Abkehr von Windows: Spieler teilen ihre Erfahrungen mit SteamOS auf Gaming-PCs – viele wollen nicht zurück

Was passiert, wenn Spieler Windows gegen SteamOS tauschen? Reddit urteilt: vieles ist besser, doch ein Problem dominiert.

Von Windows auf SteamOS – diesen Schritt wagen aktuell viele PC-Spieler. (© Microsoft, Valve, Adobe Firefly) Von Windows auf SteamOS – diesen Schritt wagen aktuell viele PC-Spieler. (© Microsoft, Valve, Adobe Firefly)

Rund eine Woche nach der Enthüllung der finalen Details rund um die Steam Machine macht sich die PC-Community – abseits der Kritik am Preis – an einem anderen Aspekt des Valve-Würfels zu schaffen.

Denn während nicht unbedingt jeder das Gerät haben möchte, hat Valve das zugrundeliegende SteamOS für alle Nutzer freigegeben. Im Steam-Subreddit diskutieren nun Linux-Anfänger und -Experten über Vor- und Nachteile des Wechsels.

Video starten 54:03 1.039 für WAS?! Die Steam Machine ist Valves teuerster Fehler

Warum SteamOS und Nvidia kein einfaches Treiberproblem sind

Im Reddit-Thread zeichnet sich ein klares Bild ab: Die meisten, die gewechselt haben, wollen nicht zurück. Das größte Problem ist nicht das System selbst – sondern die Grafikkarte, die man mitbringt, denn »SteamOS funktioniert nicht mit Nvidia-Karten.«

  • Den Nutzern zufolge liegt die fehlende Kompatibilität nicht am Nvidia-Treiber als solchem, sondern an Gamescope, also der Compositor, den SteamOS und die HTPC-Variante von Bazzite im Gaming-Modus verwenden – und das müsse »Valve selbst fixen.«
  • Kleine Randnotiz: Wer eine Nvidia-GPU besitzt und trotzdem auf Linux setzen will, hat immerhin Optionen. Manche Nutzer empfehlen, Bazzite im Desktop-Modus zu starten und Steam Big Picture als reguläre Anwendung zu öffnen – Gamescope wird dabei umgangen, und viele der Probleme entfallen.

Apropos Bazzite: Mehrere Nutzer berichten begeistert von ihrem »SteamOS«-Erlebnis, beschreiben dabei jedoch tatsächlich die verwandte, aber eigenständige Distribution.

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AMD-Hardware, kein Gefummel: Was Zufriedene berichten

Wer mit AMD-Hardware wechselt, klingt indes durchgängig zufrieden. »Interesting-Rip-7599« hat einen AMD-basierten PC als Steam-Machine-Ersatz aufgesetzt, bei dem »alles einfach funktioniert.«

  • Weitere Kommentare melden, dass das Mikroruckeln, das auf Bazzite gelegentlich auftrat, auf SteamOS verschwunden sei.
  • Ein weiterer Kommentar zeigt sich hingegen nicht von der Spieleleistung, sondern vom Wake-up-Verhalten begeistert: Unter Windows brauchte der Start des ROG Ally aus dem Standby heraus in guten Fällen 40 bis 50 Sekunden – auf SteamOS seien es nur rund zehn Sekunden.

Zur ursprünglichen Fps-Frage ist die Community weniger eindeutig als beim Nvidia-Thema. »VolleyVoldemort« verweist auf ein Video des YouTubers Dave2d, das Windows gegen SteamOS auf dem Lenovo Legion Go benchmarkt und deutliche Fps-Vorteile sowie bessere Akkulaufzeit für SteamOS zeigt.

Allerdings habe es auch Leute gegeben, die keinen Unterschied messen – die tatsächliche Differenz sei schlicht spielabhängig.


Etwas eindeutiger war da ein Test von Ars Technica, der SteamOS durch die Bank einen Vorteil gegenüber Windows zugesteht.


Dual-Monitor und Gaming-Modus: Wo SteamOS für Desktop-Nutzer noch Lücken zeigt

Ein Vorbehalt zieht sich durch die Berichte von Desktop-PC-Nutzern: Der Gaming-Modus unter SteamOS sei auf Handhelds ausgelegt. Am eigenen Desktop mit zwei Bildschirmen werde der zweite Monitor im Gaming-Modus schlicht schwarz – wer nebenbei YouTube schauen oder Musik hören wolle, habe schlicht Pech.

Für Handheld-Nutzer und AMD-Desktop-Spieler fällt das Community-Urteil trotzdem klar aus: Die meisten, die den Schritt gewagt haben, wollen nicht zurück. Für Nvidia-Besitzer und Multi-Monitor-Setups gilt das noch nicht uneingeschränkt – die Frage ist, ob und wann auch diese Hürde fällt.


Kommentare(2)
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