Warum empfehlen die amerikanischen Geheimdienste iPhone- und Android-Nutzern, ihre Smartphones neu zu starten?

Habt ihr schon mal daran gedacht, dass ein Neustart sicherer für euch ist?

Digitale Sicherheit kann so einfach sein, dass ein Neustart schon viel hilft. (Bildquelle: Adobe Stock Thapana_Studio) Digitale Sicherheit kann so einfach sein, dass ein Neustart schon viel hilft. (Bildquelle: Adobe Stock Thapana_Studio)

Während die Angst vor Computerviren in den letzten Jahren zurückgegangen zu sein scheint, gibt es weiterhin Gefahren im Netz, die man gerne mal übersehen oder vergessen kann. Immerhin ist man ja ohnehin immer auf denselben Seiten unterwegs, richtig?

Das kann nicht nur am PC, sondern auch am Smartphone gefährlich sein, denn Malware ist nach wie vor ein Problem.

Der US-Geheimdienst NSA hat einen simplen Tipp, der euer iPhone oder Android-Gerät deutlich sicherer macht. Die Lösung? Aus- und wieder einschalten (via Forbes).

Ein Reboot als Verteidigungslinie gegen Malware

Die NSA empfiehlt, Smartphones mindestens einmal pro Woche neu zu starten. Der Grund ist einfach: Viele schädliche Programme können einen Neustart nicht überleben.

Besonders sogenannte Non-Persistent-Malware wird durch den Reboot eliminiert – also Schadsoftware, die nur im Arbeitsspeicher lauert und nicht dauerhaft auf dem Gerät installiert ist. Das klingt nicht dramatisch, ist aber eine große Sicherheitslücke, da zum Beispiel Spionagesoftware wie Pegasus genau diese Taktik nutzt.


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Wie funktioniert es? Wenn Hacker auf fortgeschrittene Methoden setzen, wie zum Beispiel sogenannte Zero-Click-Exploits, speichern sie ihre Programme oft lieber im RAM ab als auf dem Speicher.

Der Vorteil für die Angreifer: Keine Spuren.

Der Vorteil für euch beim Neustart: Die Malware ist weg.

Das bedeutet allerdings nicht, dass euch ein Reboot komplett vor Hackern schützt. Es ist jedoch eine einfache Methode, um das Risiko ungewollter Zugriffe zu verringern.

Was die NSA noch empfiehlt: Ein Neustart ist nur ein Teil. Die NSA hat seit 2020 ein konkretes Sicherheitshandbuch, das auch folgende Punkte enthält:

  • Starke Passwörter mit mindestens 16 Zeichen nutzen
  • Biometrische Sperren einrichten (Fingerabdruck, Face ID)
  • Software regelmäßig aktualisieren – nicht aufschieben
  • Unbekannte Links ignorieren
  • Apps nur aus offiziellen Stores herunterladen
  • Jailbreak und Root vermeiden – das macht euer Gerät angreifbar
  • Öffentliche WLAN-Netze ohne VPN meiden

Das Wichtigste: Nicht nur einer Maßnahme vertrauen

Wie so häufig im Bereich Datenschutz und Datensicherheit gilt: Doppelt hält besser. Sicherheitsexperte Jake Moore von ESET, ein Cybersecurity-Unternehmen, betont einen wichtigen Punkt: 

»Zero-Click-Malware ist ein wiederkehrendes Problem für Apple und Android, wird aber meist schnell erkannt. Hat man einen Patch entwickelt, folgt ein Update.«

Am besten schützt ihr euch vor Schadsoftware, indem ihr euch vielfältig schützt: Updates, starke Passwörter, Vorsicht bei Links. Der Neustart ist lediglich eine der einfachsten Methoden.


Übrigens macht der RAM nicht nur Probleme, wenn Schadsoftware darin sitzt. Auch die Preise leiden gerade wegen zu viel Bedarf an KI-Chips. Wie sich das auf die Handypreise im neuen Jahr auswirkt, erfahrt ihr hier:

RAM-Knappheit: So stark sollen die Preise für Handys 2026 steigen


Ob wöchentlich oder monatlich: Hauptsache, ihr startet ab und zu euer Handy neu. Ein kurzer Reboot kostet euch zwei Minuten und könnte eine gefährliche Sicherheitsverletzung verhindern.

Wusstet ihr bereits, dass Schadsoftware in eurem RAM sitzen kann? Schreibt es uns gerne in die Kommentare!

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