Tinder investiert 14 Millionen, damit ihr bessere Dates findet – will dafür im Gegenzug eure Fotos

Mithilfe von KI möchte Tinder die eigenen Kunden besser kennenlernen, um bessere Empfehlungen auszusprechen.

Tinder möchte ab 2026 neue KI-Features ausrollen, um Nutzer besser kennenzulernen und bessere Empfehlungen zu geben. (Bildquelle: DenPhoto – stock.adobe.com) Tinder möchte ab 2026 neue KI-Features ausrollen, um Nutzer besser kennenzulernen und bessere Empfehlungen zu geben. (Bildquelle: DenPhoto – stock.adobe.com)

Mit Tinder haben die Betreiber eine neue Art eingeführt, Dates zu finden. Das dahinterstehende System, wischt nach rechts oder links, um potenzielle Partner als «gefällt» oder «gefällt nicht» zu markieren, findet sich mittlerweile in vielen anderen Bereichen.

So gibt es Varianten für Spiele oder die Gruppensuche für Tabletop-Rollenspiele.

Das ist passiert: Der Betreiber von Tinder, die Match Group, testet momentan den Einsatz von KI, um die auf der Seite getroffenen Empfehlungen zu verbessern, das berichtet das Online-Magazin TechCrunch.

Im Detail:

  • Momentan werden die KI-Features in Australien und Neuseeland getestet.
  • Eine KI stellt Kunden dabei interaktive Fragen, um Nutzer besser kennenzulernen.
  • Daneben soll es auch die Möglichkeit geben, Tinder Zugriff auf eigene Fotos zu gewähren.

Laut den Betreibern soll der Zugriff auf die Fotos und die Beantwortung von Fragen dabei helfen, mehr über die Interessen und die Persönlichkeit der Nutzer zu erfahren.

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So können Fotos unter anderem über Hobbys und Interessen Auskunft geben. Gibt es Fotos, in denen ihr wandert, mit einer Katze spielt oder Kuchen backt, soll die KI diese Tätigkeiten mit euch verbinden. Mit den neu gewonnenen Informationen sollen dann bessere Empfehlungen ausgesprochen werden können. In den genannten Fällen also im besten Fall ebenfalls ein Nutzer, der gerne wandert, eine Katze hat oder backt.

Für den Test soll Tinder laut TechCrunch 14 Millionen Dollar ausgegeben haben.

Informationen zu dem Feature, welches Tinder Chemistry, auf Deutsch Chemie, nennt, finden sich auch in dem letzten Finanzbericht der Match Group:

Die KI-gestützte interaktive Matching-Funktion „Chemistry” von Tinder entwickelt die Art und Weise, wie Menschen miteinander in Kontakt treten, weiter, indem sie ein gezielteres und personalisierteres Entdeckungserlebnis schafft.

Mithilfe von Deep Learning und vom Nutzer freigegebenen Daten (wie Einblicken in die Kamerarolle) zeigt Chemistry jeden Tag einige besonders kompatible Profile an, was zu relevanteren Matches und interessanten Gesprächen führt.

Chemistry ist derzeit in Neuseeland und Australien verfügbar, eine Ausweitung auf weitere Länder ist für die kommenden Monate geplant.

Tinder soll den Start der neuen KI-Funktionen für 2026 planen. Zumindest soll der Zugriff auf die Fotos des Nutzers aber eine vorherige Erlaubnis benötigen.

Nun ist eure Meinung gefragt. Nutzt ihr Apps oder Dienste zum Daten? Würdet ihr Tinder oder einem anderen Dienst Zugriff auf eure Fotos geben? Schreibt uns dazu gerne einen Kommentar.

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