. Das wäre ein echter Mehrwert. Bis dahin bleibt das RedMagic 11 Pro aber eines der wenigen Handys mit diesem Feature.

Wie findet ihr die programmierbaren Schultertasten? Ein Feature, das ihr nie benutzen würdet, nicht braucht oder doch eine ganz praktische Option? Teilt mir eure Meinung gerne in den Kommentaren mit.

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