Der 1. April ist traditionell der Tag, an dem überraschende Meldungen auftauchen und jeder Leser etwas genauer hinsieht, um den Wahrheitsgehalt zu überprüfen.
Bei dieser Nachricht handelt es sich aber aller Voraussicht nach um keinen schlechten Scherz: Rund 270.000 Kundendatensätze von Samsung Electronics Deutschland sind im Darknet aufgetaucht.
Wichtig zu unterscheiden: Es geht hierbei nicht um euren Samsung-Account – dennoch solltet ihr in den kommenden Wochen Vorsicht walten lassen, wenn ihr verdächtige Nachrichten bekommt.
Wie heise berichtet, bietet der Nutzer »GHNA« die genannte Anzahl an Support-Tickets in »einem bekannten Untergrundforum zum Verkauf« – für umgerechnet zwei Euro.
- Diese Supportanfragen umfassen dem Bericht zufolge eben nicht nur das eigentliche Ticket, sondern auch den vollständigen Namen, Anschriften, Telefonnummern und E-Mail-Adressen der betroffenen Kunden.
- Auch Transaktionsdetails, etwa Bestellnummern, hochgeladene Dokumente und die gewählte Zahlungsmethode bei einer etwaigen Bestellung sollen im Leak enthalten sein.
Samsung selbst hat sich auch auf Nachfrage verschiedener Medien bisher nicht zur Thematik geäußert. Dem Portal CyberInsider zufolge soll aber die Authentizität der Daten aufgrund von Metadaten und internen Ticket-IDs nahezu bestätigt sein.
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CAGGTUS 2025 - Wir sind wieder dabei!
Wie kam es zum Samsung-Leak? Die Spur führt ins Jahr 2021
Auch über die Vorgehensweise, die zum Hack geführt hat, kommt in den vergangenen Stunden etwas mehr Licht ins Dunkel. Wie das auf solche Datendiebstähle spezialisierte Unternehmen Hudson Rock via Linkedin berichtet, soll der Ausgangspunkt im Jahr 2021 stattgefunden haben.
- Demzufolge wurde ein Mitarbeiter-Account der Spectos GmbH kompromittiert, die wiederum (unter anderem) für das Service-Ticket-System von Samsung verantwortlich ist.
- Das große Problem: Die Zugangsdaten des gekaperten Kontos wurden bis heute nie geändert, sodass es sich bei diesem Account um eine tickende Zeitbombe handelte, die nun von GHNA genutzt wurde.
Bei dem erbeuteten Datenarchiv sollen indes primär Interaktionen enthalten sein, die im aktuellen Jahr stattfanden. Wie eingangs erwähnt: Insbesondere, wenn ihr kürzlich Kontakt mit dem Samsung-Kundendienst hattet, solltet ihr in den nächsten Wochen vorsichtig sein.
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