Red Dead Redemption 2 ist bekanntlich kein kurzes Spiel. Das wisst ihr spätestens dann, wenn ihr jemals nur noch schnell eine Mission spielen wolltet und zwei Stunden später immer noch vor dem Rechner sitzt, weil wieder eine Kopfgeldjagd dazwischengekommen ist und ihr die Lagerkasse auch noch schnell füllen wolltet.
Beim YouTuber MongoTV kommt noch eine ganz andere Herausforderung dazu: Das Spiel läuft in seinen Videos mit einer Bildrate von rund 4 FPS, für den Prolog im Schnee benötigt er entsprechend satte zwölf Stunden. Der Begriff »Gameplay« ist da also schon recht großzügig ausgelegt.
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RTX 4090: So flüssig läuft Red Dead Redemption 2 mit allen Einstellungen am Limit
Wer ist MongoTV?
MongoTV heißt laut eigener Kanalbeschreibung John Olsen, ist Däne, Jahrgang 1966, und lebt in der Nähe von Kopenhagen. Er beschreibt sich selbst als bald 60-jährigen YouTuber, der seit 2014 Videos hochlädt.
Und das in einem Ausmaß, das weit über einen normalen Gaming-Kanal hinausgeht. Nach eigener Aussage sind es inzwischen mehr als 65.000 Videos. Auf seinem Kanal findet ihr Alltagsaufnahmen, Reisen, Einkäufe, Rezepte, persönliche Updates und Gaming-Inhalte, teils auf Dänisch, teils auf Englisch.
Seine RDR2-Serie hat er erst im April 2026 gestartet – seitdem hat er 1.460 Videos zum Spiel hochgeladen. Ein Beispiel für sein Gameplay seht ihr hier
Link zum YouTube-Inhalt
Kunstfigur oder einfach ein sehr eigener YouTuber?
Genau hier wird der Fall etwas heikel: Natürlich könnte man MongoTV schnell als Troll ansehen, insbesondere bei solch einem Benutzernamen. Aber sein Kanal spricht eher gegen einen kurzfristigen Gag.
Olsen lädt seit über zehn Jahren Videos hoch, dokumentiert seinen Alltag, und spricht über Finanzen, Schulden, technische Probleme und Gaming. Kommentare sind laut seiner Kanalbeschreibung seit 2024 deaktiviert, um sich selbst, sein Zuhause und Menschen in seinen Videos zu schützen.
Das klingt nicht nach jemandem, der eine Kunstfigur erfunden hat, bei der Red Dead Redemption 2 besonders lustig ruckelt. Wie bewusst Olsen die Absurdität seiner Videos einsetzt, lässt sich von außen nicht sicher sagen.
Vielleicht ist ihm klar, wie ungewöhnlich das wirkt. Vielleicht spielt es für ihn einfach keine große Rolle. Fest steht nur, dass wir hier einen Menschen sehen, der YouTube auf eine sehr eigene Weise nutzt.

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