Noch ist Daniel Radcliffe das Gesicht, das die meisten mit Harry Potter verbinden. Möglicherweise ändert sich das mit der kommenden HBO-Serie – zumindest für die jüngeren Generationen. Ab dem 25. Dezember 2026 startet die erste Staffel mit Dominic McLaughlin als neuem Gesicht der Titelrolle.
Unabhängig davon wird Radcliffe für den Rest seines Lebens von vielen sofort als Harry erkannt werden. Dieser Umstand begleitet ihn schon den Großteil seines Lebens, und das war für ihn nicht immer leicht zu schultern, wie er in einem Interview mit Rolling Stone erzählte.
Berühmtheit als Risiko
Während er das Ganze heute gelassen nimmt – kein Wunder, hat Radcliffe inzwischen doch eine lange Karriere in Film und Theater vorzuweisen – hatte er als Jungschauspieler Sorge, in der Branche nicht ernst genommen oder mit Vorurteilen behandelt zu werden.
Als ich frisch aus Harry Potter herauskam, war ich wahrscheinlich gestresster deswegen. Als ich das erste Mal ein Musical machte, ging ich in die Proberäume und dachte: Scheiße, alle denken: »Was macht dieser Filmjunge hier, und wird er überhaupt gut sein?« (...)
Als Kind war mir das Klischee rund um Kinderstars nur allzu bewusst. Ich dachte, überall, wo ich hingehe, glauben die Leute, ich wäre ein Depp. Ich muss einfach versuchen, so schnell wie möglich zu beweisen, dass ich kein Arschloch bin.
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Außerdem sei es kompliziert gewesen, die Karriere mit so einem durchschlagenden Erfolg zu beginnen:
Wenn man erfolgreich ist, kann man mehr von dem tun, was man gerne macht. Die Leute bieten einem immer wieder neue Chancen. Was das Schlimmste am Erfolg ist – nun, das ist ein ziemlich komplexes Thema. Das Schwierigste ist, herauszufinden, was andere als Erfolg für einen ansehen, im Gegensatz zu dem, was man selbst als Erfolg betrachtet.
Vor allem, wenn man schon in jungen Jahren berühmt wird. Ich war in einer Situation, in der ich dachte: Okay, ich war Teil des kommerziell erfolgreichsten Projekts, an dem ich je beteiligt sein werde, also kann das nicht die Messlatte für meinen Erfolg sein. Es müssen Dinge sein, die mich wirklich erfüllen.
Nach Harry Potter war Radcliffe auch in Musicals und auf der Theaterbühne aktiv. Außerdem spielte er in diversen Filmen mit und hat sich einen Ruf erworben, auch ungewöhnliche Projekte anzugehen. In Swiss Army Man spielt er eine pupsende Wasserleiche und in Gun Akimbo einen Mann, dem Pistolen an die Hände geschraubt wurden.