Mit dem LYT-901 hat Sony vor wenigen Tagen einen neuen Kamerasensor für Handys auf den Markt gebracht. Es ist das erste Modell mit 200 Megapixeln des japanischen Herstellers. Der Sensor soll ab 2026 in verschiedenen Flaggschiff-Modellen zum Einsatz kommen.
Sony baut ersten eigenen 200-MP-Sensor für Handys
Der LYT-901 tritt direkt gegen die Spitzenmodelle von Samsung an, die ebenfalls 200 Megapixel bieten. Der Sensor ist vergleichsweise groß (1/1.12″) und soll zusammen mit der Pixelgröße von 0.7μm eine höhere Bildqualität bei schlechten Lichtverhältnissen bieten.
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Die hohe Datenmenge soll mithilfe einer Quad-Quad-Bayer-Anordnung, bei der 16 benachbarte Pixel gleicher Farbe gruppiert werden, und KI-gestütztem Remosaicing direkt auf dem Chip verarbeitet werden. Das Ergebnis sollen dann sehr detailreiche, rauscharme und zugleich kontrastreiche Bilder bei allen Lichtverhältnissen sein.
Um eine hohe Helligkeitsspanne bieten zu können, kombiniert Sony Dual Conversion Gain HDR mit Hybrid Frame HDR. Der Sensor soll so einen Dynamikumfang von 100+ dB oder etwa 17 Blendenstufen erreichen, womit er viele andere Handy-Sensoren deutlich übertreffen würde.
Die hohe Auflösung ermöglicht zudem einen starken Zoom. Das Bild kann so nahezu verlustfrei vierfach vergrößert werden, auch bei schwachem Licht. Davon profitierten auch Videos, die ebenfalls mit vierfachem Zoom in 4K und 30 Bildern pro Sekunde aufgenommen werden können.
Gerade die Video-Möglichkeiten könnten den neuen Sensor von der Konkurrenz abheben und möglicherweise sogar davon absetzen.
Die ersten Modelle, die mit dem LYT-901 ausgestattet sind, sollen 2026 auf den Markt kommen. Im März wird etwa das Oppo Find X9 Ultra erwartet und kurz darauf dann das Vivo X300 Ultra. Spätestens dann wird sich herausstellen, ob der neue Sony-Sensor mit der Konkurrenz mithalten kann.
Ob Sony den Sensor selbst bei seinen Xperia-Smartphones verwendet, ist noch unklar. Oft lässt sich das japanische Unternehmen für die eigenen Geräte Besonderheiten einfallen, die es dann eben nur dort gibt. Auch hier dürfte das kommende Jahr Aufschluss geben.
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