Heute ist es endlich soweit: Das heiß ersehnte Senua's Saga: Hellblade 2 feiert sein Debüt. Es will auf dem Erfolg seines Vorgängers Hellblade: Senua’s Sacrifice aus dem Jahr 2017 aufbauen. Wie gut ihm das gelingt, klärt der ausführliche GameStar-Test:
Wir schauen uns das Action-Adventure mit Blick auf die technische Umsetzung genauer an. Halten die Systemanforderungen, was sie versprechen?
Die Systemanforderungen
1080p, Voreinstellung Niedrig
:
- Prozessor: Intel i5 8400 oder AMD Ryzen 5 2600
- Grafikkarte: Nvidia GTX 1070, AMD RX 5700 oder Intel Arc A580
- Grafikspeicher: 6 GByte
- Arbeitsspeicher: 16 GByte
- Speicherplatz: 70 GByte (SSD erforderlich)
- Betriebssystem: Windows 10/11 64 Bit
1080p, Voreinstellung Mittel
:
- Prozessor: Intel i5 9600 oder AMD Ryzen 5 3600X
- Grafikkarte: Nvidia RTX 2070, AMD RX 5700 XT oder Intel Arc A580
- Grafikspeicher: 8 GByte
- Arbeitsspeicher: 16 GByte
- Speicherplatz: 70 GByte (SSD erforderlich)
- Betriebssystem: Windows 10/11 64 Bit
1440p, Voreinstellung Hoch
:
- Prozessor: Intel i7 10700K oder AMD Ryzen 5 5600X
- Grafikkarte: Nvidia RTX 3080, AMD RX 6800 XT oder Intel Arc A770
- Grafikspeicher: 8 GByte
- Arbeitsspeicher: 16 GByte
- Speicherplatz: 70 GByte (SSD erforderlich)
- Betriebssystem: Windows 10/11 64 Bit
2160p, Voreinstellung Hoch
:
- Prozessor: Intel i5 12600K oder AMD Ryzen 7 5700X
- Grafikkarte: Nvidia RTX 4080 oder AMD RX 7900 XTX
- Grafikspeicher: 12 GByte
- Arbeitsspeicher: 16 GByte
- Speicherplatz: 70 GByte (SSD erforderlich)
- Betriebssystem: Windows 10/11 64 Bit
Bevor wir mit den Benchmarks loslegen, eine Info vorneweg: Zu Beginn des Spiels fällt die Performance eher schwach aus (mit einer RTX 4090 kommen wir in 4K samt höchster Detailstufe auf rund 38 FPS). Das legt sich aber recht schnell und tritt in der Form auch nach mehrstündigem Spielen nicht mehr auf.
Wir haben daher eine Benchmark-Sequenz ausgesucht, die die Performance des Spiels unserer Meinung nach in etwa widerspiegelt. Die Benchmark-Sequenz ist dennoch vergleichsweise fordernd und stellt daher eher die minimal zu erwartende Bildrate dar.
Langsamer PC: Ryzen 5 2600 und GTX 1070
Voreinstellung »Hoch«
- 1.920x1.080 (avg. FPS)
- 2.560x1.440 (avg. FPS)
- 0,0
- 8,0
- 16,0
- 24,0
- 32,0
- 40,0
Wir beginnen mit dem langsamsten Testsystem auf Basis eines AMD Ryzen 5 2600 und einer Nvidia Geforce GTX 1070. Die Entwickler empfehlen bei Full HD-Auflösung hierfür die Voreinstellung Niedrig
.
Fest ausgewählt ist zudem TSR (Temporal Super Resolution). Dazu kann die Auflösungsskalierung frei gewählt werden.
In der gewählten Benchmark-Sequenz erzielen wir nativ (mit TSR, aber ohne FSR 3, das auch mit Grafikkarten von Nvidia läuft) im Schnitt 24,2 Bilder pro Sekunde.
Obwohl sich das Spiel selbst bei niedrigen Bildraten (bis etwa 40 FPS) noch vergleichsweise flüssig anfühlt, ist das zu wenig, um von einer positiven Spielerfahrung sprechen zu können.
Mit FSR 3 im Modus Qualität
sind es dann immerhin 36,1 FPS. Damit ist Hellblade 2 aber nur grenzwertig spielbar, ein paar FPS mehr dürften es sein.
Der Unterschied ist relativ groß und Hellblade 2 sieht in Full HD auf »Niedrig« samt FSR im Modus »Ultra-Leistung« nicht mehr gut aus.
Zum Glück gibt es mehrere FSR-Modi. Maximal möglich sind 51,9 FPS im Modus Ultra-Leistung
. Dann sieht Hellblade 2 aber nicht mehr wirklich hübsch aus, wie ihr am Bildslider oben erkennen könnt. Hier bieten sich eher die Modi Ausgeglichen
oder Leistung
an.
Erfreulicherweise bleiben die FPS in Kämpfen auf einem gleichbleibenden Niveau, wohingegen sie in manchen Zwischensequenzen einbrechen.
Unter Verwendung von FSR (selbst in 4K und im Modus Qualität
) fällt uns jedoch ein leichtes Flackern auf. Das gilt insbesondere, wenn wir uns umsehen oder uns bewegen. Die Implementierung von FSR ist zwar kein Totalausfall, liegt aber deutlich hinter DLSS zurück.
Eine bessere Figur gibt TSR ab. Bei einer Auflösungsskalierung von 67 Prozent erzielen wir vergleichbare FPS-Werte wie mit FSR, allerdings mit deutlich weniger Flackern. An DLSS reicht TSR aber nicht heran.
Mittlerer PC: Ryzen 5 3600X und RX 6800 XT
Voreinstellung »Hoch«
- 1.920x1.080 (avg. FPS)
- 2.560x1.440 (avg. FPS)
- 3.840x2.160 (avg. FPS)
- 0,0
- 20,0
- 40,0
- 60,0
- 80,0
- 100,0
Unser mittleres Testsystem mit einem Ryzen 5 3600X und einer AMD Radeon RX 6800 XT ist nicht ganz neu. Die Entwickler empfehlen für die Grafikkarte eine Auflösung von 1440p (WQHD) samt hohem Detailgrad.
Wir erzielen hier nativ (ohne Upscaler) 42,4 FPS. Schalten wir AMDs Skalierer FSR im Modus Qualität
hinzu, sind es 62,9 Bilder pro Sekunde.
Auch 4K ist mit der RX 6800 XT möglich. Die Kombination aus der Voreinstellung Mittel
und FSR im Modus Qualität
kommt in der von uns gewählten Benchmark-Sequenz auf gut spielbare 53,2 FPS.
AMDs Frame Generation-Technik Fluid Motion Frames wird leider nicht nativ unterstützt.
High-End-PC: Intel Core i9 13900K und RTX 4090
Voreinstellung »Hoch«
- 1.920x1.080 (avg. FPS)
- 2.560x1.440 (avg. FPS)
- 3.840x2.160 (avg. FPS)
- 0,0
- 38,0
- 76,0
- 114,0
- 152,0
- 190,0
Zum Schluss sehen wir uns noch an, welche Performance mit einem aktuellen High-End-Rechner samt Intel Core i9 13900K und der aktuell schnellsten Gaming-Grafikkarte der Welt möglich ist.
In 4K-Auflösung samt höchstem Detailgrad schafft die Nvidia Geforce RTX 4090 50,6 FPS. Das ist gut spielbar, allerdings sind noch deutlich mehr Bilder pro Sekunde drin:
Mit DLSS im Modus Qualität
kommen wir auf 77,2 FPS. Schalten wir außerdem die Zwischenbildberechnung Frame Generation hinzu, sind es sogar 119,4 FPS.
Dabei können wir mit Blick auf die Bildqualität keinen Unterschied zwischen nativer Auflösung, DLSS im Modus Qualität
und DLSS im Modus Qualität
plus Frame Generation feststellen.
Die Zwischenbildberechnung ist allerdings nur Grafikkarten aus der RTX-40-Reihe vorbehalten.
Fazit der Redaktion
Alexander Köpf
@NebulaMutara
Senua’s Saga: Hellblade 2 kann die Systemanforderungen insgesamt gut, aber nicht immer erfüllen. So komme ich in der von mir gewählten Benchmark-Sequenz mit einer GTX 1070 auf niedrigem Detailgrad samt FSR 3 im Modus Qualität
auf 36,1 Bilder pro Sekunde.
Das ist meiner Meinung nach nicht mehr als gut spielbar zu bezeichnen. Hier vernehme ich ein spürbares Ruckeln, das sich erst ab etwa 40 FPS legt.
Die gewählte Benchmark-Szene ist allerdings vergleichsweise fordernd, sodass in vielen Gebieten etwas mehr FPS zu erwarten sind.
In Kämpfen brechen die FPS zudem nicht ein, sie verharren auf einem konstanten Niveau. In Zwischensequenzen kommt es jedoch gelegentlich zu Framedrops.
FSR gibt in Hellblade 2 keine besonders gute Figur ab. Es kommt zu einem deutlichen Flackern, selbst in 4K und dem Modus Qualität
. DLSS hingegen liefert gute Ergebnisse, die nicht von der nativen Auflösung (TSR bei 100 Prozent) zu unterscheiden sind.
Alternativ bietet das Spiel TSR (Temporal Super Resolution), das zwar etwas besser abschneidet als FSR, aber auch nicht an DLSS heranreichen kann.
Mit einem mittleren Testsystem auf Basis einer Radeon RX 6800 XT kann ich entgegen der Systemanforderungen, die nur WQHD-Auflösung vorsehen, sogar in 4K spielen – bei mittlerem Detailgrad und aktiviertem FSR 3 im Modus Qualität
oder TSR samt einer Auflösungsskalierung von 67 Prozent.
In den vollen Genuss von Hellblade 2 komme ich mit der RTX 4090. Das Spiel fordert Nvidias Flaggschiff in 4K samt höchstem Detailgrad nativ (ohne DLSS und Frame Generation) zwar durchaus, allerdings lassen sich hier DLSS und Frame Generation zuschalten, die die Performance mehr als verdoppeln bei gleichzeitig keinen offensichtlichen Einbußen bei der Bildqualität.
Das gilt für alle Grafikkarten aus der RTX-40-Reihe. Selbst leistungsschwächere Modelle wie die RTX 4060 dürften dank der beiden Technologien gute Performance bieten.
Schade ist indes, dass die Entwickler nicht auch AMDs Frame Generation (Fluid Motion Frames) in das Spiel implementiert haben.

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