Die Wartezeit ist vorbei, die RX 9070 und RX 9070 XT sind offiziell: Wie angekündigt hat AMD im Rahmen eines Livestreams die beiden neuen RDNA-4-Grafikkarten vorgestellt.
Nach zahlreichen Leaks in den vergangenen Tagen und Wochen sind im Kontext der technischen Daten nur noch wenige Überraschungen mehr dabei.
Das wohl wichtigste und vielversprechendste zuerst: Mit einer UVP von 549 US-Dollar für die Radeon RX 9070 sowie 599 US-Dollar für die Radeon RX 9070 XT sind die beiden GPUs etwas günstiger als zunächst vermutet.
Mögliche Euro-Preise sind demnach 699 und 649 Euro, was mit Blick auf die erwartete Leistung ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis darstellen würde. Es bleibt aber abzuwarten, ob die GPUs gut verfügbar und zu ihrer UVP zu haben sein werden (im Gegensatz zu den RTX-5000-Modellen von Nvidia bisher).
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RX 9070 XT: Technische Daten im Überblick
Beide GPUs setzen auf einen Navi-48-Chip, der bei der XT-Variante als Vollausbau »Navi 48 XTX« etwas größer ausfällt. Damit enthält die Radeon RX 9070 insgesamt 3.584 Streamprozessoren (FP32-ALUs), die Radeon RX 9070 XT liegt hingegen bei 4.096 Streamprozessoren. Auch bei näherem Hinsehen gibt es kleine Differenzen:
- Die Radeon RX 9070 erhält 56 RT-Einheiten der 3. Generation sowie 112 KI-Beschleuniger der 2. Generation. Bei der RX 9070 XT hingegen sind es 64 Raytracing-Einheiten sowie 128 KI-Beschleuniger.
- Die Textureinheiten unterscheiden sich mit 224 TMUs bei der RX 9070 respektive 256 TMUs bei der RX 9070 XT ebenfalls etwas.
- Bei den ROPs nennt AMD indes mit 128 Einheiten dieselbe Menge bei beiden GPUs - bleibt nur zu hoffen, dass im Gegensatz zu Nvidia dieses Mal keine Charge mit fehlerhaften Chips ausgeliefert wird.
Die Aufstufung auf die moderneren KI-Kerne und dem gegenüber RDNA 3 verdoppelten Raytracing-Durchsatz ist insbesondere im Hinblick auf das neue FSR 4 wichtig, das auf maschinelles Lernen wechselt und zum Release in mehr als 30 Spielen verfügbar sein soll:
Logischerweise unterscheidet sich auch die Leistungsaufnahme: So schluckt der Chip der RX 9070 XT mit 304 Watt auch wesentlich mehr als die RX 9070 mit ihren 220 Watt. Als Stromanschluss dienen zwei 8-Pin-Stecker.
Speicherseitig gibt es indes keine Unterschiede: Beide RDNA-4-Modelle setzen auf 16 GByte GDDR6-Speicher bei 256-Bit-Interface sowie eine Geschwindigkeit von 20 Gbps.
| Radeon RX 9070 | Radeon RX 9070 XT | |
|---|---|---|
| Architektur | RDNA 4 Navi 48 | RDNA 4 Navi 48 XTX |
| Chip | 3.584 Streamprozessoren 224 TMUs 128 ROPs 56 RT-Cores 112 AI-Cores | 4.096 Streamprozessoren 256 TMUs 128 ROPs 64 RT-Cores 128 AI-Cores |
| Speicher | 16 GByte GDDR6 256-Bit 20 Gbps | 16 GByte GDDR6 256-Bit 20 Gbps |
| Anschlüsse | 2x HDMI 2.1b 2x DisplayPort 2.1a | 2x HDMI 2.1b 2x DisplayPort 2.1a |
| Leistungsaufnahme | 220 Watt | 304 Watt |
| UVP | 549 US-Dollar | 599 US-Dollar |
Bei der Performance hat AMD ebenfalls einzelne Vergleichswerte genannt, die bereits zuvor durchgesickert sind. In nativer 4K-Auflösung soll die Leistung der RX 9070 etwa 20 Prozent über der RX 7900 GRE liegen; die RX 9070 XT soll indes mit einem Plus von 40 Prozent glänzen.
Allerdings sind die Benchmarks auch abgesehen von ihrer Herkunft mit Vorsicht zu genießen, denn AMD mischt hier munter die Rasterisierung- und Raytracing-Leistung durch.
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Inwieweit sich die Ergebnisse auch gegenüber der Nvidia-Konkurrenz bestätigen lassen, erfahrt ihr am 5. März um 15 Uhr - denn zu diesem Zeitpunkt fällt das Testembargo.
Wo wir schon bei Terminen sind: Der Release der Radeon RX 9070 und RX 9070 folgt tags darauf am 6. März 2025. Spätestens an diesem Tag dürften auch die offiziellen Europreise feststehen. Zumindest umgerechnet dürften sich die GPUs zwischen 600 und 700 Euro einpendeln.
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