Speicherhersteller Micron stellt die für Arbeitsspeicher und SSD-Festplatten bekannte Marke Crucial ein und zieht sich somit vollständig aus dem Endkundenmarkt zurück.
Wie das Unternehmen in einer Mitteilung verlauten lässt, will man sich stattdessen auf Unternehmenskunden in den »wachstumsstärkeren« Bereichen fokussieren – genauer gesagt, dem KI-Bereich. Ab Februar 2026 soll das Ende der 29 Jahre dauernden Crucial-Ära endgültig erfolgen.
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KI-Nachfrage als direkter Auslöser
In der zugehörigen Pressemitteilung wird Sumit Sadana – seines Zeichens Chief Business Officer bei Micron – wie folgt zitiert:
Das KI-getriebene Wachstum in Rechenzentren hat zu einer stark steigenden Nachfrage nach Arbeitsspeicher und Speicherlösungen geführt. Micron hat die schwierige Entscheidung getroffen, sich aus dem Crucial-Endkunden-Geschäft zurückzuziehen, um die Versorgung und Unterstützung unserer größeren, strategischen Kunden in schnell wachsenden Segmenten zu verbessern. [...]
Wir möchten uns bei unseren Millionen von Kunden, Hunderten von Partnern und allen Micron-Mitarbeitern bedanken, die die Crucial-Reise in den vergangenen 29 Jahren unterstützt haben.
Damit tritt erstmals offiziell ein, was die PC-Community infolge der Speicherkrise befürchtet hatte: Ein erster bekannter Hersteller fällt der Verlockung nach hohen KI-Gewinnen zum Opfer, was zulasten der Endkunden geht.
Das Ende der Crucial-Marke betrifft explizit auch den Verkauf bei (stationären) Einzelhändlern, Online-Händler sowie Distributoren weltweit. Die Auslieferung solcher Produkte soll bis zum Ende des zweiten Quartals des noch laufenden Geschäftsjahres – also bis Ende Februar 2026 – fortgeführt werden.
Immerhin verspricht Micron, dass man »während dieses Übergangs eng mit Partnern und Kunden zusammenarbeiten und weiterhin Garantie- und Supportdienste für Crucial-Produkte anbieten« wird.
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