Seite 3: Tesla Model 3: Mein Langzeit-Fazit nach zwei Jahren und 30.000 Kilometern

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Updates und Apps

Noch bevor ich mir den Tesla gekauft habe, hörte ich immer wieder: „Mein Auto ist jetzt besser als am Anfang“. Dies hielt ich immer etwas für übertrieben, aber mittlerweile kann ich das bestätigen. Im Monatstakt veröffentlicht Tesla Updates für seine Fahrzeuge, die ihr via WLAN herunterladen und installieren könnt. Während über das Jahr verteilt, kleine Updates mit wenigen Neuerungen erscheinen, lässt es Tesla um Weihnachten stets richtig krachen. 

Seit meinem Kauf führte das Unternehmen ein umfassendes Redesign der Bedienoberfläche durch, brachte nicht nur Cuphead in das Infotainment-System, sondern auch Dienste wie Disney+ oder auch Apple Music. Daneben kann ich das Dock frei belegen oder auch eine Lichtshow starten. Davor gab es bereits Schnickschnack wie ein romantisches Lagerfeuer mit Musik und warmer Luft oder ein Zeichenbrett. 

Nicht nur im Fahrzeug selbst ist viel los, sondern auch in der App. Diese ist zwingend notwendig, wenn ihr euer Fahrzeug abholt. Ein Tesla-Mitarbeiter schaltet nämlich euren Tesla in eurem Tesla-Konto frei, sodass ihr schlüssellos starten könnt. Als Backup gibt es zudem zwei Schlüsselkarten im EC-Karten-Format. 

Die App bietet dir alle wichtigen Informationen zum Ladestand, dem Wächter-Modus, die Temperatur sowie den Standort. In der Anwendung wird euer Fahrzeug in 3D dargestellt und ihr seht sogar fast in Echtzeit, wenn eine Tür geöffnet oder das Fahrzeug bewegt wird. Bei Letzterem könnt ihr die Geschwindigkeit ablesen. 

Im Sommer und Winter nutze ich sehr gerne die Klima-Optionen. Dadurch kann ich den Tesla vorab herunter kühlen oder in der kalten Jahreszeit aufwärmen. Hierzu lassen sich sogar Zeitpläne anlegen.

In der App kann man alle wichtigen Informationen einsehen und sogar diverse Funktionen fernsteuern. In der App kann man alle wichtigen Informationen einsehen und sogar diverse Funktionen fernsteuern.

Daneben könnt ihr kontrollieren, ob euer Tesla verschlossen ist. Während des Ladevorgangs könnt ihr hier Ladelimit und -geschwindigkeit anpassen. Auch eure Ladedaten lassen sich in der App analysieren, um eure Kosten einzusehen.

Habt ihr den Enhanced Autopilot freigeschaltet, könnt ihr das Fahrzeug in der App rufen oder vorwärts und rückwärts fahren lassen. 

Zudem befindet sich die Service-Option in der App. Diese habe ich ein paar Mal genutzt. Zuletzt hatte ich durch einen Steinschlag einen Riss in der Scheibe, sodass diese getauscht werden musste. Noch während der Fahrt hatte meine Frau Bilder aufgenommen und einen kurzen Text in der Tesla-App verfasst und beim nächsten Stopp war bereits ein Kostenvoranschlag sowie ein Termin für den Wechsel verfügbar. 

Darüber hinaus lassen sich in der App weitere Upgrades buchen oder auch Zubehör bestellen. Solltet ihr keinen Tesla haben, kann die Tesla-App dennoch sinnvoll sein, da sie euch Zugriff auf das Supercharger-Netzwerk gibt. Außerdem könnt ihr Tesla an Freunde und Bekannte weiterempfehlen und damit Punkte sammeln, um kostenlos zu laden oder andere Goodies aussuchen zu können. Punkte gibt es übrigens nur für den Werber. Als Geworbener erhält man bis zu 1.000 Euro Rabatt auf das neue Fahrzeug.

Die Vor- und Nachteile meines Tesla Model 3

Das Tesla Model 3 hat sich in den letzten zwei Jahren und auf 30.000 km Fahrt bewährt und dabei sowohl positive als auch negative Aspekte gezeigt. In diesem Abschnitt werden die Vor und Nachteile des Tesla Model 3 genauer beleuchtet, um potenziellen Käufern eine fundierte Entscheidungshilfe zu bieten.

Ein großes Plus erhält mein Tesla Model 3 durch seine beeindruckende Beschleunigung und sein sportliches Fahrerlebnis, was in dieser Preisklasse kaum vorzufinden ist. Die Beschleunigung meines Tesla Model 3 ist einfach atemberaubend. Dank des elektrischen Antriebs bietet das Fahrzeug eine sofortige und kraftvolle Beschleunigung, die jeden Fahrer begeistert.

Egal ob ich von einer Ampel losfahre oder auf der Autobahn überhole, das Model 3 beschleunigt mühelos und gibt mir ein Gefühl von kraftvoller Kontrolle. Es ist wirklich ein Fahrspaß der Extraklasse.

Ein weiterer Vorteil des Teslas ist die große Reichweite: Mit seinem effizienten 82-kWh-Akku und der intelligenten Energiemanagement-Technologie bietet das Tesla Model 3 eine beeindruckende Reichweite. Zwar konnte ich weder im Alltag noch auf der Langstrecke die von Tesla angebenden 560 km mit einer Ladung erreichen, aber ich habe schon den Weg nach Wien (ca. 700 km) mit nur einmal Zwischenladen geschafft, während ich mit 120 bis 130 km/h normales Autobahntempo hatte.

An einem Tag bin ich sogar mehr als 1.000 km gefahren und musst dabei nur zweimal laden. Während meine Frau einen Verbrauch von 9,5 bis 13 kWh erreicht, liegt er bei mir zwischen 17 und 21 kWh. Sie fährt ihn auf der Einstellung „Lässig“ und ich eher auf „Sport“.

Übrigens lassen sich auch Lenkung sowie das Bremsen beziehungsweise die Rekuperation anpassen. Letzteres fährt dazu, dass der Elektromotor das „Bremsen“ übernimmt und die dabei enstandene Energie wieder in die Batterie zurückführt, sodass du am Fuß eines Berges eine höhere Kapazität haben solltest als noch oben beim Start. 

Auch von Hinten macht das Model 3 eine gute Figur. Auch von Hinten macht das Model 3 eine gute Figur.

Zugang zum Supercharger-Netzwerk: Tesla-Besitzer profitieren von einem engmaschigen Netzwerk an Supercharger-Ladestationen, die das Aufladen des Fahrzeugs auf langen Strecken erleichtern. Dieses Netzwerk ermöglicht schnelles und bequemes Aufladen und reduziert die Sorgen um die Reichweite. Dabei analysiert der Tesla deinen Fahrstil und kann daraufhin eine Prognose über die Reichweite treffen.

Sollte eine Zwischenladung notwendig werden, informiert dich das System darüber und plant entlang deiner Route einen Stopp ein. Im Navigationsmenü siehst du dazu die potenzielle Ankunftsladung sowie die ungefähre Ladedauer (selten mehr als 20 Minuten). Dort kannst du auch jederzeit die mögliche Ladung am Zielort einsehen, während dir der Tesla auch anzeigt, ob du auch noch den Rückweg schaffst. 

Der geringe Wartungsaufwand ist ein dicker Pluspunkt auf der Liste. Dein Fahrzeug benötigt keine Ölwechsel oder Ähnliches. Im vorderen Kofferraum, der gerne als Frunk bezeichnet wird, findest du die Möglichkeit zum Auffüllen des Scheibenwischwassers. 

Wo Licht ist, ist meist auch Schatten. Zwar ist der Wartungsaufwand gering, aber du solltest unbedingt auf die Bremsen achten. Durch die Rekuperation verwende ich die Bremsen sehr wenig, wodurch sie rosten können. Es sind daher regelmäßige Bremsung zu empfehlen. 

Als negativer Punkt ist leider nochmals die Verarbeitungsqualität zu nennen, die wohl bei den US-Modellen besonders schlecht wegkommt. Neben Lackproblemen oder kleineren Nachlässigkeiten wie fehlende Schrauben am Unterboden gab es ansonsten nur wenig zu bemängeln.

Der Service ist dabei stets bemüht, dein Fahrzeug schnell zu reparieren. Einmal hatte ich Kondenswasser in der Rückleuchte, was ich über die App mit Text und Bildern meldete. Innerhalb kürzester Zeit erhielt ich einen Termin. Der Techniker fuhr einige Tage später mit einem Model S bei mir vor der Haustür vor und wechselte innerhalb von fünf Minuten das betroffene Rücklicht. 

Der Frontkofferraum beziehungsweise Frunk bietet Platz für den kleinen Einkauf, wird aber von mir oft vergessen. Der Frontkofferraum beziehungsweise Frunk bietet Platz für den kleinen Einkauf, wird aber von mir oft vergessen.

Eine Sache möchte ich noch sowohl auf der positiven als auch der negativen Seite erwähnen: das Touchdisplay. Es ist der Dreh- und Angelpunkt eines jeden Teslas. Mittels Such- und Sprachfunktionen kannst du viele Features schnell starten, aber während der Fahrt kann es mitunter sehr ablenken, wenn ich etwa die Klimaanlage bedienen oder Einstellungen an den Scheibenwischern (Intervalle) vornehmen möchte.

Die Kosten meines Tesla Model 3 auf 30.000 km

Als stolzer Besitzer eines Tesla Model 3 möchte ich meine Erfahrungen und Erkenntnisse über die Kosten meines Fahrzeugs auf den ersten 30.000 Kilometern teilen. Beim Kauf eines Elektroautos spielt der finanzielle Aspekt eine wichtige Rolle, und ich möchte Transparenz schaffen, damit potenzielle Käufer fundierte Entscheidungen treffen können.

Der Kaufpreis meines Tesla Model 3 betrug knapp 60.000 Euro inklusive aller Optionen und Upgrades. Dies kann je nach Modell und Ausstattung variieren. Ich habe später noch für 3.800 Euro den „Enhanced Autopilot“ freigeschaltet und habe noch den automatischen Garagentoröffner für 320 Euro gekauft. Die Installation war übrigens kostenlos. Dies mag in der Summe viel klingen und für viele Menschen auch viel Geld sein, aber es gab damals noch rund 9.500 Euro Umweltbonus von Staat und Hersteller und ich spare jedes Jahr die KFZ-Steuer. 

In vielen Städten kann man zudem kostenlos parken. Manchmal gibt es sogar kostenlose Ladesäulen. So konnte ich bereits mehrfach solche Säulen in Parkhäusern oder freizugänglichen Plätzen nutzen. 

Während meiner zwei Jahre mit dem Tesla Model 3 hatte ich das Glück, Zugang zu einem eigenen Ladepunkt zu haben. Die Kosten für das Laden zu Hause waren erheblich niedriger als die Kosten für das Tanken eines Verbrennungsmotors. Pro Monat beliefen sie sich auf etwa 80 Euro bei einer Laufleistung von etwa 1.200 km. 

Ab und an habe ich auch öffentliche Ladestationen genutzt, bei denen die Preise je nach Anbieter, Standort und sogar Zeit variieren können. Zu Stoßzeiten kann es sein, dass ihr einen höheren Preis zahlt und das Fahrzeug nur bis zu 80 Prozent laden darf, bevor der Vorgang automatisch beendet wird. 

Die jährlichen Kosten sind deutlich geringer als bei einem Verbrenner. Die jährlichen Kosten sind deutlich geringer als bei einem Verbrenner.

Langstreckenfahrten mit dem Tesla Model 3

Die Planung ist entscheidend: Eine erfolgreiche Langstreckenfahrt mit einem Tesla Model

3 erfordert eine keine großartige Planung. Vor der Reise ist es wichtig, dass du deinen Tesla möglichst voll lädst. Den Rest übernimmt dein Fahrzeug automatisch und plant notwendige Ladestopps dynamisch ein. Du brauchst also selbst keine Pausen einzuplanen. Das übernimmt dein Tesla für dich.

Nutze die Vorteile des Supercharger-Netzwerks

Das Tesla Supercharger-Netzwerk bietet eine schnellere Ladezeit im Vergleich zu anderen Ladestationen. Es ist wichtig, die Ladezeit an Superchargern zu berücksichtigen, um lange Wartezeiten zu vermeiden. Teslas können das Supercharger-Netzwerk effizient nutzen, um die Reichweite des Fahrzeugs in kurzer Zeit wieder aufzuladen. Die Ladesäule erkennt dein Fahrzeug völlig automatisch. Stecker rein und los geht das Laden.

Alternativen zu Superchargern

Obwohl das Supercharger-Netzwerk eine großartige Option ist, gibt es auch andere Ladestationen von Dritten, die genutzt werden können. Es ist ratsam, eine App oder Website zu verwenden, um alle verfügbaren Ladestationen in der Nähe zu finden und ihre Kapazität zu überprüfen. Auf diese Weise kannst du sicherstellen, dass du immer eine Lademöglichkeit hast, auch wenn keine Supercharger verfügbar sind.

Mein Fazit nach 2 Jahren und 30.000 km mit meinem Tesla Model 3

Nach mehr als zwei Jahren intensiver Nutzung meines Tesla Model 3 und einer Gesamtfahrleistung von mehr als 30.000 Kilometern möchte ich mein Fazit ziehen. Für alle, die über den Kauf eines Elektroautos nachdenken oder speziell an einem Tesla Model 3 interessiert sind, könnte dies sehr interessant sein. Hier sind meine wichtigsten Erkenntnisse:

Zuverlässigkeit und Haltbarkeit: Mein Tesla Model 3 hat sich als äußerst zuverlässig erwiesen. Es gab keine größeren technischen Probleme oder Ausfälle während der gesamten Zeit, die ich es besessen habe. Die Qualität der Materialien und die Verarbeitung sind hochwertig und robust, wenn auch mit kleineren Mängeln, die Tesla allerdings kompromisslos und schnell behebt.

Fahreigenschaften und Performance: Das Fahrgefühl beim Tesla Model 3 ist beeindruckend. Mit dem Elektroantrieb bietet es eine sofortige Beschleunigung, die eine Menge Spaß macht. Die Straßenlage ist stabil und präzise, und die Lenkung reagiert gut. Erst bei höheren Geschwindigkeiten (>200 km/h) wird das Fahrzeug unruhig.

Innenraum und Technologie: Der Innenraum des Tesla Model 3 ist minimalistisch und modern gestaltet. Das große Touchscreen-Display fungiert als zentrales Steuerelement für alle Funktionen des Fahrzeugs. Die Bedienung ist intuitiv und benutzerfreundlich, benötigt aber auch ein bis zwei Wochen Gewöhnungszeit. Auch die Konnektivitätsoptionen, wie zum Beispiel Over-the-Air-Updates, sind praktisch und halten das Fahrzeug immer auf dem neuesten Stand.

Reichweite und Ladeinfrastruktur: Eine der größten Sorgen für viele potenzielle Elektroauto-Käufer ist die Reichweite und die Verfügbarkeit von Ladestationen. Hier hat Tesla mit seinem Supercharger-Netzwerk einen klaren Vorteil. Das Laden meines Model 3 war noch nie ein Problem, da die Supercharger-Stationen strategisch günstig gelegen sind und das Aufladen schnell und einfach ist.

Die Reichweite meines Tesla Model 3 hat sich als ausreichend für meine täglichen Fahrten erwiesen. Ich kann bequem meine Pendelstrecke bewältigen und habe auch auf längeren Fahrten genug Reichweite. Die Ladeinfrastruktur von Tesla, insbesondere das Supercharger-Netzwerk, hat es mir immer ermöglicht, schnell und problemlos meinen Akku aufzuladen.

Wer Interesse hat, schaut am besten auch beim Artikel von Jusuf vorbei, denn dem Model 3 wurde erst kürzlich ein Upgrade verpasst:

Tesla: Model 3 bekommt neue Version mit mehr Reichweite - das ist alles neu

Spielt ihr gerade mit dem Gedanken euch einen Tesla zuzulegen? Hat euch der Artikel mehr oder weniger neugierig gemacht? Konntet ihr schonmal einen Tesla fahren? Was war euer Ersteindruck? Außerdem interessiert uns natürlich auch die Meinung von erfahrenen Tesla-Piloten. Wie sehen eure Erfahrungen aus? Verratet es uns gerne in den Kommentaren!

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