Wer auf ein Steam Deck 2 wartet, braucht weiter Geduld – aber vielleicht etwas weniger als bisher. In einem Interview mit IGN hat Valve-Entwickler Pierre-Loup Griffais den bislang konkretesten Zwischenstand zum Nachfolger des beliebten Handhelds gegeben.
Seine Kernbotschaft lässt sich auf einen Satz eindampfen: Man sei näher dran als zuletzt, aber noch nicht am Ziel.
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Das eigentliche Problem heißt Effizienz, nicht Leistung
Griffais' Bedenken richten sich gegen die maximale Leistungsaufnahme aktueller Handheld-Chips. »Die neuen Chips, die jetzt herauskommen, bewegen sich in Leistungsrahmen, die nicht ganz das Segment treffen, das man sich für ein echtes Handheld-Erlebnis wünschen würde«, erklärte er im IGN-Interview.
Sein Einwand: Viele dieser Prozessoren seien eigentlich Low-End-Laptop-Chips, die für den Handheld-Formfaktor umfunktioniert würden. Das führe nicht zu dem Kompromiss aus Leistung und Akkulaufzeit, für den sich Valve entscheiden würde.
Mit anderen Worten: Ein schnellerer Chip allein genügt nicht, wenn er dafür den Akku zu schnell leert oder zu viel Wärme erzeugt. Das Steam Deck setzte beim Start auf einen maßgeschneiderten AMD-Chip – genau diese Abstimmung auf den mobilen Einsatz fehlt Griffais bei den zugekauften Alternativen.
Intels Arc-G3-Chips: Stark, aber nicht für Valves Zwecke
Konkreter Anlass für die Frage sind Intels neue Handheld-Prozessoren. Das Unternehmen stellte jüngst die Arc-G3-Serie vor, die die erste Chip-Familie darstellt, die Intel eigenen Angaben zufolge ausschließlich für Gaming-Handhelds entwickelt hat und auf der Panther-Lake-Architektur basiert.
Je nach Version liegt die konfigurierbare TDP hier zwischen 8 und 35 Watt – und genau das ist der Punkt, den Griffais hier anbringt, denn das Steam Deck im Bereich von etwa 15 Watt.
- Solche Chips zielen demnach auf eine andere Geräteklasse als die Windows-Handhelds wie der Acer Predator Atlas 8 oder MSI Claw 8 EX AI+. Letztgenannter ist jüngst zu einem Preis von 1.650 Euro erschienen, nicht auf das von Valve angepeilte effiziente Segment.
- Die Rechenleistung ist also vorhanden; sie kommt nur mit einem Energiehunger, der Valves Vorstellung von einem »echten Handheld« widerspricht.
Erst Steam Machine, dann Steam Frame – und irgendwann das Steam Deck 2
Eine zeitliche Einschätzung gibt es von Griffais aber nur äußerst vage: »Wir werden in den kommenden Jahren definitiv darüber sprechen, aber gerade konzentrieren wir uns auf die Steam Machine.«
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Das Steam Deck 2 wird damit zur Aufgabe für danach. Griffais hatte gegenüber IGN im April 2026 im Rahmen des Steam-Controller-Launches betont, man könne eine gerade Linie vom ursprünglichen Steam Controller und der Steam Machine über das Steam Deck bis zu allem ziehen, was Valve dieses Jahr ausliefere – und ein Großteil dieser Arbeit fließe als Erkenntnis in das Steam Deck 2 ein. Das Fundament entsteht also bereits, auch wenn das Gerät selbst noch Zukunftsmusik ist.
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