In der Oberklasse der Gaming-Bildschirme spielen aktuell nur zwei Technologien eine Rolle: OLED und Mini-LED, die mit unterschiedlichen Vorzügen punkten wollen.
Der bisher nur in China tätige Hersteller HKC will nun das Beste aus beiden Welten vereinen und den Markt so aufmischen. Die dahinterstehende Technologie hört auf den Namen »RGB-Mini-LED«.
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Gaming-Monitore: Führt an OLED kein Weg mehr vorbei?
RGB statt Weißlicht
Herkömmliche Mini-LED-Monitore nutzen in der Regel blaue LEDs mit einer Phosphorschicht (für weißes Licht) oder Quantum-Dot-Folien, um die Farben zu erzeugen. Das Licht passiert anschließend Farbfilter, was Effizienz und Farbreinheit einschränken kann.
Die neue RGB-Mini-LED-Technologie von HKC setzt hingegen laut Tweaktown direkt an der Quelle an:
- Diskrete Chips: Statt weißer LEDs kommen separate rote, grüne und blaue Mini-LED-Chips als Hintergrundbeleuchtung zum Einsatz.
- Keine Farbfilter-Verluste: Da diese bereits die reinen Primärfarben emittieren, kann die spektrale Bandbreite deutlich präziser gesteuert werden.
- Erweiterter Farbraum: Durch diese direkte Ansteuerung soll der Monitor den extrem anspruchsvollen Rec.2020-Farbraum (BT.2020) zu fast 100 Prozent abdecken können – ein Wert, an dem selbst viele aktuelle High-End-OLEDs noch arbeiten.
Der entscheidende Vorteil dürfte die Langlebigkeit sein. Auch wenn sich die Lage gebessert hat, kämpfen OLED-Monitore noch immer mit dem Schreckgespenst des Burn-In-Effekts – da HKC aber auf anorganische LEDs setzt, sollte dieser Effekt beim neuen Monitor nicht auftreten.
Genaue technische Daten wie die Anzahl der Dimming-Zonen, die Spitzenhelligkeit oder die Auflösung hat HKC noch nicht final bestätigt. Näheres werden wir zur CES 2026 erfahren, die vom 6. bis zum 9. Januar in Las Vegas stattfindet – das chinesische Unternehmen kündigte bereits per X an, auf der Technikmesse mit dem Monitor vor Ort zu sein.
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