Manchmal frage ich mich, ob in den Teppichetagen der Tech-Hersteller irgendjemand komplett flipper gegangen ist. Vor knapp zwei Jahren kam die dekadente 600-Euro-Tastatur von ASUS, bei der ich mir schon dache, die haben nicht alle Latten am Zaun. Steelseries hat sich dieses Spektakel angeschaut und schmeißen mit dem Arctis Nova Elite ein Gaming-Headset in den Ring, das preislich sogar noch einen draufsetzt und 650 Euro kostet. Dass im Netz gerade eine Welle der Empörung umhergeht und das Modell in der Kritik steht, wundert mich nicht. Doch ich habe mir das Headset jetzt seit ein paar Wochen aufgesetzt und ich glaube ich habe jetzt ein dickes Problem, denn ich liebe es zu sehr!
Hier bekommt ihr das Flaggschiff-Headset von Steelseries!Fast wie ein Wallhack für die Ohren
Ich hatte davor kein schlechtes Headset, doch als ich das erste mal den Sound des Arctis Nova Elite gehört habe, war ich komplett baff. Dass die verbauten High-Fidelity-Treiber abliefern, erwartet man bei dem Preis, aber dass sie so gut sind...Gänsehaut.
Was ihr am PC mit der hauseigenen Sonar
-Software anstellen könnt, ist wirklich super beeindruckend. Ihr könnt gezielt einzelne Frequenzenisolieren und hochschrauben. Wenn ihr Shooter wie Call of Duty oder CS2 zockt, könnt ihr auf die vorgefertigten Presets zurückgreifen und hört jedes noch so kleine Detail vom Spiel, ohne dass ihr komplizierte Einstellungen manuell vornehmen müsst (für jedes Spiel gibt es eigene Presets). Ich bin ein großer Apex Legends Fan und das Spiel ist nicht wirklich für gute Audio bekannt, doch mit dem Steelseries-Headset erlebe ich in dem Spiel meinen zweiten Frühling. Wirklich jedes noch so winzige Detail (inklusive die Schritte der Gegner) höre ich super präzise und deutlich!
Das beste Noise-Cancelling und ein Mikrofon der obersten Klasse
Damit ihr auch das ganze Sound-Erlebnis habt, bietet das Arctis Nova Elite, das wahrscheinlich beste Active-Noise-Cancelling auf dem Markt. Ich glaube daazu ist mehr nicht zu sagen. Für den Voice-Chat zieht Steelseries eines der beeindruckensten Mikrofone heran. Erst letztens wurde ich im Discord gefragt, welches Mikrofon ich nutze, weil es sich so satt anhört. Für die Geräuschunterdrückung ist eine KI zuständig und die macht es ganz solide. Probleme hatte ich bisher damit nicht.
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Das Headset, das nie am Kabel hängt
Das was noch einer der größten Pluspunkte des Arctis Noca Elite ist, ist der Akku. Was mich bei kabellosen Headsets jahrelang am meisten genervt hat, ist nicht die Akkulaufzeit an sich, sondern dass man danach wie ein angeketteter Hund einen halben Meter vor dem Monitor kleben muss, wenn die Batterie sich dem Ende neigt.
Genau dieses Problem habt ihr bei diesem Steelseries-Headset nicht. Ihr kriegt von Haus aus zwei Akkus. Einer steckt im Headset, der andere parkt in der Station auf dem Schreibtisch. Wenn der Akku am Ohr zur Neige geht, zieht ihr die Abdeckung (mit einem richtig befriedigenden, magnetischen Klack) ab, leeren Akku raus, geladenen Akku (der die ganze Zeit in der Station geladen hat) reinfummeln und Deckel drauf. Mit dem System braucht ihr nie wieder ein nerviges Ladekabel an euer Headset zu stecken.
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Die Basisstaion mit OLED-Display
Wo wir gerade bei dieser Basisstation auf dem Tisch sind: Das kleine Kästchen ist super praktisch. Das ist eine schicke Box mit OLED-Display. Da stöpselt ihr hinten einfach euren PC und gleichzeitig eure Konsole rein. Wenn ihr jetzt das System wechseln wollt, müsst ihr nicht mehr hinter das TV-Board kriechen und blind Anschlüsse suchen. Ihr drückt ein Knöpfchen an der Station und seid drüben. Vor allem für den Start von GTA 6 ist das super praktisch für mich. Ich zocke sonst immer nur auf dem PC und so kann ich ganz einfach mit einem Headset die Konsole und den Rechner nutzen.
Gleichzeitig habe ich noch mein Smartphone über Bluetooth verbunden. Also nutze ich gerade drei Geräte an einem Headset und die Audio spielt sich gleichzetig ab. Heißt wenn ich in Apex Legends mal wieder zuschauen muss, dann kann ich auf mein Handy zugreifen, Reels anschauen, höre den Ton auf dem Arctis Nova Elite und gleichtig höre ich auch meine mates im Discord und den Ingame Sound vom PC. Das ist eine Quality-of-Life Funktion, die ich ab jetzt nie wieder hergeben möchte. Allgemein kann man bis zu vier Geräten gleichzeitig an dem Headset anschließen.
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Lohnt sich das Headset für den absurden Preis?
Das Arctis Nova Elite ist meiner Meinung nach das beste Gaming-Headset jemals, doch wieso steht es so in der Kritik? Nun, 650 Euro sind schlichtweg jenseits von Gut und Böse. Das ist dekadenter Luxus und für normale Zocker kaum zu rechtfertigen. Zudem gibt es einen Haken beim Komfort: Die Ohrpolster aus veganem Leder sehen zwar ultra schick aus und dichten den Bass richtig gut ab, aber im Hochsommer ist das eine Sauna. Da schwitzt man drunter wie sonst was und hat nach einer Stunde regelrecht nasse Löffel. Da hätten die Entwickler bei der Stange Geld echt noch ein paar atmungsaktive Stoffpolster zum Wechseln in den Karton werfen können. Ihr dürft bei diesem Headset keine Weltneuheit erwarten. Das Arctis Nova Elite hat Funktionen, die andere auch haben, sie machen es nur besser.
Trotz dieser Macken hat mir das Arctis Nova Elite im Grunde jedes andere Headset versaut. Objektiv betrachtet muss man so viel Kohle natürlich nicht rausschmeißen und wirklich für jeden Normalsterblichen reicht jedes andere gute Headset. Aber wer das nötige Kleingeld locker hat und einfach das absolut geilste Gesamtpaket auf dem Markt sucht (nie wieder Ladekabel, perfektes Dual-Audio und ein wirklich unvergleichbarer Sound), der wird den Kauf keine Sekunde bereuen.
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