Mittlerweile begleiten mich seit etwas über fünf Jahren Smartwatches durch den Alltag und vor allem beim Fitness. Und während die Geräte mit smartem Touch-Display viel mehr können, als nur Daten zu erfassen, habe ich sie kaum für etwas anderes benutzt.
Nichtsdestotrotz habe ich lange auf die intelligenten Uhren gesetzt und smarte Ringe eher belächelt. Die Kombination aus Fitnessgerät, Uhr und einem KI-gestützten Multi-Tool hat Smartwatches am Ende dann doch verlockender gemacht.
Zumal diese oftmals ein präziseres Tracking erlaubten und die eine oder andere Funktion boten, auf die ich bei einem Smart-Ring verzichten musste – etwa Vibrationsmeldungen.
Nachdem mir auf der IFA allerdings der RingConn Gen 3 vorgestellt wurde und ich ihn im Anschluss als Leihgabe erhalten habe, hat sich meine Meinung geändert. Ich werde meiner teuren Samsung Galaxy Watch 8 nun wohl Lebewohl sagen.
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Warum Fitness-Ringe die besseren Smartwatches sind
Natürlich ist ein intelligenter Ring etwas vollständig anderes als eine Smartwatch. Allein schon, weil eine Smartwatch ihren Namen durch ihr praktisches Display hat und mit der Möglichkeit, Apps auszuführen, noch einmal etwas »intelligenter« ist als ein Gesundheitsring.
Für meinen Anwendungsfall, der eben hauptsächlich im Fitness-Bereich liegt, ist das RingConn-Gerät aber die deutlich bessere Lösung. Und das, obwohl ich eigentlich überhaupt kein Ringträger bin.
Der Ring ist nämlich so leicht und in Anbetracht der verbauten Technik extrem schmal, sodass ich ihn bereits nach wenigen Minuten kaum noch wahrgenommen habe. Bei meiner Fitness-Uhr ist das anders, die spüre ich bis heute am Handgelenk.
Beim Abnehmen des Rings bin ich deshalb immer wieder überrascht, wenn ich die Sensoren und Technik auf der Innenseite sehe. Ohne diese würde der Ring komplett unscheinbar wirken.
Da ich den Ring sowie meine Galaxy Watch auf der IFA dabei hatte, konnte ich direkt einen Vergleichstest machen.
Am Samstag, dem 4. September, zeigte mir der RingConn rund 22.000 Schritte an, wohingegen das Samsung-Gerät 22.100 Schritte nannte und nur meine Fitness-App mit 23.000 Schritten etwas abwich.
Einen wirklichen Unterschied im Tracking konnte ich über die gesamten Messetage nicht feststellen.
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Dritte Generation des Smart Rings mit großem Hardware-Upgrade: schnelleres und laut Hersteller präziseres Tracking von Schlaf, Herzfrequenz, Blutsauerstoff, Schritten, Hauttemperatur und weiteren Gesundheitswerten.
Größte Neuerungen gegenüber den Vorgängern sind der integrierte Vibrationsmotor, neue vaskuläre Gesundheitstrends und die längere Akkulaufzeit. Die Gefäßfunktion zeigt Trends und Muster, ist aber keine klassische Blutdruckmessung.
Sehr starke Akkulösung: Der Ring selbst soll mit Vibration etwa 10–12 Tage, ohne Vibration 11–14 Tage durchhalten. Das portable Ladecase liefert laut Hersteller Energie für bis zu 150 zusätzliche Tage – deutlich mehr als bei einer Smartwatch.
Das hochwertig verarbeitete Ladecase ist kompakt genug für die Hosentasche. Ring einklipsen, Case schließen und er lädt automatisch; das Case selbst wird per USB-C geladen.
Kein verpflichtendes Abo: Die wesentlichen Gesundheits- und Trackingfunktionen stehen nach dem Kauf ohne zusätzliche Subscription zur Verfügung.
IP68 und 10 ATM: RingConn gibt eine Wasserbeständigkeit bis zu einem statischen Druck entsprechend 100 Metern an und nennt unter anderem Schwimmen und Schnorcheln als Einsatzzwecke.
Offline-Speicher und smarte App-Anbindung
Durch die offizielle RingConn-App lassen sich die Daten unkompliziert ablesen. Es gibt ein typisches Dashboard zu meinem Stress-Level, Schlaf, Vitalwerten und den bisherigen Aktivitäten – nichts Ungewöhnliches und nichts Neues.
Was den Fitness-Ring für mich aber besonders macht, ist, dass er auch ohne Handy funktioniert und die Daten bis zu zehn Tage lokal und vollkommen offline speichert. Möchte ich sie dann auslesen, reicht eine Verbindung zur App.
Diese kommt komplett ohne Abo aus und lädt auf Wunsch auch keine Daten in die Cloud. Datenschutztechnisch ist das ein echter Segen und bei smarten Ringen noch lange nicht der Standard. Wobei für die App ein Account benötigt wird, was man durchaus kritisieren kann.
Für mich stellt der Ring insgesamt aber infrage, ob ich überhaupt noch eine Smartwatch brauche. Denn wenn ich ehrlich zu mir bin, nutze ich das Display kaum im Alltag und kann sehr gut darauf verzichten.
Mein Fazit nach einer Woche im Dauereinsatz
Die Aspekte, die für mich wichtig sind, wie Fitness- und Gesundheits-Tracking, meistert der Ring genauso gut wie eine Smartwatch. Zudem besitzt der RingConn Gen 3 kleine Motoren für Vibrationsbenachrichtigungen.
Über diese kann ich mir aktuell zwar nur Gesundheitswarnungen, einen niedrigen Akku-Stand und Erinnerungen signalisieren lassen – in der Zukunft soll er aber auch bei allgemeinen Benachrichtigungen vibrieren.
Dabei bleibt er aber weniger klobig, ist unauffälliger und bietet trotzdem die wichtigsten Funktionen, die ich von einer guten Smartwatch erwarte.
Mit einem Preis ab 350 Euro ist er nicht billig, liegt für mich aber in einem Bereich, in dem ich ihn gegenüber einer hochwertigen Smartwatch ernsthaft in Betracht ziehen würde. Besonders, wenn ihr wie ich hauptsächlich gute Tracking-Funktionen sucht.
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Auch wenn ich den Ring erst seit knapp einer Woche im intensiven Einsatz habe, bin ich deutlich überzeugter von Smart-Ringen als noch zuvor.
Die praktischen Gesundheitsfunktionen und das unauffällige Design haben mich derart positiv überrascht, dass ich mir sehr gut vorstellen kann, in Zukunft vollständig auf herkömmliche Smartwatches zu verzichten. Bis dahin werde ich den Ring wohl zusätzlich zu meiner Samsung-Uhr verwenden.
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