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Kingdom Come 2: Ist das Mittelalter-Meisterwerk in Wahrheit nur ein riesiges LARP-Spiel? Es gibt erstaunlich viele Hinweise darauf

Es klingt absurd, könnte aber doch wahr sein: Ist am Ende alles, was wir mit Heinrich erleben, nur ein ausgeklügeltes Live Action Role Play?

Wir erklären, was hinter der KCD-LARP-Theorie steckt. Wir erklären, was hinter der KCD-LARP-Theorie steckt.

Kingdom Come: Deliverance 2 ist ein riesiges, spaßiges und emotional bewegendes Mittelalterabenteuer. Zumindest dachten wir das bisher. Doch, werte Freundinnen und Freunde des gepflegten Rollenspiels, die Wahrheit könnte gar skandalös aussehen! Ist Heinrichs Abenteuer etwa nur ein äußerst aufwendiges LARP-Event?

(Wenn ja, wo finden wir den Veranstalter, der solche ausgezeichneten LARP-Runden organisiert? Wir fragen für ein anonymes Redaktions-Team.)

Für diese augenzwinkernd gemeinte Theorie gibt es tatsächlich erstaunlich gute Argumente. Wir listen sie mal auf – und erklären auch, was dahinter steckt.

Was ist LARP? »Live Action Role Play«. Also sozusagen Kostümparty trifft Dungeons & Dragons. Man erstellt Charaktere, löst Quests, alles nach festgelegten Regeln.

Die ganz klaren Hinweise auf die große LARP-Verschwörung

Hinweis #1: Die Kamera-Crew

Im Intro zu KCD2 legen Heinrich, Hans Capon und ihre Begleiter ein folgenschweres Päuschen an einem See nahe Trosky ein. Wer eine Free-Cam-Mod benutzt, kann hier eine Kamera-Crew entdecken, die den beiden Männern durchs Schilf folgt, mit Mikrofon und allem.

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Das riecht doch nach einem professionellen Event, das ein paar Szenen einfängt, um damit den Werbetrailer fürs kommende Jahr zu erstellen! 

Hinweis #2: Das Flugzeug

Die Veranstalter haben gleich zwei erstaunlich große Gebiete für ihr LARP gemietet. Sogar drei, wenn man den finalen DLC Mysteria Ecclesiae spielt. Bestimmt in Zusammenarbeit mit Filmsets oder so.

Die gesamte Deko ist überzeugend mittelalterlich (abgesehen von Kleinkram wie Dinosauriern, die durch eine Cutscene huschen). Aber den Luftraum konnten sie dann wohl doch nicht schließen lassen, und so schwebt in einem Story-Moment ein Flugzeug über den böhmischen Himmel

Hinweis #3: Kleine Easter Eggs

Wie jeder gute LARP-Veranstalter konnten auch die Köpfchen hinter KCD2 nicht darauf verzichten, ein paar Anspielungen auf andere geliebte Franchises einzubauen.

Nahe Trosky verstecken sich winzige Hobbithöhlen, NPCs erzählen Skyrim-Witze, jemand hat ein mittelalterliches Fitnessstudio aufgebaut, jemand hat Wassermelonen eingeschmuggelt. Eben der klassische Kram, wenn man Nerds einen Kasten Bier, ein großzügiges Budget und viel kreative Freiheit an die Hand gibt. 

Irre, was diese LARP-Kulissen gekostet haben müssen. Irre, was diese LARP-Kulissen gekostet haben müssen.

Hinweis #4: Immer die gleichen Gesichter

KCD2 ist eins der immersivsten Rollenspiele mit einer der glaubhaftesten Open Worlds aller Zeiten. Bis auf diesen einen Faktor: Immer wieder tauchen die gleichen NPC-Gesichter auf. Eindeutiger geht es nicht: Das Personal war begrenzt und allzu viele Leute, die Nebencharaktere spielen wollten, haben sich nicht gefunden. Deshalb rennen sie nach jeder Szene zum Umziehen und nehmen eine neue Rolle ein.

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Hinweis #5: Die Timeline

Die Geschichte von KCD2 ist inspiriert von historischen Ereignissen – dem Überfall von Sigismund auf Skalitz, dem Machtkampf um die Herrschaft in Böhmen und so weiter. Die Veranstalter wollten auch Figuren aus der echten Geschichte einbauen, also tummeln sich Jan Zizka, Radzig Kobyla, Markvart von Aulitz, Otto der Ältere von Bergow und so weiter. Damit die alle in die Story passten, musste aber ordentlich an der Zeitlinie gedreht werden.

Markvart hätte eigentlich vor dem Startpunkt 140 schon tot sein sollen, Heinrich meistert innerhalb von drei Wochen Schwertkampf und Reiten – aber all das passiert zugunsten des Spielspaßes, und über solche Details kann man für ein tolles LARP-Event auch mal hinwegsehen.

Sigismund ist aber auch zu cool, um nur einmal kurz aufzutauchen. Sigismund ist aber auch zu cool, um nur einmal kurz aufzutauchen.

Hinweis #6: Die Perspektivenwechsel

Okay, das wäre eher ein Hinweis, dass KCD2 ein Film ist, aber wir nehmen es trotzdem als letzten Punkt in die Liste. In einigen Momenten löst sich die Perspektive von Heinrich und Godwin (dem zweiten spielbaren Charakter), um etwa zu zeigen, was gerade hinter den Türen von Sigismunds Gemach passiert. Soso, woher wissen unsere Figuren denn davon? Da steht doch ein Erzähler daneben und erklärt Lore, vielleicht um eine kurze Essenspause zu überbrücken!

Natürlich ist all das nur ein Gedankenspiel, das manche Fans gerne durchgehen und das wir mal fluffig aufgegriffen haben. Der reale Hintergrund ist simpler: KCD2 hat sich ausdrücklich auch von humorvollen Werken wie Monty Pythons Ritter der Kokosnuss inspirieren lassen.

Kein Wunder also, dass immer wieder Gags wie die Film-Crew ins Spiel gewandert sind. Die sind so versteckt, dass sie die Immersion null stören, aber wer sich bewusst danach umschaut, wird viele lustige Entdeckungen machen.

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