Mit der Steam Machine hat Valve vor wenigen Wochen unvermittelt neue Hardware vorgestellt, die sich seitdem ein wenig zum Hoffnungsträger der Gaming-Community entwickelt hat. Während viel über den möglichen Preis diskutiert wird – Valve lässt sich hier weiter nicht in die Karten schauen –, ist dem Portal Ars Technica beim Blick auf das Datenblatt etwas anderes aufgefallen.
Die Steam Machine verzichtet beim Anschluss auf den aktuellen HDMI-2.1-Standard, der etwa in Konsolen wie der PlayStation 5 (Pro) oder Xbox Series X zu finden ist. Warum eigentlich?
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Wird die nächste Steam Machine wieder zum Desaster für Valve?
Keine Lizenz vom HDMI-Forum
Der Kern des Problems liegt laut Ars Technica nicht bei Valve oder Chiphersteller AMD, sondern in der Struktur des HDMI-Forums. Dieses Gremium verwaltet die Spezifikationen des Schnittstellen-Standards. Um Zugriff auf die technischen Details von HDMI 2.1 zu erhalten, müssen Hersteller strikte Geheimhaltungsvereinbarungen unterzeichnen.
Diese NDAs stehen jedoch der Open-Source-Natur von Linux entgegen, auf dem das Betriebssystem SteamOS der Steam Machine basiert. Die Treiber für die AMD-Grafikeinheit sind öffentlich einsehbar, was eine Geheimhaltung der Spezifikationen unmöglich macht.
- Ars Technica führt aus, dass AMD bereits in der Vergangenheit versucht habe, eine Lösung mit dem HDMI-Forum zu finden, dieser Vorstoß jedoch abgelehnt worden sei.
- Das Resultat klingt ein wenig absurd: Die Steam Machine könne HDMI 2.1 im Kontext der Hardware beherrschen, darf die Funktionen aber softwareseitig wohl nicht ansteuern. Valve arbeitet zwar an einer Lösung mit dem HDMI-Forum, die aber wohl nicht bereits zum Release der Steam Machine bereitstehen wird.
Was das für euch am TV bedeutet
Ohne vollwertigen HDMI-2.1-Support wird die Bildausgabe vermutlich auf den älteren Standard HDMI 2.0b begrenzt. In der Praxis hieße das: 4K-Gaming wäre offiziell auf maximal 60 Bilder pro Sekunde limitiert.
Die Valve-Entwickler haben sich hierfür einen Trick einfallen lassen: Indem die Farbunterabtastung reduziert wird, könne die Steam Machine die Größe der übertragenen Displaydaten gerade so auf ein Maß reduzieren, dass auch die kleinere Datenrate von HDMI 2.0b für 4K bei 120 Fps ausreicht.
- Für diejenigen unter euch, die die »vollen« Displayfeature genießen wollen, gibt es zudem den Umweg über den DisplayPort-1.4-Anschluss, der nativ mit 4K bei bis zu 240 Hertz umgehen und bei Bedarf die höherwertige Farbunterabtastung dazuschalten kann.
- Falls ihr eure Steam Machine an einen Fernseher ohne DP-Anschluss knüpfen wollt, gibt es zudem DisplayPort-to-HDMI-Adapter.
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