Die meisten von uns verbinden ihre smarten Geräte wohl per WLAN mit dem Internet, einfacher gehts kaum.
Es gibt allerdings gute Gründe, zumindest beim stationären Fernseher, aufs gute alte LAN-Kabel zurückzugreifen. Fünf Stück davon verraten wir euch in diesem Artikel.
Weniger Latenz
Latenz, oder Input-Lag, beschreibt die Verzögerung zwischen dem Zeitpunkt der Eingabe und dem Ausführen des Befehls durch das Endgerät.
Spieler können ein Lied von zu hoher Latenz singen; diese lässt sich am TV durch direkte Verbindung mit dem Router minimieren.
Warum geringe Latenz nicht nur beim Zocken wichtig ist: Beim Streaming spielt es keine Rolle, aber bei Live-Übertragungen schon. Schaut ihr beispielsweise die Fußball-EM im Livestream über den Fernseher, kommt das Signal bei geringerer Verzögerung eher an.
Ebenfalls nicht zu verachten: Der Fernseher fühlt sich beim Bedienen »direkter« an. Hier spielt die Latenz nur eine geringe Rolle – wichtiger ist der Prozessor –, aber bei Online-Diensten reagiert das Gerät mit LAN-Verbindung ein kleines bisschen schneller.
Bessere Ausnutzung der Bandbreite
Wenn ihr zu Hause für eine Bandbreite von 500 Mbit/s bezahlt, sollten die bestenfalls auch an den Endgeräten ankommen.
Das WLAN kann sich hier als Flaschenhals erweisen. Ein Grund könnte sein, dass der TV nicht in direkter Linie zum Router steht oder sich Wände zwischen beiden Geräten befinden. Dann leidet die Bandbreite.
Das LAN-Kabel ist hier unübertroffen.
Es gibt allerdings ein entscheidendes Element: die Netzwerkkarte eures TVs. In der Regel verfügen Smart-TVs über eine Netzwerkkarte mit Ethernet-Anschluss. Ist diese nicht mit Gigabit-Technologie ausgestattet, liegt die maximale Geschwindigkeit bei 100 Mbit/s.
Schaut daher am besten vorher aufs Datenblatt.
Wie viel Bandbreite bleibt am WLAN hängen?
Das lässt sich pauschal schwer beantworten. Maßgeblich hängt das von mehreren Faktoren ab:
- Wie viele Geräte sind mit dem WLAN-Netzwerk verbunden?
- Wie gesättigt sind die WLAN-Kanäle?
- Wie viele Hindernisse sind zwischen TV und Router?
- Welcher Standard wird beim Senden und Empfangen verwendet?
In Zahlen lässt sich das schwierig sagen, da jedes Netzwerk anderen Anforderungen besitzt. Mit direkter LAN-Verbindung umgeht ihr aber die meisten Pferdefüße.
Wie viel Bandbreite ihr zu Hause braucht, erklärt dieses Video:
Link zum YouTube-Inhalt
Mehr Sicherheit
Wie ärgerlich so ein Hacker-Angriff sein kann, lest ihr in einem Erfahrungsbericht unseres Autors Linh.
Den Fernseher mit dem LAN-Kabel an den Router zu klemmen, verhindert zwar nicht hundertprozentig, dass sich Menschen von außen Zugang zu eurem privaten Netzwerk verschaffen können, es reduziert die möglichen Zugänge aber um einen – den der WLAN-Verbindung zum TV.
Keine Abdeckungsprobleme
Ein WLAN-Signal kann durch andere Geräte oder Netzwerke in der Umgebung gestört werden. Besonders anfällig hierfür sind WLAN-Netzwerke in Wohnhäusern mit mehreren Parteien.
Das sorgt für Ausfälle und Verbindungsprobleme – und Frust.
Bevor ihr nach Alternativen wie 5-GHz oder WiFi-7-Verbindungen sucht: Nutzt das LAN-Kabel. Das ist die stabilste Lösung und von möglichen Abdeckungsproblemen unbetroffen.
Streaming und Cloud-Gaming werden stabiler
Der letzte Grund ist eine Kulmination aller Gründe zuvor.
Je stabiler euer Internet vom Router zum TV kommt, desto besser. Eine LAN-Verbindung bietet:
- Flüssigere und wenig fehlerbehaftete Streams über Netflix und Co.
- Weniger Latenz beim Online- oder Cloud-Zocken
Das reduziert den Frust, den mögliche WLAN-Verbindungen erzeugen können. Und nichts ist nerviger, als auf das Buffern eines Videos zu warten oder eine Online-Partie wegen Lags zu verlieren.
Eine gute und stabile Internetverbindung zu jeglichem Endgerät ist wichtig. Besonders am TV lohnt sich jedoch ein LAN-Kabel, da wir für viele Features den Anschluss ans Netz brauchen.
Fallen euch weitere Gründe ein, wieso man seinen Fernseher mit dem Kabel direkt an den Router verbinden sollte? Schreibt es gern in die Kommentare!







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