Valve lässt sich Zeit. Während andere Hersteller von PC-Handhelds nach nur einem Jahr einen Nachfolger ihres Produktes herausbringen, hört man von einem Steam-Deck-Nachfolger bisher nichts offizielles.
In einem Interview hat ein Valve-Angestellter jetzt verraten, warum das so ist – und gleichzeitig klargestellt, womit man bei Leistung und Akku eines Steam Deck 2 rechnen dürfe.
Wer spricht da? Bei dem Angestellten handelt es sich um Lawrence Yang. Er ist einer der Designer des Steam Decks bei Valve. In einem Interview mit Reviews.org zum Start des Steam Decks in Australien teilte er auch ein paar Gedanken, die man bei Valve zur nächsten Steam-Deck-Generation hat.
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Kompaktes Gaming auf dem Vormarsch: Was ihr von Steam Deck & Co. im Vergleich zum PC erwarten könnt
Im Detail: In dem Gespräch stellt Yang ganz deutlich klar, dass man das Steam Deck nicht jährlich erneuern wolle. Es gäbe dafür keinen Grund und gleichzeitig wäre es unfair gegenüber Kundinnen und Kunden, wenn man so bald mit etwas an den Markt gehe, das ein bisschen besser als der Vorgänger sei.
Stattdessen habe man bei Valve zwei Ziele, die für ein Steam Deck 2 erfüllt sein müssen:
- Einen
Generationensprung
bei der Leistung. Hier bleibt Yang vage, was sich dahinter verbirgt. Es scheint aber mehr zu sein als nur eine etwas bessere CPU oder aufgebohrter RAM. - Gleichbleibende Akkulaufzeit. Die bessere Leistung soll also nicht mit der Brechstange erkauft werden.
Ähnliches hatte Valve bereits vor rund einem Jahr auf der Tokyo Game Show verlauten lassen.
Neben Lawrence Yang teilte ein weiterer Valve-Designer, Yazan Aldehayyat, seine Gedanken zum Steam Deck und Steam Deck OLED. Auch daraus lässt sich ableiten, was bei einem Nachfolger verbessert werden könnte. So meint Aldehayyat:
Die Akkulaufzeit des Steam Decks ist, so der generelle Konsens, die beste ihrer Art, aber ich hätte sie gerne noch besser gehabt. [...] VRR (Variable Bildwiederholrate, Anm. d. Red.) war das eine, bei dem wir die Technologie bis zum Produktstart nicht mehr fertig bekommen haben, aber es war etwas, das ich sehr gerne dabei gehabt hätte.
Es scheint also gut möglich, dass ein Steam Deck 2 sogar mit mehr statt mit gleichbleibender Akkuleistung erscheint – und darüber hinaus eine variable Bildwiederholrate bietet. Die hatten sich viele bereits zum Start des Steam Deck OLED gewünscht und ist eines der Verkaufsargumente für Konkurrenzprodukte wie das Asus ROG Ally X.
Das denkt Valve über die Steam-Deck-Konkurrenz
Neben dem eigenen Produkt äußern sich die beiden Designer auch zu den vielen Konkurrenten, die in den vergangenen Monaten erschienen sind. Im Interview gibt man sich dabei nicht nur gelassen, sondern sogar begeistert:
Wir möchten euch eure Steam-Spiele spielen lassen, wo ihr gerade seid. Das Steam Deck hat das leichter gemacht, aber das Problem ist noch nicht gelöst. Wir glauben, es gibt da noch viel Raum für Verbesserungen. Zu sehen, dass wir nicht die einzigen sind, die daran arbeiten, ist fantastisch.



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