Demnächst jährt sich der Release des AMD Ryzen 7 9800X3D zum ersten Mal: Am 7. November 2024 tauchte »X3D Reimagined« auf dem Markt auf, das den Prozessor mit dem insbesondere im Gaming erfolgreichen 3D-V-Cache neu denken wollte. Damals gelang das mit der erstmaligen Freischaltung von OC-Kapazitäten bei einer solchen X3D-CPU.
Doch schon diese Veröffentlichung wurde von Gerüchten um einen Prozessor begleitet, der noch einen draufsetzen sollte. Angeblich arbeitete AMD an einer X3D-CPU, bei der der 3D-V-Cache auf beiden »Compact Core Dies« sitzen sollte. Bewahrheitet haben sich diese Leaks bisher nicht, was sich aber schon bald ändern soll.
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»Die Legende ist unschlagbar«: AMD stellt den Ryzen 7 9800X3D offiziell vor
Zwei neue Ryzen-Namen sind im Umlauf
Der frische Leak stammt erneut von »ch1lleddog« auf X, laut dem AMD an gleich zwei neuen Prozessoren arbeiten soll, von denen aber nur einer auf den doppelten 3D-V-Cache setzen soll.
Diese teilen sich in den »Ryzen 9 9950X3D2« sowie den »Ryzen 7 9850X3D«, die wahlweise das absolute Spitzenmodell oder eine geschlossene Lücke im aktuellen Zen-5-Portfolio darstellen sollen. Auch die technischen Spezifikationen will der Leaker genauer wissen:
- So kommt der Ryzen 9 9950X3D2 mit 16 Kernen und 32 Threads auf dieselbe Anzahl wie der Ryzen 9 9950X3D, hat aber mit 5,6 GHz einen geringeren Boost-Takt. Dafür steigt der L3-Cache von 128 auf 192 MByte an. Gleiches gilt für die TDP, die 200 Watt hochgeht.
- Der Ryzen 7 9850X3D ändert im Vergleich zum populären 9800X3D nicht viel: Der Boost-Takt geht um 400 MHz auf 5,6 GHz hoch – das war's.
Daraus ergibt sich (sollte der Leak stimmen) folgende Vergleichstabelle:
| Ryzen 7 9800X3D | Ryzen 7 9850X3D* | Ryzen 9 9950X3D | Ryzen 9 9950X3D2* | |
|---|---|---|---|---|
| Kerne / Threads | 8 / 16 | 8 / 16 | 16 / 32 | 16 /32 |
| Basistakt Boosttakt | 4,7 GHz 5,2 GHz | 4,7 GHz 5,6 GHz | 4,3 GHz 5,7 GHz | 4,3 GHz 5,6 GHz |
| L3-Cache insg. | 96 MByte | 96 MByte | 128 MByte | 192 MByte |
| Standard-TDP | 120 Watt | 120 Watt | 170 Watt | 200 Watt |
Bei dem möglichen Ryzen 9950X3D2 würde sich verglichen mit dem »regulären« 9950X3D im technischen Aufbau ein wichtiger Aspekt ändern: Gewissermaßen müsste AMD nicht mehr darauf achten, dass die hauseigene Scheduler-Logik Videospiele dem richtigen Chiplet zuweist.
Kurz gefasst: Der Ryzen 9950X3D ist in zwei Chiplets zu je acht Kernen aufgeteilt, von denen allerdings nur einer den 64 MByte großen 3D-V-Cache mit sich führt.
Dementsprechend muss AMD dafür sorgen, dass eure Spiele auch dem richtigen Chiplet zugewiesen werden, damit die auch vom 3D-V-Cache profitieren können - was allerdings nicht immer reibungslos funktioniert, weshalb mancherorts Behelfslösungen wie »Process Lasso« ranmüssen.
Innerhalb der Hardware-Community wird allerdings auch ein Nutzen abseits von PC-Spielen diskutiert. So könnte AMD hiermit einfach einen Feldversuch wagen, wie sich der seit Jahren gemunkelte doppelte 3D-V-Cache in der Praxis schlägt.
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Gerade im Hinblick auf Produktivitäts- und KI-Aufgaben sei der 3D-V-Cache optimal geeignet, um für weitere Anforderungen ausreichend zu sein – ähnlich, wie RTX-Grafikkarten für Mining- und KI-Workloads »zweckentfremdet« wurden.
Allerdings bleibt hier fraglich, ob Unternehmen tatsächlich auf einen solchen 9950X3D2 anspringen würden: »Richtige« Workstation-Prozessoren von AMD Epyc bis zu Intel Xeon haben teilweise bereits die Gigabyte-Grenze an L3-Cache geknackt oder sind zumindest ausreichend mit dem wertvollen Zwischenspeicher gesegnet.
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