Ich habe seit 2016 unzählige Kopfhörer getestet. Mir ein lautes »Wow« zu entlocken, ist schwer. Die Sony WH-1000XM6 von Sony haben es geschafft.
Mit Fug und Recht kann ich behaupten, keine besseren Bluetooth-Kopfhörer auf dem Kopf gehabt zu haben. Hier stimmt alles, vom Sound über das ANC bis hin zur Haptik. Das Haar in der Suppe musste ich suchen – neben dem Preis.
Transparenzhinweis: Sony hat mir den WH-1000XM6 für den Test kostenfrei zur Verfügung gestellt. Sony hatte keinen Einfluss auf den Artikelinhalt und bekam keine Einsicht vor Erscheinen des Tests. Es bestand keine Verpflichtung zu einem Testbericht.
Sony WH-1000XM6: Optik und Haptik
Die japanische Tech-Schmiede hat es geschafft, mit Schlichtheit zu bestechen. Wie viele andere Over-Ears von Sony sehen auch die WH-1000XM6 simpel aus.
- Kein Schnickschnack
- Keine bunten Applikationen
Wenn man optisch überhaupt etwas anmerken kann, dann das Drehgelenk zwischen Muschel und Kopfteil. Ich finde den optisch harten Bruch mit dem sonst so rundlichen Kopfhörer cool, ich kann aber auch verstehen, wenn man die Lösung hässlich findet.
Neben dem Preis kann ich noch eine Switch 2-Referenz bieten. Haptisch fühlt sich der WH-1000XM6 mit seinem matten Finish haargenau wie der neue Pro Controller an – sehr sexy also.
Erwähnt seien noch die Ohrpolster. Die sind nachgiebig und besitzen eine Art Memory Foam. Sie sind etwas dünn, aber das hat meinem Sitz kein Abbruch getan. Im Gegenteil: Auch wenn es auf dem nachstehenden Bild anders wirkt, haben meine Ohrringe ausnahmsweise mal nicht nach einer gewissen Zeit gedrückt.
In anderen Tests liest man bei den WH-1000XM6 von einem strengen Sitz. Den kann ich nicht bestätigen. Meine Ohrringe haben nicht gestört und durch die stufenlose Größenverstellung kann ich jederzeit nachjustieren, wenn ich möchte.
Obwohl ich Over-Ears für ihren Klang schätze, schwitze ich schnell darunter. Das ist mir hier auch nicht passiert. Hinzu kommt noch, dass die Kopfhörer auch ohne aktiviertes Noise Cancelling sehr gut abschließen.
Insgesamt sitzt der WH-1000XM6 sehr gut auf meinem (großen) Kopf und drückt zu keiner Sekunde. Das mag auch am leichten Gewicht von rund 250 Gramm liegen.
Sony WH-1000XM6: Funktionen
Der Star der Show ist das aktive Noise Cancelling. Während ich ein Gerät teste, mache ich mir Notizen und das Folgende war meine erste Reaktion auf ANC.
»Bockstarkes ANC, holy.«
Mit zwölf verbauten Mikrofonen stellt Sony sicher, dass auch wirklich (fast) jeder Störsound herausgefiltert wird.
- Bei laufender Musik kommt wirklich so gut wie gar nichts durch.
- Ein Grundrauschen ist kaum zu hören, nur wenn man Musik ausgeschaltet hat und sich wirklich darauf konzentriert (also praktisch nie).
- Ganz tiefe Töne filtert das ANC nicht zu 100 Prozent, etwa wenn ein lauter Automotor direkt neben mir brummt – auch das ist im Alltag quasi ignorierbar.
Die 12 Mikrofone erfüllen noch einen anderen Zweck: Der Transparenz-Modus wird dadurch extrem klar.
Folgende Funktionen haben mich ebenfalls begeistert:
- Absetzungserkennung: Die Musik, der Podcast oder das Video stoppt, sobald ihr die WH-1000XM6 absetzt. Im Test funktionierte das mit Spotify am Handy sowie am Rechner und sogar YouTube.
- Gestensteuerung: Ich tue mich damit stets ein wenig schwer, doch hier bin ich wie die Jungfrau zum Kind gekommen. Eher zufällig bin ich auf die Gestensteuerung gestoßen – und habe viele Bewegungen intuitiv herausgefunden. Die großen Ohrmuscheln sind da sehr hilfreich.
- Akkulaufzeit: Sony gibt 30 Stunden mit ANC an; 40 ohne. Ich kam im Test sogar auf rund 50 Stunden und das ist verdammt viel Wegstrecke mit einer Ladung.
Für noch mehr Funktionen und Feinjustierung könnt ihr die Sound Connect-App (Android oder iOS) herunterladen. Da habt ihr nochmal allerhand mehr Möglichkeiten, den Klang anzupassen.
- Klangmodi
- Equalizer
- Adaptive Geräuschsteuerung
- Mit zwei Geräten gleichzeitig verbinden
- Speak-to-Chat








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