Während eines Investorengesprächs am 2. Februar 2026 nach Veröffentlichung der Quartalszahlen vollzog Strauss Zelnick, CEO des GTA-Publishers Take-Two Interactive, einen überraschenden Sinneswandel in Sachen generative Künstliche Intelligenz.
»Wir setzen jetzt aktiv auf generative KI«, erklärte Zelnick laut PC Gamer. Das Unternehmen betreibe »hunderte Pilotprojekte und Implementierungen quer durchs Unternehmen, einschließlich unserer Studios«. Für GTA 6 müssen KI-Kritiker allerdings nichts befürchten, denn der heißerwartete neue Teil soll »zu keinem Teil« auf solche Tools setzen.
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Ein Jahr vor Release: Die GTA 6-Analyse – Das erwarten wir vom Hype-Titel
Kehrtwende bei Take-Two
Die neuerlichen Zelnick-Aussagen sind deshalb bemerkenswert, weil sich der Take-Two-CEO früher sehr deutlich gegen Künstliche Intelligenz positioniert hat.
Noch im Oktober 2025 hatte Zelnick generative KI als »eine Kombination aus Metadaten und Taschenspielertricks« bezeichnet (via PC Games Hardware) und betont, dass KI nicht in der Lage sei, Hit-Videospiele zu entwickeln.
Die neue Position klingt da schon wesentlich enthusiastischer: Zelnick sprach von der Hoffnung, dass generative KI den Entwicklern ermöglichen werde, »zu erweitern, was wir tun, es noch schöner, noch fesselnder und noch aufregender zu machen«.
Der Präsident von Take-Two Interactive Karl Slatoff stimme dieser Einschätzung in Teilen zu. Technologien wie Googles Project Genie, das jüngst innerhalb der Industrie für Aufsehen sorgte, stelle zwar etwas sehr spannendes dar, decke aber nur einen »sehr, sehr kleinen Bestandteil« der Spieleentwicklung ab.
GTA 6 bleibt GenAI-frei
Entsprechend stellte der Zelnick im Laufe desselben Investorengesprächs klar: Für das mit Spannung erwartete GTA 6 spielt generative KI »zu keinem Teil« eine Rolle, wie Eurogamer berichtet.
Sie [die GTA-Welten] werden von Grund auf aufgebaut – Gebäude für Gebäude, Straße für Straße, Viertel für Viertel. Sie werden nicht prozedural generiert, und das sollten sie auch nicht. Genau das macht großartige Unterhaltung aus.
Wie genau die »hunderte Pilotprojekte« bei Take-Two aussehen, wurde indes nicht näher erläutert. Zelnick sprach von Effizienzsteigerungen und der Automatisierung monotoner Aufgaben, konkrete Anwendungsfälle oder Ergebnisse nannte er jedoch nicht.
Entsprechend dürfte das Unternehmen erst in kommenden Quartalsberichten mehr Details zu messbaren Erfolgender GenAI-Experimente liefern.
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