Scuf Nomad im Test: Eines der besten Gaming-Upgrades für euer iPhone

Verwandelt euer iPhone in einen Gaming-Handheld.

Mit einem iPhone SE ist das Gesamtpaket besonders kompakt. Mit einem iPhone SE ist das Gesamtpaket besonders kompakt.

Ihr wollt euch eine Handheld-Konsole zulegen? Die gibt es wie Sand am Meer. Ihr wollt dabei auch noch wenig Geld ausgeben? Schon schwieriger, aber gerade dann könnte sich der Kauf eines sogenannten »Teleskop-Controllers« für euch lohnen.

Dabei handelt es sich um Controller, in denen ihr euer Handy einklemmt. So könnt ihr nicht nur Android- und iOS-Spiele mit Controllerunterstützung spielen, sondern auch Spiele von Konsolen und von eurem PC streamen. 

Eigentlich ist Scuf für seine Premium-Controller für Konsolen und PC bekannt, doch jetzt wollen sie auch den Markt für Handy-Controller aufmischen. Der Nomad verspricht aus eurem iPhone einen Gaming-Handheld zu machen – und das habe ich zwei Wochen lang getestet.

Transparenzhinweis: Corsair hat mir den Scuf Nomad für den Test kostenfrei zur Verfügung gestellt. Der Hersteller hatte keinen Einfluss auf den Artikelinhalt und bekam keine Einsicht vor Erscheinen des Tests. Es bestand keine Verpflichtung zu einem Testbericht.

Scuf Nomad
Scuf Nomad
Der Scuf Nomad ist aktuell einer der besten Teleskop-Controller für iPhones. Die Bedienelemente, das Handling und der Komfort erinnern an teure Premium-Controller. Dank der Bluetooth-Verbindung muss der Controller keine Energie von eurem Handy beziehen. Der verbaute Akku sorgt zudem für eine lange Akkulaufzeit. 

Leider ist die ausschließlich kabellose Verbindung auch der größte Nachteil des Controllers. Das macht Passtrough-Charging unmöglich und euer Handy kann nicht aufgeladen werden, solange es im Scuf Nomad eingespannt ist. Obendrein sind die Tasten recht klein und der Controller ist nur mit iOS kompatibel. 
  • Sehr gut verarbeitet
  • Hall-Effekt-Analogsticks
  • Sehr bequem und ergonomisch
  • Auch mit Handyhülle verwendbar
  • 16 Stunden Akkulaufzeit
  • Kleine ABXY-Tasten
  • iPhone nicht im Controller aufladbar
  • nur mit iOS kompatibel

Was mir am Scuf Nomad gefallen hat

Der Scuf Nomad ist ein richtiger Handschmeichler unter den Handy-Controllern. Der Scuf Nomad ist ein richtiger Handschmeichler unter den Handy-Controllern.

Verarbeitung und Ergonomie: Der Scuf Nomad fühlt sich äußerst gut verarbeitet an. Das Gehäuse besteht aus Kunststoff mit einer Soft-Touch-Oberfläche. Die Rückseite ist texturiert und bietet deswegen einen guten Halt. Mit eingelegtem Handy wirkt das Gerät wirklich wie eine Handheld-Konsole. 

  • Der Teleskop-Mechanismus fühlt sich sehr robust an, kann aber dennoch bei Bedarf leicht verstellt werden. Eine Feder sorgt dafür, dass euer Handy sicher im Gerät bleibt. Die Kunststofflippe am unteren Rand stellt zusätzlich sicher, dass euer iPhone nicht hinaus rutscht. 
  • Die Tasten und Analog-Sticks vom Nomad erinnern vom Gefühl her an Premium-Controller – keine Überraschung, da der Controller von Scuf stammt. Sie fühlen sich sehr präzise und taktil an und können leicht erreicht werden. 
  • Nur für Spieler, die gerne mit Klauengriff spielen, ist er eher schlecht geeignet, da sich der rechte Analog-Stick über den ABXY-Tasten befindet – aber das ist eher ein Nischenproblem. 

In Puncto Verarbeitung und Ergonomie gibt es keine Beanstandungen. 

Sehr gute Analog-Sticks: Im Scuf Nomad stecken zwei Hall-Effekt-Joysticks, die resistenter gegenüber Stick-Drift und deswegen langlebiger sein sollten. 

Glättungsringe sorgen dafür, dass sich die Hälse der Analog-Sticks nicht abreiben und die Bedienung geschmeidig bleibt.

Die Analog-Stick-Kappen können zudem ausgetauscht werden. Im Lieferumfang liegen dafür schon einige bei:

  • Zwei flache Kappen mit konkaver Oberfläche
  • Eine flache Kappen mit konvexer Oberfläche
  • Eine hohe Kappen mit konvexer Oberfläche

Das Wechseln der Kappen ist jedoch etwas umständlich, da man sie präzise aufstecken muss. 

Außerdem halte ich den Widerstand der Analog-Sticks für zu niedrig, aber das ist Geschmackssache. 

Auch mit Handyhülle verwendbar: Bei einigen Teleskop-Controllern müsst ihr das Handy aus der Hülle nehmen, damit es sicher darin gehalten wird. Der Scuf Nomad bietet etwas mehr Platz und so passen selbst große Handys mit Hülle hinein. 

Lange Akkulaufzeit: Weil es sich beim Scuf Nomad um einen Bluetooth-Controller handelt, ist ein Akku verbaut. Der hält mit 16 Stunden angenehm lang durch und obendrein muss der Controller keine Energie von eurem Handy beziehen. Andere Teleskop-Controller haben selbst keinen Akku verbaut, was die Akkulaufzeit von eurem Handy verringert. 

Was mir nicht gefallen hat

Die Größe der Tasten erinnert an die Nintendo Joy-Cons. Die Größe der Tasten erinnert an die Nintendo Joy-Cons.

Kleine ABXY-Tasten: Die Tasten und das D-Pad sind sehr klein. Sie sind nur etwa so groß wie die von den Nintendo Joy-Cons. 

iPhone im Controller nicht aufladbar: Der Scuf Nomad bietet euch leider keinen USB-C oder Lightning-Anschluss, um euer iPhone durch den Controller aufzuladen. Geht euer Akku zur Neige, müsst ihr den Controller abnehmen. 

  • Eine Verbindung ist nur per Bluetooth möglich. Ich konnte jedoch keine nennenswerte Eingabelatenz feststellen. 

Nur mit iOS kompatibel: Aktuell könnt ihr den Scuf Nomad ausschließlich mit iPhones verwenden. Ich habe den Controller trotzdem testweise mit einem Nothing Phone 2 verbunden. Die Verbindung kommt zwar zustande und das Gerät wird auch als Controller erkannt, jedoch funktionieren die Tasten nicht und die Richtungen der Analog-Sticks waren vertauscht. Kompatibilität zu Android ist laut Scuf Gaming wohl noch geplant.

Über eine App lassen sich die Tasten frei zuordnen und bis zu drei Profile erstellen. Über eine App lassen sich die Tasten frei zuordnen und bis zu drei Profile erstellen.

Wissenswertes zum Test
So habe ich getestet

Ich habe über zwei Wochen den Scuf Nomad als Controller für Cloud-Gaming und Steam-Link verwendet.

Spezifikationen
  • Gewicht: 228 g
  • Abmessungen: 202 x 101 x 51 mm
  • Kompatibilität: iOS 16 und höher
  • Konnektivität: Bluetooth 5.0, USB-C (zum Aufladen des Controllers) 
  • Joysticks: Symmetrisches Layout, Hall-Effekt-Joysticks
  • Belegbare Zusatztasten: Zwei
  • Akkulaufzeit: 16 Stunden
Preis und Verfügbarkeit

Der Scuf Nomad ist aktuell für einen Preis von etwa 110 Euro verfügbar. 

Solltet ihr euch den Scuf Nomad kaufen?

Der Scuf Nomad passt zu euch, wenn …

  • ihr gerne Spiele von eurer Konsole oder eurem PC streamt
  • ihr gerne Cloud Gaming auf eurem Handy betreibt
  • ihr einen hochwertigen Controller für native iOS-Spiele sucht 

Mögliche Alternativen: 

Backbone One: Bei dem Teleskop-Controller habt ihr die Wahl zwischen einer Version mit USB-C (Android und iPhone 15 und höher) und einer mit Lightning-Anschluss (iPhone 14 und älter). Der Backbone One ist zwar etwas teurer, bietet euch dafür Passthrough-Charging und einen 3,5mm-Kopfhöreranschluss. 

GameSir X2S: Wenn ihr nicht so viel Geld ausgeben möchtet, dann könnte der GameSir X2S perfekt für euch geeignet sein. Für einen Preis von nur 60 Euro, bietet er euch auch Hall-Effekt-Joysticks und sogar eine Verbindung per USB-C. Im Gegensatz zu den anderen Optionen ist der GameSir X2S jedoch etwas kleiner und womöglich weniger ergonomisch für größere Hände. 

Razer Kishi Ultra: Mit diesem Teleskop-Controller könnt ihr sogar kleine Tablets einspannen. Dafür ist der Preis ein gutes Stück höher. Mit an Bord sind die mechataktilen Tasten, wie man sie von den Razer-Controllern kennt.

Preis-Leistung: Für einen Preis von etwa 110 Euro wird der Scuf Nomad keinen Award für Preis-Leistung gewinnen. Dafür erhaltet ihr einen Smartphone-Controller mit hochwertigen Bedienelementen und hervorragender Ergonomie. Wenn ihr aktuell einen Controller für euer iPhone sucht, dann gehört der Nomad definitiv zu den besten Optionen! 

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