Es gibt eine Taste auf eurer Tastatur, die ihr bestimmt noch nie so genutzt habt, wie sie eigentlich gedacht ist: Wofür ist »Einfügen« gut?

Die Taste zeigt: Als es noch keine Mäuse gab, waren die Anforderungen an ein Keyboard teils anders als das heute noch der Fall ist.

Heutzutage dürfte sie wohl kaum noch jemand benutzen, zumindest nicht für ihren eigentlichen Zweck: Die Taste »Ins« (Abkürzung für »Insert«) beziehungsweise »Einfg« (Abkürzung für »Einfügen«). Heutzutage dürfte sie wohl kaum noch jemand benutzen, zumindest nicht für ihren eigentlichen Zweck: Die Taste »Ins« (Abkürzung für »Insert«) beziehungsweise »Einfg« (Abkürzung für »Einfügen«).

Es ist im Kern ein Relikt vergangener Zeiten, das uns bis heute auf vielen Tastaturen begleitet: die Umschaltfunktion der Taste Einfügen.

Wir schauen uns kurz an, was genau es damit auf sich hat und warum sie mittlerweile wahrscheinlich nur noch selten für den Zweck gedrückt wird, für den sie eigentlich gedacht ist.


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Wie funktioniert die Einfügen-Taste?

  • Standardmäßig laufen Texteingaben so ab, dass neue Zeichen an der Stelle des Cursors ergänzt werden und sich die Position etwaiger Zeichen daneben entsprechend weiter nach rechts verschiebt.
  • Schaltet man dagegen mit der Einfügen-Taste in den Modus des Überschreibens um, ersetzen die neu eingegebenen Zeichen eventuell bereits vorhandene Zeichen, ohne den vorhandenen Text zu behalten und zu verschieben.

Betätigt man die Taste aus Versehen, ärgert man sich meist nur darüber, dass der Text verschwindet, statt wie gewohnt (und in der Regel gewollt) neue Zeichen hinzuzufügen.

Es sei denn, man ändert ihre Funktion bewusst und haucht der Taste so wieder neues Leben ein.

Doch warum war diese Taste früher deutlich sinnvoller als heute?

Die Zeiten, als es noch keine Mäuse gab

Der wohl entscheidende Grund dafür, dass wir heute im Gegensatz zu den Anfangszeiten von PCs, Tastaturen und Tools zur Textverarbeitung keinen Modus mehr zum Überschreiben brauchen:

Die Maus.

  • Wenn wir Text ersetzen wollen, können wir ihn einfach kurzerhand mit der Maus markieren. Das geht deutlich leichter von der Hand, als die Überschreib-Funktion via Einfügen-Taste zu nutzen.
  • Außerdem gibt es mittlerweile die Zwischenablage, in der wir per Maus markierten Text im Handumdrehen parken und an eine andere Stelle kopieren können.

Ebenfalls ein Grund, warum das Überschreiben von Zeichen früher eher sinnvoll sein konnte: die damals deutlich geringere Rechenleistung. Beim Überschreiben kommen keine neuen Zeichen hinzu, was potenziell wertvolle Ressourcen sparen konnte.

Zu guter Letzt entspricht der alte Modus eher dem, was man von der guten, alten Schreibmaschine her kennt. Tippt man hier ein Zeichen, kann es bereits vorhandenen Text schließlich auch nicht nach rechts verschieben.

Es ist also kein Wunder, dass die Einfügen-Taste bei Keyboards in kompakteren Layouts wie 75 Prozent stets zu den ersten Tasten gehört, die über Board geworfen werden.

Falls ihr übrigens auf der Suche nach einem neuen Keyboard seid, findet ihr in unserer oben verlinkten Kaufberatung Tipps für jeden Anspruch und Geldbeutel.

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