Ich arbeite im Homeoffice und erhalte beruflich viele Pakete. Entsprechend oft klingelt meine Postbotin und entsprechend oft renne ich die Treppe hinunter zur Haustür.
Daher sind smarte Videotürklingeln wie die SwitchBot Video Doorbell für mich Gold wert. Sie zeigen mir, wer gerade vor der Tür steht und erlauben es mir via Gegensprechfunktion mit ihnen zu kommunizieren.
Das Besondere am SwitchBot-Modell: Es hat einen eigenen, externen Monitor und kann somit auch ohne Smartphone genutzt werden. Ich dachte erst: Wer braucht das denn? Ein Handy hat man doch immer dabei?!
Aber genau das ist eben nicht der Fall.
Nach rund fünf Wochen im Einsatz mag ich den externen Monitor nicht mehr missen. Warum mich die erste Videotürklingel von SwitchBot außerdem überzeugt hat und wo der Hersteller noch nachbessern sollte, erfahrt ihr jetzt.
SwitchBot Video Doorbell: Was ist das überhaupt?
Für alle unter euch, die noch keine Erfahrung mit smarten Türklingeln haben: Die SwitchBot Video Doorbell ist eine smarte WLAN-Türklingel mit einer 2K-Kamera (165° Sichtfeld) und einem starken 5.000-mAh-Akku. Der Preis beträgt rund 160 Euro (UVP).
Ihr Alleinstellungsmerkmal ist der externe Monitor, der die Funktion eines klassischen Türspions übernimmt. Auf ihm seht ihr jederzeit, was vor eurer Haustür passiert und könnt unter anderem mit Personen vor der Tür sprechen.
Aufgezeichnete Videos werden auf der beiliegenden SD-Karte gespeichert. Ihr könnt Live-Feed und Videos aber auch in der SwitchBot-App auf dem Handy einsehen.
Links: Der externe Monitor hat einen verstellbaren Ständer. Rechts: Die Tüürklingel kann via USB-C aufgeladen werden. (Bildquelle: GameStar Tech)
Die Installation: Flexibel, einfach und ohne Bohren
Einer der ersten Pluspunkte, der mir neben dem Monitor aufgefallen ist, war die unkomplizierte Installation. Die SwitchBot Video Doorbell bietet hier mehrere Optionen.
Ihr könnt sie entweder fest an einer geraden Wand oder in einer Kante verschrauben (die Schablonen und Winkel liegen bei) oder – wie ich mich entschieden habe – einfach mit den beiliegenden Klebepads befestigen.
Auch bei der Stromversorgung hat man die Wahl: Man kann entweder den integrierten 5.000-mAh-Akku verwenden oder ein separates Solarpanel kaufen, um sich gar keine Gedanken mehr ums Aufladen machen zu müssen.
Das externe Display ist ebenfalls in wenigen Sekunden einsatzbereit: Es wird einfach nur mit dem Strom verbunden und dort platziert, wo es am nützlichsten ist, bei mir eben auf dem Schreibtisch.
Ihr benötigt übrigens keinen zusätzlichen Hub für die Einrichtung in der App. Das Gerät funktioniert völlig autark, was den Start besonders einfach macht.
Hier die technischen Spezifikationen im Überblick:
| Spezifikation | Details |
| Kameraauflösung | 2K (2304 × 1296) |
| Sichtfeld | 165° |
| Akku | 5.000 mAh |
| Speicher | microSD / Cloud |
| Verbindung | WLAN 2,4 GHz |
| UVP | 159,99 € |
Der Monitor: Mehrwert im Homeoffice mit Usability-Frust
Der externe Bildschirm hat sich in der Praxis als überraschend nützlich herausgestellt. So kann ich während der Arbeit mein Handy im Nebenzimmer lassen und habe bei Bedarf trotzdem alles im Blick.
Wenn es klingelt, klingelt auch der Monitor und ich sehe per Live-Feed, was sich vor der Tür abspielt. In der App stehen mehrere Klingeltöne zur Auswahl.
Der Monitor besitzt vier kleine und zwei große Tasten, über die ich etwa die Gegensprechanlage starte, eine Schnellantwort auswähle oder sogar die Tür öffne – die Türklingel ist nämlich kompatibel mit den SwitchBot Smart Locks. Mit einer SwitchBot-NFC-Karte könnt ihr das Schloss auch von Außen über die Videotürklingel öffnen.
Das funktioniert jederzeit ohne merkliche Latenz, ist aber trotzdem gewöhnungsbedürftig. Statt mich über Tasten durch die Menüs zu klicken, wäre ein Touchscreen nicht nur intuitiver, sondern noch schneller. Ich habe jedenfalls des Öfteren (aus Gewohnheit) vergeblich auf den Bildschirm getippt.
Verbesserungspotenzial hat SwitchBot auch bei der Benutzeroberfläche, die bisher nur auf Englisch verfügbar ist. Darüber hinaus ist es (noch?) nicht möglich, das Hintergrundbild des Monitors anzupassen.
Die Alltags-Performance: Zuverlässigkeit und starke Features
Davon abgesehen hat mich die Video Doorbell von SwitchBot überzeugt. Die Bildqualität ist dank der 2K-Auflösung sowohl tagsüber als auch bei schlechten Lichtverhältnissen einwandfrei – auch nachts kann ich Personen noch gut erkennen. Aber seht selbst:
Auch bei Dämmerung (links) oder gar bei Nacht (rechts) sind Umgebung und Personen sehr gut zu erkennen – auch dank der optionalen Farbdarstellung bei Dunkelheit. (Bildquelle: GameStar Tech)
Besonders wichtig für meinen Paket-Workflow war die Gegensprechanlage. Die Sprachqualität ist stabil, klar und zuverlässig. In Kombination mit dem Monitor, der nur einen Klick entfernt ist, konnte ich stets problemlos mit der Person vor der Tür kommunizieren. Das spart mir den unnötigen Gang in den unteren Stock.
Apropos Sparen: Die Schnellantworten waren mein persönliches Highlight, weil man sie einfach selbst einsprechen und aufnehmen kann. Ich habe sie zwar kaum aktiv genutzt, aber gerade die Ansage Paket bitte abstellen
oder Ich bin gleich da
! können im Alltag durchaus nützlich sein, wenn es mal schnell gehen muss.
Und natürlich hat mein 5-jähriger Sohn auch direkt ein paar Antworten draufgesprochen:
Natürlich bietet die Video Door Bell auch eine Funktion zur Bewegungserkennung. Personen wurden bei mir stets zuverlässig erkannt. Ihr könnt zudem einstellen, ob der Monitor direkt darauf reagieren soll. Alternativ schaut ihr euch die aufgezeichneten Clips in der App an.
Sollte eine fremde Person die Türklingel entfernen, wird bei Bedarf ein Alarmsignal ausgelöst. Das ist zwar kein echter Diebstahlschutz, aber dient immerhin als Abschreckung.
Erstaunt hat mich die Akkulaufzeit. Selbst nach fünf Wochen hatte ich noch über 90 Prozent Kapazität. SwitchBot verspricht sogar bis zu 570 Tage mit einer Batterieladung, was natürlich von euren Einstellungen und der Häufigkeit der Bewegungserkennung sowie auch von den Wetterbedingungen abhängt.
🔒 Datenschutz und Abo: Lokale Speicherung inklusive
Bei der SwitchBot Video Doorbell fallen keine monatlichen Kosten an. Man benötigt kein Abo für die Nutzung oder die Video-Aufzeichnung. Die Speicherung der 2K-Aufnahmen erfolgt lokal auf einer 32 GB großen microSD-Karte sowie via TLS verschlüsselt in der Cloud. Bei mehr Speicherbedarf kann ein optionales Cloud-Abo gebucht werden.
Wichtiger Hinweis (DSGVO): Die Kamera darf ausschließlich den eigenen Eingangsbereich auf dem eigenen Grundstück filmen. Öffentliche Bereiche wie Gehwege oder Nachbargrundstücke dürfen nicht erfasst werden. Zudem muss auf die Videoaufzeichnung (z. B. durch einen selbst angebrachten Sticker) hingewiesen werden, da Personen gefilmt werden, die euer Grundstück betreten. Solch ein Sticker lag meiner Türklingel leider nicht bei.
Mein Fazit zur SwitchBot Video Doorbell
- Nützlicher externer Monitor
- Einfache Montage
- Gute Bild- & Sprachqualität
- Stabile Verbindung
- Lange Akkulaufzeit
- Coole App-Features
- Nur englische Benutzeroberfläche
- Kein Touchscreen
- Apple Home-Einbindung nur via Matter
Die SwitchBot Doorbell überzeugt durch einen soliden Funktionsumfang und nicht zuletzt dem stationären Monitor. Für Home-Office-Nutzer wie mich, die Ablenkungen minimieren und trotzdem sofort reagieren wollen, ist sie eine klare Empfehlung.
Die kleinen Mankos wie der fehlende Touchscreen und die englische Oberfläche sind zwar da, aber der gewonnene Komfort überwiegt.
Wer bereits im SwitchBot-Ökosystem unterwegs ist, profitiert von der Kompatibilität mit den Smart Locks und NFC-Karten, doch auch für alle anderen ist die Video Doorbell einen Blick wert.
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