Ich bin ein Vielschwitzer, besonders nachts und vor allem im Sommer, gerade vergeht praktisch kein Tag, in dem ich nicht in meiner eigenen, stinkenden Suppe aufwache. Sehr zum Leidwesen meiner Partnerin, wer kuschelt sich abends denn schon gerne an einen vollkommen durchnässten Körper? Wirklich erholsam ist diese Art von Schlaf natürlich auch nicht, zumal es bei Hitze generell schwerer ist, einzuschlafen.
In diesem Artikel möchte ich daher einen Blick darauf werfen, was ich, und meine Leidensgenossen mit demselben Problem tun könnten, um das Bett auf eine angenehme Schlaftemperatur zu bringen, ohne dabei die ganze Nacht eine Klimaanlage oder etwas Ähnliches laufen zu lassen.
So haltet ihr eurer Bett auch 40 Grad noch kühlEine Klimaanlage speziell fürs Bett
Eine herkömmliche Klimaanlage kann zwar die Umgebung abkühlen, aber nicht das Bett an sich, dafür gibt es spezielle Matratzenauflagen, wie die Hydro Snooze. Dabei ist der Name Programm: Eine Pumpe erzeugt einen Wasserkreislauf innerhalb der Auflage und kühlt das Bett so effektiv ab. Die Temperatur des Wassers könnt ihr dabei selbst zwischen 15 und 55 Grad einstellen. Die Hydro Snooze ist also auch im Winter einsetzbar, wenn zu kalt in der Wohnung ist und einem die Wärmflasche im Bett nicht mehr ausreicht.
Klar, ganz ohne Strom kommt auch dieses Gerät nicht aus, aber im Vergleich zu einer Klimaanlage ist Hydro Snooze deutlich energiesparender und braucht statt umweltschädlichem Kühlmittel auch einfach nur Wasser. Durch ein wenig Rumprobieren findet ihr so eure ideale Schlaftemperatur, bei der ihr selig dahin schlummern könnt. Auch in einem Doppelbett ist das Gerät einsetzbar: Da die Auflage zwei voneinander unabhängige Wasserkreisläufe hat, könnt ihr für euch und euren Partner jeweils eine andere Temperatur einstellen. Streitigkeiten über die Dicke der Bettdecke gehören also endgültig der Vergangenheit an.
Damit sind schlaflose Nächte VergangenheitDie kostengünstigere Alternative: PCM-Fasern
Wer sich im Bett abkühlen möchte, aber dafür nicht gleich so eine Investition machen möchte, für den bieten sich Matratzenüberzüge mit PCM-Fasern an. PCM steht für Phase Changing Material. Dieses Material nimmt bei einem Wechsel seines Aggregatzustands Wärme aus der Umgebung auf und kann sie auch wieder abgeben.
Heißt für euch im Klartext: Wenn ihr euch auf den Matratzenschoner aus PCM-Fasern legt, schmelzen diese und entziehen dabei der Umgebung, also dem Bett, Wärme. Es fühlt sich kühler an, als hätte der Stoff eine Art Eis-Effekt. Die gespeicherte Wärme wird wieder abgegeben, sobald die Fasern wieder fest werden, also wenn es kühler wird. Solche Überzüge sind aber nicht als Wärmedecken im Winter geeignet, da die Fasern auch im Winter schmelzen werden, wenn ihr mit eurer Körpertemperatur darauf liegt.
Ein weiterer Vorteil solcher Überzüge: Sie weisen auch Feuchtigkeit gut ab und verhindern so übermäßige Schweißbildung, damit das Bettzeug nicht jeden Morgen stinkt, als hätte es die letzten 24 Stunden durchgängig in einem schlecht belüfteten Fitnessstudio verbracht.
Schnappt euch eine Matratzenauflage mit KühleffektEgal, ob Hightech-Wasserpumpe oder kühlender Faser-Stoff: Wenn ihr im Sommer nachts kein Auge zubekommt, dann sollte ihr eine der beiden Optionen vielleicht für euch in Betracht ziehen, damit ihr die nächsten Monate nicht als wandelnde Leichen verbringen müsst.
