Sony hat das im Januar angekündigte Joint-Venture mit dem chinesischen Elektronikhersteller TCL nun offiziell bestätigt. Der japanische Konzern zieht sich damit faktisch aus dem operativen TV-Geschäft zurück – auch wenn Sony formell als Minderheitseigner beteiligt bleibt.
TCL übernimmt 51 Prozent der neu zu formenden gemeinsamen Gesellschaft, Sony hält die verbleibenden 49 Prozent. Das Abkommen ist auf einen Kaufpreis von rund 102,8 Milliarden japanischen Yen taxiert, was zum aktuellen Kurs rund 558 Millionen Euro entspricht.
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Sony Bravia und TCL: Was das Joint-Venture konkret umfasst
Das Joint-Venture geht dabei weit über das reine TV-Geschäft hinaus.
Neben den TV-Geräten der Marke Bravia umfasst das Abkommen nämlich auch Sonys Produktlinien im Bereich der Audioprodukte und Heimkinosysteme, der klassischen PC-Displays sowie Projektoren, wie das Unternehmen in der zugehörigen Pressemitteilung erklärt.
- TCL übernimmt dabei die komplette Fertigung der technischen Komponenten – inklusive Displays und LED-Hintergrundbeleuchtung. Zusätzlich geht Sonys in Malaysia ansässige Fertigungstochter Sony EMCS vollständig in den Besitz von TCL über.
- Sony weist zugleich darauf hin, dass noch offen ist, ob TCL auch eine chinesische Sony-Tochterfirma für Home-Entertainment-Produkte übernimmt; entsprechende Verhandlungen laufen laut Konzern weiterhin.
Der ursprüngliche Paukenschlag: TCL will Sonys TV-Sparte übernehmen
Betriebsstart für April 2027 geplant
Bis das neue Unternehmen den regulären Betrieb aufnimmt, ist noch Zeit. Wie Sony in der Mitteilung weiter ausführt, ist der operative Start des neuen Unternehmens für April 2027 vorgesehen. Voraussetzung ist die Zustimmung der zuständigen Wettbewerbs- und Regulierungsbehörden in den relevanten Märkten.
Im Alltag dürfte ihr die Veränderung aber zumindest zunächst ohnehin kaum spüren: Die Markennamen wie »Bravia« sollen ebenso bestehen bleiben wie die eigentlichen Produktlinien und zugehörigen Vertriebswege.
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