Allein ein Bauteil der PS6 soll mehr kosten als eine aktuelle PlayStation

Laut Insidern könnten allein die Speicherkomponenten der PS6 über 680 Dollar kosten.

Verhilft die Speicherkrise der PlayStation 5 zu einem zweiten Frühling? (Bildquelle: Sony) Verhilft die Speicherkrise der PlayStation 5 zu einem zweiten Frühling? (Bildquelle: Sony)

Schon wieder schlechte Nachrichten für alle, die noch Hoffnung auf günstige Next-Gen-Konsolen haben: Laut dem bekannten Hardware-Insider KeplerL2 könnten bei der PlayStation 6 momentan allein die Kosten für Arbeitsspeicher und SSD-Speicher die Summe von über 680 US-Dollar verschlingen. Das schreibt er im NeoGaf-Forum.

Sollte die Prognose eintreffen, dürfte Sonys nächste Konsole bereits beim Launch die 1.000-Dollar-Marke überflügeln.

Hauptgrund für den Preis ist, wieder einmal, der andauernde KI-Boom, der die Anschaffungskosten von Speichermodulen und anderer Hardware in allen Bereichen nach oben katapultiert hat.

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Über 680 Dollar für den Speicher

Laut dem bekannten AMD-Hardware-Insider KeplerL2, werden allein die Kosten für den Arbeitsspeicher und den NAND-Flash-Speicher der PlayStation 6 »über 680 US-Dollar« pro Konsole betragen.

KeplerL2, der in der Vergangenheit bereits zuverlässige Informationen zu AMD-Hardware geliefert hat, gibt im NeoGaf-Forum auch an, dass diese Komponenten zu dem Zeitpunkt, als Sony das Design der Konsole fertigstellte, noch wesentlich günstiger waren.

Beim Start der Designphase der nächsten PlayStation-Konsole soll der Preis für 1 GB GDDR 7-Speicher noch bei 3 Dollar gelegen haben. Im Zuge der Speicherkrise soll der Betrag dann auf 20 bis 30 Dollar angestiegen sein.

Die Speicherkrise als Preistreiber

Verantwortlich für den starken Preisanstieg bei wichtigen Komponenten wie Speicherchips ist vor allem der anhaltende Boom im Bereich der künstlichen Intelligenz. Große Technologie-Firmen und Betreiber von KI-Rechenzentren kaufen derzeit große Mengen an Speicherchips auf, um ihre Serverfarmen auszustatten.

Speicherhersteller wie Micron, SK Hynix und Samsung haben ihre Produktionslinien zunehmend auf margenstarke Produkte für KI-Beschleuniger verlagert. Die Folge ist eine Verknappung bei herkömmlichen Grafik- und Arbeitsspeichern für Endverbraucher, mit entsprechenden Auswirkungen auf die Einkaufspreise für Konsolenhersteller wie Sony und Microsoft.

Konsolen-Subventionen stoßen an ihre Grenzen

In der Vergangenheit folgten Konsolenhersteller häufig dem klassischen Modell, die Hardware zum Verkaufsstart mit leichtem Verlust anzubieten, um schnell eine breite Nutzerbasis aufzubauen. Die Differenz wurde über Spielverkäufe, Abonnements und Zubehör wieder eingespielt.

Doch dieses Modell wackelt: Sollte die reine Fertigung der PS6 tatsächlich an der 1.000-Dollar-Marke kratzen, wäre ein großer Preisnachlass durch Sony wirtschaftlich wohl kaum tragbar. Zudem hat Sony schon bei der PS5 gezeigt, dass Preissteigerungen bei der Produktion an die Käufer durchgereicht werden.

Verschiebung oder Hardware-Kompromisse?

Für Sony und auch Microsoft stellt sich die momentane Situation problematisch dar. Laut Analysten-Meinungen würde ein Preis von 1.000 US-Dollar oder mehr dazu führen, dass die Hersteller Millionen von potenziellen Kunden verlieren würden. Überhaupt ist das Ausmaß der Speicherkrise noch gar nicht bekannt und könnte uns mehr kosten, als wir jetzt glauben.

Als mögliche Option steht eine Verschiebung der Veröffentlichung im Raum. Bereits im August deutete der Sony-CEO an, dass es noch keinen Release-Termin für die PS6 geben würde. Sony könnte den Fokus weiter auf die jetzige Generation setzen, bis die Preise für Hardware deutlich gefallen sind.

Nun ist eure Meinung gefragt. Ab welchem Betrag würdet ihr auf den Kauf einer neuen Konsole verzichten? Schreibt uns dazu gerne unten einen Kommentar.


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