Anfang des Monats hat Nvidia mit der RTX 5090 und ihren kleinen Geschwistern die ersten Grafikkarten präsentiert, die über PCI-Express 5.0 angebunden werden.
Nicht alle Mainboards auf dem Markt verfügen jedoch über diesen Standard – stattdessen kann es sein, dass ihr eure neue GPU an einen PCI-4.0-Steckplatz anschließen müsst. Logischerweise folgt daraus die Frage, ob ihr hierdurch mit Leistungseinbußen rechnen müsst.
Dieser Frage ist das Portal TechPowerUp in einem umfangreichen Test nachgegangen und hat die RTX 5090 in verschiedenen Konfigurationen untersucht. Von der vollen Bandbreite mit PCIe 5.0 x16 bis zu PCIe 3.0 x8 wurde die Nvidia-GPU auf mögliche Performanceeinbußen geprüft.
RTX 5090 mit PCI-Express 4.0: Kaum nennenswerter Leistungsabfall
Um das Fazit von TechPowerUp schon mal zusammenzufassen: Ihr dürftet keine riesigen Unterschiede feststellen, wenn eure neue Blackwell-Grafikkarte »nur« mit PCI-Express 4.0 oder 3.0 arbeiten kann.
Getestet wurde die RTX 5090 in einem System mit einem AMD Ryzen 7 9800X3D auf einem aktuellen X870E-Mainboard sowie 32 GByte Arbeitsspeicher, um mögliche andere Bottlenecks auszuschließen.
- Der durchschnittliche Performanceverlust beim Wechsel von PCIe 5.0 x16 auf PCIe 4.0 x16 liegt bei etwa einem Prozent. Diese Werte gelten unabhängig von der Auflösung und ließen sich sowohl in Full-HD als auch 1440p und 4K feststellen.
- Etwas mehr Leistung verliert ihr, wenn ihr mit PCIe 3.0 x16 oder PCIe 4.0 x8 vorliebnehmen müsst. Hier ist ein Minus von rund vier Prozent zu beobachten.
- Am schlechtesten schneidet logischerweise PCI 3.0 x8 ab: Rund 10 Prozent an Performance gehen euch je nach Auflösung und Spiel »verloren«.
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Nvidia stellt endlich die neue GeForce RTX 50-Serie vor
Grundsätzlich sollten die Ergebnisse nicht überraschen: Nur in eher selten auftretenden, höchst anspruchsvollen Situationen ist die vorliegende Bandbreite ein limitierender Faktor.
Bei der RTX 5090 wäre etwa ein spürbarer Unterschied feststellbar, wenn ein Spiel oder eine Anwendung sich mehr als die 32 GByte GDDR7-Videospeicher genehmigen möchten.
In der Vorgängergeneration wurde so ein Leistungsverlust von rund zehn Prozent beobachtet, wenn die RTX-4000-Grafikkarte mit speicherfressender RAW-Medienbearbeitung konfrontiert wurde; und auch hier nur, wenn ihr via PCIe 4.0 x4 / PCIe 3.0 x8 ans unterste Limit geht (via PugetSystems).
Zweiter Benchmark kommt zum selben Fazit
Auch der Tech-YouTuber Hardware Canucks hat sich die PCIe-Skalierung der RTX 5090 genauer angesehen und kommt entsprechend wenig überraschend zum selben Fazit.
- In einer reinen Rasterizing-Skala kommt auch der YouTuber zum Schluss, dass der Leistungsverlust beim nominellen Downgrade von PCIe 5.0 x16 auf PCI-Express 4.0 x16 mit rund einem Prozent in Grenzen hält.
- Bei der Raytracing-Performance müsst ihr hingegen mit maximal drei Prozent Verlust leben, wenn ihr in 4K-Auflösung spielt.
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