3 Tablets unter 300 Euro im Vergleich: Mein Gewinner bietet etwas, das heute nicht selbstverständlich ist

Ich habe drei günstige Android-Tablets verglichen. Jedes davon hat mich auf eine andere Art und Weise überrascht – sowohl positiv als auch negativ.

Jeders dieser Tablets kostet derzeit unter 300 Euro: Blackview Mega 5 (l.), Lenovo Idea Tab Plus (m.) und Redmi Pad 2 9.7 (r.). (Bildquelle: Duy Linh DinhGameStar Tech) Jeders dieser Tablets kostet derzeit unter 300 Euro: Blackview Mega 5 (l.), Lenovo Idea Tab Plus (m.) und Redmi Pad 2 9.7 (r.). (Bildquelle: Duy Linh Dinh/GameStar Tech)

Auf der Suche nach dem passenden Tablet steht man schnell vor einer großen Frage: Reicht ein günstiges Einstiegsgerät für unter 200 Euro oder lohnt sich der Aufpreis zur 300-Euro-Klasse wirklich? 

Um genau das herauszufinden, habe ich mir drei äußerst spannende Kandidaten geschnappt und sie im Alltag auf Herz und Nieren geprüft: das budgetfreundliche Redmi Pad 2 9.7 (ca. 178 Euro), das prall ausgestattete Blackview Mega 5 (ca. 290 Euro) und das edle Lenovo IdeaTab Plus (ca. 300 Euro).

Alle drei Hersteller verfolgen völlig unterschiedliche Konzepte, sei es beim Display, der Alltagsleistung, der Zubehörbeilage oder der Update-Sicherheit.


Ich habe alle drei Tablets so verwendet, wie ich es auch privat verwenden würde. Das schließt folgende Nutzungsszenarien ein: 

  • Webbrowsing
  • Lesen von Artikeln, E-Books, Mangas und Comics
  • Videos schauen (YouTube und Jellyfin)
  • Game-Streaming (Steam Link, Chiaki-Up für PS5)
  • Video- und Audio-Telefonate (WhatsApp und Discord)

TL;DR – Das Wichtigste auf einen Blick

  • Redmi Pad 2 9.7 (ca. 178 €) – Für Sparfüchse & Couch-Leser: Extrem handlich, robustes Metallgehäuse und der Update-Sieger (Sicherheitsupdates bis 2033!). Abstriche müsst ihr bei der Arbeitsgeschwindigkeit, dem blickwinkelabhängigen Display und der langen Ladezeit machen.
  • Lenovo IdeaTab Plus (ca. 300 €) – Für Film- & Medien-Genießer: Bietet das rundeste Gesamtpaket mit knackscharfem 2.5K-Display, überragenden Quad-Lautsprechern und einem hauchdünnen Edel-Gehäuse. Sicherheits-Updates gibt es bis 2029.
  • Blackview Mega 5 (ca. 290 €) – Für Produktivität & Vielnutzer: Die flüssigste Alltagsleistung im Test, schnelles 55-Watt-Laden und ein gigantischer Lieferumfang (inkl. Tastatur, Maus, Stylus & Hülle). Großer Wermutstropfen: eine unklare Update-Zukunft.

Verarbeitung und Robustheit

In dieser Hinsicht hat mich das günstige Redmi Pad 2 9.7 am meisten überrascht. Obwohl das Gerät nur etwa halb so viel kostet wie die anderen beiden Testkandidaten, sieht und fühlt man es nicht. Der Metall-Unibody macht einen robusten Eindruck und die IP52-Schutzklasse verspricht immerhin etwas Schutz gegen leichte Wasserspritzer. 

Das Lenovo Idea Tab Plus ist mit seinem Metall-Unibody ebenso hochwertig verarbeitet und wirkt in der Hand sogar noch etwas edler und komfortabler, weil es sehr dünn ist und abgerundete Kanten besitzt. Genau wie das Redmi-Tablet ist dieses mit der Schutzklasse IP52 ausgestattet.

Das Blackview Mega 5 zieht den Kürzeren. Das Gehäuse besteht aus Kunststoff und eine IP-Schutzklasse gibt es auch nicht. Das Tablet wirkt keineswegs billig in der Verarbeitung, aber die beiden Kontrahenten bieten einfach etwas mehr.

Mein knapper Gewinner in dieser Kategorie ist das Lenovo Idea Tab Plus, das nicht nur hochwertig verarbeitet, sondern auch sehr komfortabel zu halten ist. 

Lenovo und Xiaomi setzen auf Metall, Blackview auf Kunststoff. (Bildquelle: Duy Linh DinhGameStar Tech) Lenovo und Xiaomi setzen auf Metall, Blackview auf Kunststoff. (Bildquelle: Duy Linh Dinh/GameStar Tech)


Bildschirm

Beim Bildschirm offenbart sich definitiv das Lowlight des günstigen Redmi Pad 2 9.7. Zwar lesen sich die Spezifikationen mit 120 Hz Bildwiederholrate und einer Auflösung von 1280 x 2048 Pixeln ordentlich – bei Armlänge sind auch erfreulicherweise keine einzelnen Pixel erkennbar –, doch in der Praxis enttäuscht das IPS-Panel. 

Die Blickwinkelstabilität ist bei moderater Helligkeitseinstellung überraschend schlecht: Schon bei leichten Neigungen verfälschen die Farben und das Bild wird merklich dunkler. Zusammen mit der ohnehin schon eher geringen maximalen Helligkeit wird die Nutzung im Freien so schnell zum Problem.

Sowohl das Lenovo Idea Tab Plus als auch das Blackview Mega 5 machen das deutlich besser. Beide setzen auf ein Format von knapp über 12 Zoll und bieten in ihren IPS-Panels eine hohe Auflösung von 2560 × 1600 Pixeln. 

Das führt zwar zu einer etwas geringeren Pixeldichte (etwa 236 PPI) als beim kleinen Redmi-Tablet, stellt im Alltag aber keinen großen Nachteil dar. Bei üblichem Sichtabstand bleiben die Bildpunkte auch hier unsichtbar. Dafür glänzen die beiden großen Kontrahenten mit einer wesentlich besseren Blickwinkelstabilität.

Den Unterschied zwischen den beiden 12-Zöllern macht letztlich die Bildwiederholrate. Während das Lenovo-Tablet mit soliden 90 Hz arbeitet, bietet das Blackview Mega 5 flüssigere 120 Hz.

Grundsätzlich müsst ihr in dieser Preisklasse leider auf extrem kontrastreiche OLED-Bildschirme verzichten. Wirklich schlecht ist jedoch keines der drei Displays; das Redmi ist zugunsten des Preises eben einfach etwas schwächer aufgestellt.

In dieser Kategorie vergebe ich den Punkt knapp an das Blackview, vor allem wegen der schnelleren 120 Hz. Das Lenovo folgt sehr dicht auf dem zweiten Platz und das Redmi landet auf dem dritten Rang.


Handling und Komfort

Das Redmi Pad 2 9.7 mag zwar einen eher unterdurchschnittlichen Bildschirm besitzen, aber das hat mich nicht davon abgehalten, abends gerne zu diesem statt zu seinen Kontrahenten zu greifen. Der Formfaktor von diesem Tablet ist echt genial. Mit einer Bildschirmdiagonale von fast 10 Zoll bietet es keinen gigantischen, aber dennoch relativ großen Bildschirm, obwohl das Tablet insgesamt sehr kompakt ist. 

Das handliche Redmi Pad 2 9.7 liegt echt gut in der Hand. (Bildquelle: Duy Linh DinhGameStar Tech) Das handliche Redmi Pad 2 9.7 liegt echt gut in der Hand. (Bildquelle: Duy Linh Dinh/GameStar Tech)

Die anderen beiden sind, ihrer Größe geschuldet, natürlich deutlich unhandlicher. Egal, ob man das Blackview Mega 5 oder das Lenovo Idea Tab Plus im Quer- oder Hochformat hält, man muss immer wieder mal umgreifen, weil der Bildschirm groß ist und man nicht jedes Element darauf sofort erreicht. 

Für mich gewinnt in dieser Kategorie also ganz klar das kompakte Redmi Pad 2 9.7, allerdings verdient das Lenovo Idea Tab Plus eine ehrenvolle Nennung für das besonders dünne Gehäuse mit abgerundeten Kanten. Das Blackview Mega 5 ist etwas dicker, kantiger und schwerer.


Alltagsleistung und Speicher

Das Redmi Pad 2 9.7 (Qualcomm Snapdragon 6s 4G Gen 2) entpuppt sich als das langsamste Tablet aus diesem Vergleich. Selbst bei den einfachsten Aufgaben, wie dem Öffnen des Webbrowsers oder der Änderung der Bildschirmorientierung, ist Geduld gefragt. 

Sogar das Herunterwischen des Benachrichtigungszentrums oder der Schnelleinstellungen dauert etwa eine Sekunde. Mit seinem knappen Arbeitsspeicher von wahlweise 4 oder 6 GB eignet sich das Redmi-Tablet außerdem nicht besonders gut für Multitasking. 

Bei Spielen müsst ihr auf jeden Fall niedrige Einstellungen wählen und selbst dann sind nicht immer 60 FPS garantiert. 

Das Lenovo Idea Tab Plus (MediaTek-Dimensity-6400) hat mit 8 GB RAM zwar mehr Arbeitsspeicher zur Verfügung, jedoch ist es ebenfalls keine Rakete im Alltag. Genau wie beim Redmi Pad 2 9.7 sind kleine Hänger und Wartezeiten häufiger, als mir lieb ist.

Das Blackview Mega 5 (Unisoc T7300) hat mich positiv überrascht. Im direkten Vergleich zu seinen beiden Kontrahenten stockt es im Alltag deutlich seltener und läuft flüssiger. Mit 8 GB RAM hat es wie das Lenovo-Tablet mehr Spielraum für Multitasking als das Redmi-Gerät. 

Den Speicher könnt ihr bei allen drei mit einer microSD-Karte erweitern. 

Technische Daten
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Redmi Pad 2 9.7

  • Display: 9.7 Zoll IPS LCD (1280 x 2048 Pixel, 120 Hz)
  • Akku: 7.600 mAh (18 W Ladeleistung)
  • Prozessor: Qualcomm Snapdragon 6s 4G Gen 2
  • RAM: 4 GB / 6 GB
  • Speicher: Erweiterbar via microSD
  • Konnektivität: Wi-Fi, Bluetooth, USB-C (optional 4G LTE)
  • Gehäuse: Metall-Unibody (IP52)
  • Maße: ca. 226 x 158 x 7,5 mm
  • Gewicht: ca. 435 g
  • Software: HyperOS / Android (Sicherheitsupdates bis April 2033; 4G-Variante bis 2029)

Blackview Mega 5

  • Display: 12.2 Zoll IPS LCD (1600 x 2400 Pixel, 120 Hz)
  • Akku: 10.000 mAh (55 W Ladeleistung)
  • Prozessor: Unisoc T7300
  • RAM: 8 / 12 GB
  • Speicher: Erweiterbar via microSD
  • Konnektivität: Wi-Fi, Bluetooth, USB-C, 4G LTE
  • Gehäuse: Kunststoff (keine IP-Schutzklasse)
  • Maße: ca. 280 x 180 x 7,6 mm
  • Gewicht: ca. 580 g
  • Software: DokeOS / Android (Update-Zeitraum unklar)

Lenovo IdeaTab Plus

  • Display: 12.1 Zoll IPS LCD (2560 x 1600 Pixel, 90 Hz)
  • Akku: 10.200 mAh (45 W Ladeleistung)
  • Prozessor: MediaTek Dimensity 6400
  • RAM: 8 GB
  • Speicher: Erweiterbar via microSD
  • Konnektivität: Wi-Fi, Bluetooth, USB-C
  • Gehäuse: Metall-Unibody (IP52)
  • Maße: ca. 278 x 178 x 6,5 mm
  • Gewicht: ca. 520 g
  • Software: ZUI / Android (Sicherheitsupdates bis September 2029)

Alle drei Tablets bieten genügend Leistung für alltägliche Dinge, jedoch erfordern das Redmi und das Lenovo etwas mehr Geduld. Für Spiele müsst ihr euch mit niedrigen Einstellungen anfreunden oder auf Cloud-Gaming oder Remote-Play setzen. Mein Gewinner ist hier das Blackview Mega 5 das im Alltag deutlich flüssiger läuft als die anderen. 

Für Multitasking eignen sich die beiden größeren Tablets mehr. (Bildquelle: Duy Linh DinhGameStar Tech) Für Multitasking eignen sich die beiden größeren Tablets mehr. (Bildquelle: Duy Linh Dinh/GameStar Tech)


Lautsprecher

Beim Thema Lautsprecher bildet das Blackview Mega 5 leider das Schlusslicht. Auf voller Lautstärke klingen die Boxen sehr schrill und ziemlich dünn. Schraubt man die Lautstärke auf etwa 80 Prozent herunter, wird das Klangbild zwar spürbar voller und angenehmer, wirklich beeindruckend ist es aber selbst dann nicht. 

Dazu kommt ein unpraktisches Detail im Alltag: Hält man das Tablet im gewohnten Querformat mit der Webcam nach oben, verdeckt man mit den Händen automatisch beide seitlich angebrachten Lautsprecher.

Die Lautsprecher des Blackview Mega 5 klingen nicht so gut und können schnell mit den Händen verdeckt werden. (Bildquelle: Duy Linh DinhGameStar Tech) Die Lautsprecher des Blackview Mega 5 klingen nicht so gut und können schnell mit den Händen verdeckt werden. (Bildquelle: Duy Linh Dinh/GameStar Tech)

Das Redmi Pad 2 macht das im Detail durchdachter. Seine zwei Lautsprecher sind etwas weiter oben platziert, sodass sie beim Halten im Querformat frei bleiben. Klanglich ist das Redmi zwar nicht ganz so klar wie der Spitzenreiter und wirkt stellenweise etwas gedämpft, schlägt das Blackview aber dennoch spürbar. Sein Sweet-Spot liegt ebenfalls bei etwa 80 Prozent Lautstärke, allerdings fällt das Redmi auf diesem Level merklich leiser aus als die beiden Konkurrenten.

Der klare Sieger in dieser Disziplin ist das Lenovo Idea Tab Plus. Lenovo verbaut hier ein Quad-Speaker-System mit vier Lautsprechern, das für ein richtig starkes Klangbild sorgt. Der Sound ist deutlich detaillierter und bleibt bis etwa 90 Prozent Lautstärke angenehm klar, bevor er ganz oben leicht verzerrt. 

Zwar deckt man auch beim Lenovo im Querformat zwei der vier Lautsprecher mit den Händen ab, für ein so extrem dünnes Tablet ist der Sound aber insgesamt wirklich beeindruckend.

Mein klarer Gewinner in dieser Kategorie ist das Lenovo Idea Tab Plus, das dank seiner vier Lautsprecher mit toller Klarheit und minimaler Verzerrung der Konkurrenz mühelos davonzieht.


Akkulaufzeit und Ladegeschwindigkeit

In Sachen Ausdauer legen das Lenovo Idea Tab Plus und das Blackview Mega 5 eine beeindruckende Performance an den Tag. Lenovo spendiert seinem Tablet einen riesigen 10.200-mAh-Akku, der problemlos auch lange Arbeitstage oder ausgiebige Streaming-Sessions durchhält. Dank der schnellen 45-Watt-Ladefunktion ist der Energiespeicher trotz seiner enormen Kapazität im Alltag wieder flott aufgetankt.

Das Lenovo Idea Tab Plus hat trotz seines dünnen Gehäuses einen geringfügig größeren Akku als das Blackview Mega 5. (Bildquelle: Duy Linh DinhGameStar Tech) Das Lenovo Idea Tab Plus hat trotz seines dünnen Gehäuses einen geringfügig größeren Akku als das Blackview Mega 5. (Bildquelle: Duy Linh Dinh/GameStar Tech)

Das Blackview Mega 5 steht dem in kaum etwas nach: Mit stolzen 10.000 mAh bietet es eine ähnlich lange Akkulaufzeit. Beim Laden legt Blackview mit schnellen 55 Watt sogar noch einen Zahn zu, sodass der Riesenakku in verhältnismäßig kurzer Zeit wieder startklar ist.

Abgeschlagen zeigt sich hier das Redmi Pad 2 9.7. Mit 7.600 mAh fällt der Akku zwar spürbar kleiner aus, was aufgrund des etwas kleineren Displays immer noch für solide Laufzeiten sorgt, doch die echte Geduldsprobe ist das Laden. 

Mageren 18 Watt Ladeleistung steht ein doch recht großer Akku gegenüber, was dazu führt, dass das Redmi eine gefühlte Ewigkeit an der Steckdose verbringt (von 10 bis 100 Prozent vergehen fast drei Stunden).

Den Etappensieg teilen sich in dieser Kategorie das Lenovo Idea Tab Plus und das Blackview Mega 5. Beide bieten hervorragende Ausdauer und sind dank der schnellen Ladeleistung ruckzuck wieder einsatzbereit.

So dünn sind sie: Unten das Blackview Mega 5, in der Mitte das Lenovo Idea Tab Plus und oben das Redmi Pad 2 9.7. (Bildquelle: Duy Linh DinhGameStar Tech) So dünn sind sie: Unten das Blackview Mega 5, in der Mitte das Lenovo Idea Tab Plus und oben das Redmi Pad 2 9.7. (Bildquelle: Duy Linh Dinh/GameStar Tech)


Updates und Software

Bevor es um die Update-Versorgung geht, ein kurzer Blick auf den Auslieferungszustand: Auf allen drei Tablets ist ab Werk leider Bloatware vorinstalliert. Nach dem ersten Einschalten heißt es also erst einmal aufräumen. Besonders übel treibt es hier das Blackview Mega 5, das mit einer Unmenge an hauseigenen AI-Apps ausgeliefert wird.

Was die Langlebigkeit angeht, dreht sich das Feld in dieser Kategorie gewaltig – das günstigste ist am besten:

DokeOS auf dem Blackview Mega 5 ähnelt Stock-Android sehr. (Bildquelle: Duy Linh DinhGameStar Tech) DokeOS auf dem Blackview Mega 5 ähnelt Stock-Android sehr. (Bildquelle: Duy Linh Dinh/GameStar Tech)

Das Redmi Pad 2 9.7 liefert hier die größte Überraschung ab. Es läuft mit Xiaomis HyperOS in der neuesten Version. Der eigentliche Kracher ist jedoch die Update-Politik: Xiaomi garantiert für das Standard-Modell Sicherheitsupdates bis April 2033. Ein so langer Support-Zeitraum ist für ein so günstiges Tablet schlichtweg exzellent und setzt echte Maßstäbe. (Hinweis: Bei der 4G-Variante endet der Support bereits 2029.)

Das Lenovo Idea Tab Plus setzt auf die hauseigene ZUI-Oberfläche, die angenehm nah am schnörkellosen Android bleibt und gute Multitasking-Features bietet. Lenovo verspricht Sicherheitsupdates bis September 2029. Das geht zwar absolut in Ordnung und ist ein solider Wert, der jedoch vom Redmi-Tablet überschattet wird.

Beim Blackview Mega 5 ist die Software-Situation leider der größte Wermutstropfen. DokeOS bietet zwar ein paar nette Extra-Funktionen, wie einen PC-Modus, und es orientiert sich sehr nah an Stock-Android, aber es bleibt unklar, wie lange das Tablet wirklich mit Updates versorgt wird. Verlässliche Versprechen gibt es nicht, weshalb man nicht mit einer langersehnten Zukunftssicherheit rechnen sollte.

Mein Überraschungssieger in dieser Kategorie ist das Redmi Pad 2 9.7, das dank des fantastischen Support-Zeitraums bis 2033 alle abhängt. Das Lenovo Idea Tab Plus landet mit soliden Updates bis 2029 auf Platz 2, während das Blackview Mega 5 wegen der Bloatware und der ungewissen Update-Zukunft das Schlusslicht bildet.


Lieferumfang

Das Blackview Mega 5 hat mich beim Lieferumfang echt stark beeindruckt. Nebem dem Tablet findet ihr: 

  • 55-Watt-Netzteil mit USB-C-Kabel
  • Schutzglas für das Display
  • Bluetooth-Tastatur
  • Bluetooth-Maus
  • USB-C-In-Ear-Kopfhörer mit Mikrofon
  • SIM-Eject-Werkzeug
  • Folio-Case für das Tablet
  • Stylus

In einer Zeit, in der die Hersteller selbst beim Ladegerät oder USB-Kabel sparen, packt euch Blackview ein ganzes Zubehörpaket mit in den Karton. Respekt!

Beim Lenovo Idea Tab Plus bekommt ihr einen Stylus und ein USB-C-Kabel dazu. Eine Tastatur ist ebenfalls kompatibel, jedoch muss diese separat gekauft werden.

Dem Redmi Pad 2 9.7 legt Xiaomi lediglich das Ladekabel dazu. 

In dieser Hinsicht gewinnt das Blackview Mega 5 mit großem Abstand. Der Hersteller liefert ein umfangreiches Gesamtpaket mit seinem Tablet, mit dem ihr sofort loslegen könnt.


Redmi Pad 2 9.7
Günstig, mit langer Update-Unterstützung
Redmi Pad 2 9.7
197 €178 €
Lenovo Idea Tab Plus
Exzellent für Multimedia
Lenovo Idea Tab Plus
350 €295 €
Blackview Mega 5
Kommt mit umfangreichem Zubehör
Blackview Mega 5
440 €290 €

Meine Empfehlung und mein persönlicher Gewinner

Bei solchen Vergleichen zeigt sich immer wieder, dass nur selten eine Schwarz-Weiß-Bewertung möglich ist oder Sinn ergibt. Jedes der drei Geräte hat seine eigenen Stärken und Schwächen und ist dementsprechend für unterschiedliche Menschen und deren Bedürfnisse zu empfehlen.

Alle drei Tablets sind in ihrer eigenen Art und Weise empfehlenswert. (Bildquelle: Duy Linh DinhGameStar Tech) Alle drei Tablets sind in ihrer eigenen Art und Weise empfehlenswert. (Bildquelle: Duy Linh Dinh/GameStar Tech)

Redmi Pad 2 9.7 (ca. 178 €): Das ideale Tablet für Sparfüchse, Gelegenheitsnutzer oder alle, die primär ein extrem kompaktes und handliches Gerät zum Lesen (E-Books, Mangas, Artikel) und leichten Surfen auf der Couch suchen. Dank der sensationellen Update-Garantie bis 2033 ist es ein echter Langläufer. Wer mit dem unterdurchschnittlichen Display, den langen Ladezeiten und der überschaubaren Performance leben kann, bekommt hier unglaublich viel Langlebigkeit für sehr wenig Geld.

Lenovo IdeaTab Plus (ca. 300 €): Die beste Wahl für Medien-Enthusiasten, die ein rundum ausgereiftes Multimedia-Tablet suchen. Mit seinem edlen, extrem dünnen Metallgehäuse, den überragenden Quad-Lautsprechern, dem tollen 2.5K-Display und soliden Updates bis 2029 liefert Lenovo das ausgewogenste Premium-Gefühl im Test.

Blackview Mega 5 (ca. 290 €): Das Kraftpaket für Produktivität und Entertainment. Dank der flüssigsten Alltagsleistung im Test, dem großen 120-Hz-Display, der rasanten 55-Watt-Ladefunktion und vor allem dem unschlagbaren Lieferumfang (inklusive Tastatur, Maus, Stylus und Hülle) verwandelt sich das Mega 5 direkt nach dem Auspacken in eine kleine Workstation.

Mein persönlicher Gewinner aus diesem Vergleich ist das Blackview Mega 5. Es hat mich mit der besseren Leistung, dem großen Akku und vor allem dem unüblich großen Lieferumfang überzeugt. So manch einer wird jedoch die undurchsichtige Update-Strategie abschrecken – hier muss der Hersteller Klarheit schaffen.


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