Durch das Support-Ende von Windows 10 ist die Frage nach möglichen Microsoft-Alternativen zuletzt wieder intensiver diskutiert worden.
Das Land Schleswig-Holstein hat schon mit dem Umstieg begonnen und meldet erste Zahlen.
15 Millionen Euro pro Jahr für Windows-Lizenzen
Ende 2024 hatte das Land im hohen Norden Deutschlands die Initiative »Open Innovation und Open Source Strategie« gestartet. Damit möchte man dem Anspruch, digital unabhängig und souverän zu arbeiten, gerecht werden.
Ein Grundpfeiler dieser Strategie ist die Abkehr von Windows und das Einsetzen von Open-Source-Lösungen. Im Laufe des Jahres 2025 wurden etwa LibreOffice als neuer Bürostandard sowie Open-Xchange und Thunderbird als Ersatz für Microsoft Exchange und Outlook eingeführt.
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Der Umstieg lief nicht komplett problemfrei ab, aber jetzt konnte der Digitalisierungsminister Dirk Schrödter eine erste, positive Bilanz ziehen.
Knapp 80 Prozent der Mitarbeiter arbeiten schon jetzt mit Open-Source-Lösungen, für die restlichen 20 Prozent wurden Anpassungspfade für die kommenden Monate aufgestellt. Dieser Schritt sorgt nicht nur für mehr Unabhängigkeit, sondern ist auch wirtschaftlich sinnvoll.
Durch das Wegfallen von Lizenzkosten spart das Land demnach jährlich mehr als 15 Millionen Euro. 2026 sei zwar mit neun Millionen Euro für einmalige Investitionen in die Migration und Weiterentwicklung der Lösungen zu rechnen, langfristig wird aber eine Menge Geld gespart.
Einige Arbeitsplätze, etwa die Steuerverwaltung, seien aktuell teilweise noch immer auf Microsoft-Anwendungen wie Office, Excel oder Word angewiesen. Aber auch hier gäbe es laut Schrödter schon Migrationspläne, die zu weiteren Einsparungen führen sollen.
Ziel der Initiative sei weiterhin eine »nachhaltige, sichere und unabhängige IT-Infrastruktur«, die die digitale Souveränität des öffentlichen Sektors stärkt.
In den Kieler Nachrichten wird allerdings auch Kritik aus Reihen der Opposition geäußert. So gäbe es noch immer Probleme mit den neuen Programmen.
Die vorgelegten Zahlen lesen sich zwar beeindruckend, die Realität sähe vielerorts aber anders aus. Nicht alle Beschäftigten können mit den Programmen genauso wie zuvor arbeiten. Dies sei aber auch eingepreist.
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