Mann entdeckt, dass die Kaffeemaschine seiner Eltern in 10 Tagen 1 TB Daten versendet hat – und niemand weiß so richtig, was da los war

Eine smarte Kaffeemaschine soll in zehn Tagen 1 TByte Datenverkehr erzeugt haben – aber was hat sie da gesendet?

Eine Kaffeemaschine soll in zehn Tagen 1 TByte Datenverkehr erzeugt haben – was genau gesendet wurde, ist offen. (© Keurig) Eine Kaffeemaschine soll in zehn Tagen 1 TByte Datenverkehr erzeugt haben – was genau gesendet wurde, ist offen. (© Keurig)

Smarte Haushaltsgeräte hängen längst im WLAN, doch viele Nutzer schauen nie nach, was sie dort eigentlich treiben. Auf der X-Plattform hat »NomadsGalaxy« das überraschende Ergebnis einer solchen Untersuchung veröffentlicht: Die smarte Kaffeemaschine der Familie habe binnen zehn Tagen 1 TByte an Datenverkehr erzeugt.

Umgerechnet sind etwa 9,3 Mbit/s rund um die Uhr. Für eine Kaffeemaschine dürfte das ein Vielfaches dessen sein, was Statusmeldungen, App-Befehle oder ein Firmware-Update jemals erfordern.

Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle findest du einen externen Inhalt von Twitter, der den Artikel ergänzt.
Du kannst ihn dir mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.

Ich bin damit einverstanden, dass mir Inhalte von Twitter angezeigt werden.

Personenbezogene Daten können an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Link zum Twitter-Inhalt

In weiteren Antworten erklärt Nomad zudem, dass der Access Point hierdurch überlastet wurde, der Großteil des Verkehrs das Heimnetz aber gar nicht verlassen habe. Nach einem Neustart und dem Umzug in ein eigenes Netzsegment (VLAN) sei das Problem nicht wiedergekehrt; er vermutet einen Fehler in der Netzwerksoftware der Keurig »K-Supreme SMART«.

Was die Maschine im Detail gesendet hat, ist offen – dafür haben sich auf Reddit eine ganze Reihe an Erklärungsversuchen angesammelt.

Video starten 4:30 Diese Roboterhand kann Kaffee für dich kochen – hier siehst du sie in Aktion auf der IFA 2026

Was hat die Kaffeemaschine da gesendet?

Im Technology-Subreddit wird zu diesem Fall wild spekuliert. Der Verdacht, dass der Vermieter über die »smarte« Kaffeemaschine Bitcoin schürfen könnte, dürfte sich aber schnell erledigen.

  • Eines der GAUs wäre ein Botnetz (also ein Verbund an ferngesteuerten, gekaperten Geräten). Dagegen spricht allerdings, dass böswillige Software nach dem Neustart zurückgekehrt wäre, sobald das Gerät wieder einen Weg ins Internet gefunden hätte. Bei einer späteren Prüfung habe Nomads Software jedoch keinen tatsächlichen Upload von einem Terabyte ins Internet gemeldet.
  • Wahrscheinlicher ist also ein wesentlich unspektakulärerer Bug: Dem X-Nutzer »TheNewRedneck«, der eine Dauerschleife aus wiederholten Sendeversuchen vermutete, pflichtete Nomad mit »fast 100-prozentiger Sicherheit« bei.
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle findest du einen externen Inhalt von Reddit, der den Artikel ergänzt.
Du kannst ihn dir mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.

Ich bin damit einverstanden, dass mir Inhalte von Reddit angezeigt werden.

Personenbezogene Daten können an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Link zum Reddit-Inhalt

Denkbar wäre also eine fehlerhafte Firmware in einer Endlosschleife – oder ein sogenannter »Broadcast-Sturm«: Pakete gehen dabei an alle Geräte im Netz und müssen von jedem verarbeitet werden.

Nomad hält es indes für möglich, dass weitere Keurig-Maschinen von diesem Bug betroffen sein könnten, eine offizielle Stellungnahme steht allerdings aus.

Das eigene Heimnetz prüfen: Zwei Handgriffe gegen Datenfresser

Ohne weitere Access Points hätte die Maschine Nomads Heimnetz (zumindest laut ihm) lahmlegen können. An dieser Stelle gibt es – neben den Tipps von Router-Hersteller Fritz – zwei Möglichkeiten, wie ihr ein solches Szenario bei euren Geräten erkennt und eindämmt.

  • Viele Router und Access Points können den Datenverbrauch pro Gerät anzeigen; ein Smart-Home-Gerät mit dauerhaft hoher Last gehört entsprechend unter die Lupe.
  • Smart-Home-Geräte lassen sich zudem grundsätzlich in ein Gastnetz oder ein eigenes VLAN auslagern, damit ein solcher Ausreißer nicht das ganze WLAN ausbremst.

Welche Theorie überzeugt euch, und welche Erfahrungen habt ihr mit auffälligen Smart-Geräten im WLAN gemacht? Schreibt es uns in die Kommentare.


Kommentare(0)
Kommentar-Regeln von GameStar
Bitte lies unsere Kommentar-Regeln, bevor Du einen Kommentar verfasst.

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.