Mal eben so 8 Weltrekorde gebrochen: Nach 8 Jahren ist einmal mehr klar, wie eindrucksvoll AMD das Ruder mit Ryzen rumgerissen hat

Der AMD Ryzen Threadripper Pro 9995WX pulverisiert zum Start acht Weltrekorde und unterstreicht AMDs anhaltenden Aufwind seit dem Ryzen-Durchbruch 2017.

AMDs neue Workstation-Generation bricht mal wieder alle Rekorde. (Bildquelle: AMD) AMDs neue Workstation-Generation bricht mal wieder alle Rekorde. (Bildquelle: AMD)

Professionelle Overclocker von ASUS haben mit dem frisch erschienenen AMD Ryzen Threadripper Pro 9995WX gleich acht Weltrekorde und weitere 38 plattformspezifische Bestleistungen aufgestellt. Das Flaggschiff der neuen Threadripper Pro 9000-Serie mit seinen 96 Zen-5-Kernen und 192 Threads setzt damit schon zu Beginn neue Maßstäbe in sämtlichen relevanten Benchmark-Kategorien.

Das beeindruckendste Ergebnis erzielte der deutsche Overclocker CENS mit 227.817 Punkten im Cinebench R23 Multi-Core-Test. Zum Vergleich: Der Vorgänger Threadripper Pro 7995WX erreichte bei 6,25 GHz »nur« 210.702 Punkte – der neue Chip ist also bei niedrigerer Taktfrequenz performanter.

Die komplette Weltrekordliste im Überblick

Die acht Weltrekorde des Threadripper Pro 9995WX verteilen sich auf unterschiedlichste Anwendungsbereiche, wie Asus in der Pressemitteilung erklärt:

  • 7-Zip: 1.451.636 MIPS
  • Cinebench R15: 30.488 Punkte
  • Cinebench R20: 86.136 Punkte
  • Cinebench R23: 227.817 Punkte
  • Cinebench 2024: 11.485 Punkte
  • Geekbench 3 Multi: 760.318 Punkte
  • HWBOT x265 1080p: 1.482.664 fps
  • HWBOT x265 4K: 364.087 fps

Ermöglicht wurden diese Rekorde durch das Asus Pro WS WRX90E-SAGE SE Mainboard in Kombination mit Flüssigstickstoff-Kühlung bei Kerntemperaturen von bis zu –47 °C (via Videocardz).

Auch ohne extreme Kühlung zeigt der Chip eine starke Leistung: Overclocker SkyWalkerAMD erreichte 186.800 Punkte im Cinebench R23 bei 5,0 GHz auf allen Kernen mit konventioneller Wasserkühlung – allerdings bei 947 Watt Leistungsaufnahme und 98° C Kerntemperatur.

Video starten 0:45 »Die Legende ist unschlagbar«: AMD stellt den Ryzen 7 9800X3D offiziell vor

Server-Aufholjagd: Riesenschritte innerhalb weniger Jahre

Diese Rekorde sind mehr als nur technische Spielereien – sie symbolisieren auch AMDs Aufholjagd seit dem Launch der ersten Ryzen-Prozessoren 2017. Acht Jahre später holt AMD mit Riesenschritten auf, wie das Marktforschungsinstitut Mercury Research (via Tom's Hardware) jüngst aufzeigte.

  • AMDs Erfolg im Server-Segment ist mehr als nur manierlich. 2017 hatte Intel noch fast 100 Prozent Marktanteil.
  • Beim Umsatzanteil liegt AMD heute bereits bei 39,4 Prozent – und das bei Stückzahlen von »nur« 27,2 Prozent. Bedeutet auch: AMD verkauft deutlich teurere und leistungsstärkere Server-CPUs als Intel.

Prognosen weiterer Analysten wie Jukan Choi auf X sehen eine noch rosigere Zukunft: Bis 2028 könnte AMD Intel beim Server-Umsatz komplett einholen. Gleichzeitig wächst allerdings auch die Konkurrenz durch ARM-basierte Prozessoren auf voraussichtlich 10 bis 12 Prozent Marktanteil.

Übrigens: Im klassischen Desktop-Segment stieg AMDs Marktanteil der Marktanalyse von Mercury Research zufolge von 12 Prozent im Jahr 2017 auf inzwischen 27,1 Prozent an.

Zen 5: Die Architektur hinter dem Erfolg

Der technische Unterbau für diese Erfolge ist die Zen-5-Architektur, die im Threadripper Pro 9995WX ihre maximale Ausprägung findet.

Die Zen-5-Architektur nutzt TSMCs 4-nm-Prozess (N4) für die Compute-Chiplets, während das I/O-Die noch in 6 nm (N6) gefertigt wird. Zugehörige Die-Aufnahmen zeigen die Dimensionen: Das Compute-Die misst 7,76 × 9,05 mm, das I/O-Die 16,45 × 25,94 mm. Insgesamt verfügt der 9995WX über 384 MB L3-Cache und 96 MB L2-Cache.

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Gegenüber dem Vorgänger Zen 4 bietet Zen 5 eine IPC-Steigerung von 16 Prozent über verschiedene Workstation-Benchmarks hinweg.

In spezialisierten Anwendungen wie dem »SPECworkstation 4.0 AI«-Benchmark erreicht die neue Architektur AMD-Angaben zufolge sogar bis zu 25 Prozent bessere Leistung.

  • Die Verbesserungen sind breit angelegt: Die verbesserte Sprungvorhersage, duale Decode-Pipelines und eine neue Math Acceleration Unit sorgen laut AMD (via Overclock3D) für 35 Prozent bessere Single-Core-AES-XTS-Performance und 32 Prozent höhere Leistung bei Machine-Learning-Aufgaben.
  • Ebenfalls von Bedeutung ist die überarbeitete SMT-Implementierung, bei der jeder Thread eine eigene Decode-Pipeline erhält und sich somit nicht mehr in die Quere kommt.

Dank dieser Verbesserungen soll der Threadripper Pro 9995WX die aktuelle Intel-Konkurrenz in Form des Xeon W9-3595X (Sapphire Rapids) je nach Benchmark um 40 bis 145 Prozent hinter sich lassen. Den Spaß lässt sich AMD aber auch deutlich kosten: Bis zu 11.700 US-Dollar werden für den neuen Workstation-König fällig.

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