Die Nintendo Switch 2 hat ein Feature, das bisher noch kein anderer Handheld hat: Unterstützung für microSD Express-Karten. Selbst die jüngsten PC-Handhelds, wie die Asus ROG Xbox Ally X oder der Lenovo Legion Go 2 besitzen dieses Feature nicht.
Sie sind jedoch deutlich teurer als SSDs. So kostet eine microSD Express-Karte von Lexar mehr als 200 Euro. Das hat eine große Diskussion in der Switch 2-Community (via reddit.com) ausgelöst.
Sie haben aber drei wichtige Vorteile gegenüber SSDs.
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Lexar Play Pro Micro-SD Express-Karte für Nintendo Switch 2
Die Speicherkarten sind einfacher
Um den Speicher der Nintendo Switch 2 zu erweitern, müsst ihr eure neue microSD Express-Karte einfach in die Konsole einstecken.
Zwar sind NVMe-SSDs immer noch deutlich schneller als microSD Express-Karten, aber um so eine bei einem PC-Handheld zu tauschen, sind deutlich mehr Schritte notwendig:
- Die Inhalte der internen SSD auf die neue kopieren (SSD klonen)
- Gehäuse des Handhelds öffnen
- Interne SSD herausnehmen und neue einsetzen
- Gehäuse wieder schließen
Hinzu kommt, dass es unter den NVMe-SSDs unterschiedliche Formfaktoren gibt. Vor dem Upgrade muss also überprüft werden, welche Größe die richtige für euer Gerät ist.
Übrigens: Die Lese- und Schreibgeschwindigkeiten von microSD-Express-Karten sind zwar niedriger als bei NVMe-SSDs, aber deutlich höher als bei gewöhnlichen microSD-Karten oder Festplatten (bei microSD Express sind 900 MB/s beim Lesen und 600 MB/s beim Schreiben üblich).
Die Speicherkarten sind energiesparend
Bei einem Handheld ist die Akkulaufzeit für viele Spieler und Spielerinnen besonders wichtig. Die Nutzung einer microSD Express-Karte zur Speichererweiterung ergibt daher Sinn, weil sie weniger Energie verbrauchen als NVMe-SSDs.
Die Switch 2 zieht im Handheld-Betrieb im Schnitt rund 10 Watt. Würde man eine NVMe-SSD mit typischen 2 bis 5 Watt Lastverbrauch verbauen, könnte das die Akkulaufzeit um rund ein Drittel verkürzen. Eine microSD-Express-Karte bleibt dagegen deutlich sparsamer.
Das liegt daran, dass sie technisch einfacher aufgebaut sind: weniger Speicherkanäle, kleinere Controller und ein enges auf die Bedürfnisse von Wechselspeichern optimiertes Design. Dadurch entstehen geringere Ströme und weniger Abwärme, was sie für Handhelds effizienter macht.
Die Speicherkarten erfordern keine aktive Kühlung
Während NVMe-SSDs unter Last mehrere Watt verbrauchen und damit so viel Abwärme erzeugen können, dass PC-Handhelds auf Kühlkörper oder eine gezielte Luftführung angewiesen sind, bleiben microSD-Express-Karten sparsamer.
Daher funktionieren sie auch ohne zusätzliche Kühlmaßnahmen. Für die Switch 2 bedeutet das, dass keine zusätzlichen Kühlkörper oder Lüfter verbaut werden müssen. So kann die Konsole schlank und leicht bleiben.
Die hohen Preise bleiben bitter
Am Ende bleibt festzuhalten: microSD Express ist für die Nintendo Switch 2 ein nützliches Feature, das perfekt zu einem Handheld passt. Die Karten sind schnell, unkompliziert einzusetzen, energiesparend und kommen ohne zusätzliche Kühlung aus. Alles Eigenschaften, die Akkulaufzeit und Nutzerfreundlichkeit verbessern.
Der Nachteil ist allerdings der Preis: Mit über 200 Euro für eine 1-TB-Karte sind microSD-Express-Speicher deutlich teurer als vergleichbare NVMe-SSDs. Für Switch-2-Spielerinnen und -Spieler gibt es jedoch keine Alternative. Wer mehr Speicher möchte, muss zu den Karten greifen.
Es bleibt zu hoffen, dass sich die Karten endlich auch bei anderen Handhelds etablieren und mit größerer Adoption und Marktreife günstiger werden.

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