Große Speicherkrise: Kehrt der größte Name bei SSDs dem Geschäft jetzt den Rücken? Samsung äußert sich und dementiert die Gerüchte

Die Gerüchte über Samsungs geplanten Rückzug aus dem Konsumenten-SSD-Markt werden durch den Hersteller deutlich dementiert.

Samsung bleibt dem SSD-Endkundenmarkt noch eine ganze Weile erhalten – trotz Speicherkrise. (Bildquelle: Samsung) Samsung bleibt dem SSD-Endkundenmarkt noch eine ganze Weile erhalten – trotz Speicherkrise. (Bildquelle: Samsung)

Samsung dementiert deutlich die in dieser Woche verbreiteten Gerüchte über einen geplanten Rückzug aus dem Endkunden-SSD-Markt. »Das Gerücht, dass Samsung aus dem SATA- oder anderen SSD-Geschäft aussteigt, ist falsch«, erklärte ein Sprecher des südkoreanischen Unternehmens gegenüber wccftech.

Die Spekulationen waren durch den bekannten Hardware-Leaker »Moore's Law Is Dead« ausgelöst worden, der am vergangenen Wochenende behauptet hatte, Samsung könne bereits im Januar ankündigen, die Produktion von SATA-SSDs in den kommenden Jahren einzustellen. Der Leaker berief sich dabei auf mehrere unabhängige Quellen aus Distribution und Einzelhandel.

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Der Hintergrund der Gerüchte

Das Gerücht ordnete sich in einen breiteren Trend ein: Die Speicherindustrie verlagert derzeit massiv Kapazitäten vom Konsumentenmarkt zur KI-Infrastruktur. High-Bandwidth-Memory (HBM) für Rechenzentren und KI-Chips stellt für Hersteller wie Samsung eine deutlich lukrativere Geschäftslinie dar als Verbraucherlaufwerke.

Diese Änderung hat für uns eine mehr als nur spürbare Auswirkung: Arbeitsspeicher ist signifikant teurer geworden, Grafikkarten sollen es werden und auch klassische Magnet-Festplatten zeigen bereits Anzeichen einer baldigen Preiserhöhung.

Anfang Dezember hatte mit Micron Technology der erste größere NAND-Hersteller angekündigt, sein Crucial-Geschäft mit Endkunden-Speicherprodukten zu beenden und sich ausschließlich auf die KI-Industrie zu konzentrieren.

Neben den bereits erwähnten Micron und Samsung hat der Speichermarkt einen dritten großen Mitspieler auf dem Markt: Sk Hynix ist ein weiterer südkoreanischer Chiphersteller, dessen Produkte primär in Arbeitsspeicher zu finden sind.

In einer internen Analyse, die über den Leaker Bullslab auf X verbreitet wurde, spricht das Unternehmen von einem langen Zeitraum, auf den wir uns im Kontext gestiegener Speicherpreise einstellen müssen.

  • Konkret soll das Angebot an Endkunden-RAM noch bis einschließlich 2028 begrenzt sein, während die vorhandenen Bestände auf ein Minimalniveau abgebaut werden.
  • Nach diesem Kalenderjahr soll indes ein Übergang auf neue Technologien stattfinden, der auch eine Erweiterung neuer Fabrikkapazitäten beinhaltet.
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