Seit Anfang Juli 2025 ist mit der RTX 5050 die kleinste der Blackwell-GPUs im Handel gelistet. Auch die neue Nvidia-Grafikkarte musste sich aufgrund von acht GByte Speicher einiges an Kritik anhören – zu wenig für moderne Spiele, so der Tenor.
Zumindest in diesem Aspekt ist eine rund acht Jahre ältere Grafikkarte besser aufgestellt: Die GTX 1080 Ti mitsamt 11 GByte Speicher, die sowohl bei Optik als auch Technik heute noch regelmäßig als »eine der besten Grafikkarten, die Nvidia je herausgebracht hat« bewundert wird.
Für einen Nutzer war diese Gegenüberstellung aus alt mit viel Speicher und neu mit wenig Speicher Grund genug, die beiden Grafikkarten gegenüberzustellen. Die Idee dahinter: Eine übertaktete GTX 1080 Ti sollte Nvidias neue RTX 5050 bei Standardgeschwindigkeiten in die Schranken weisen können. Das entpuppte sich aber schnell als Trugschluss.
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Der geplante Showdown fiel ins Wasser
Der Nutzer »TrashBench«, der sein Vorgehen auf Reddit und YouTube dokumentierte, musste feststellen, dass sich die GTX 1080 Ti nicht so einfach übertakten ließ.
Nach stunden- und tagelangen Versuchen mit drei verschiedenen GTX 1080 Ti-Karten, unterschiedlichen Treibern und verschiedenen Einstellungen musste der Tester kapitulieren. Die legendäre Karte ließ sich einfach nicht zu den gewünschten Leistungssteigerungen überreden.
Stattdessen erreichte sie maximal 2.000–2.050 MHz, gelegentlich 2.150 MHz, während die angestrebten 2.200 MHz unerreichbar blieben.
Aus der Frustration heraus wandte sich der Tester der RTX 5050 zu. Mit einem CPU-Kühler bestückt, der die Temperaturen um etwa 30 Grad Celsius auf 43 unter Last senkte, begann das eigentliche Experiment.
- Das Ergebnis in der genutzten 1440p-Auflösung war mehr als ordentlich: Die kleine RTX 5050 erreichte 3.300 MHz und lieferte gegenüber dem eigentlichen Boosttakt von 2.572 MHz durchschnittlich 17 Prozent mehr Bilder pro Sekunde in allen getesteten Spielen.
- Die RTX 5050 konnte die GTX 1080 Ti unabhängig von der Übertaktung hinter sich lassen. Ohne Taktanpassungen lag der Vorsprung bei 10 Prozent, mit OC bei knapp 19 Prozent.
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Zwei Punkte lassen sich aus diesem Mini-Test ziehen, die sich nur noch bedingt abstreiten lassen – berechtigte Diskussionen um Speicherbestückungen und Preis mal beiseitegeschoben.
- Trotz ihrer legendären Reputation stößt die GTX 1080 Ti im modernen Markt zunehmend an ihre Grenzen. Bei neun Jahren auf dem Buckel darf das auch nicht verwundern.
- Was zumindest mich wiederum verwundert: Die Blackwell-Chips scheinen (im Gegensatz zu älteren GPUs wie Pascal) wesentlich mehr Luft nach oben zu haben, wenn es um Overclocking geht. Ein Sprung auf 3.300 MHz ist zumindest nicht zu verachten.
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