Die USA glauben, China ist sehr an Nvidias H200-Chips interessiert. Huaweis Antwort: Millionen eigener Chips anzubieten

China setzt in Sachen KI-Beschleunigung längst nicht mehr nur auf die starken Lösungen von Nvidia.

Wer kann sich auf dem chinesischen Markt für KI-Beschleuniger letztlich durchsetzen? Wer kann sich auf dem chinesischen Markt für KI-Beschleuniger letztlich durchsetzen?

Um Nvidias KI-Beschleuniger gibt es in Bezug auf den Verkauf in China seit Jahren ein ständiges Hin und Her. Zuletzt hat die Trump-Regierung die Ausfuhr der starken H200-Chips wieder genehmigt, wenn auch unter finanziellen Auflagen.

Doch Huawei hat die Zeit genutzt, um selbst große Fortschritte in diesem Bereich zu erzielen, wie Xatakamovil berichtet. Demnach erreicht ihre KI-Plattform CloudMatrix 384 eine Leistung im Bereich von Nvidias NVL72 mit aktueller Blackwell-Architektur (GB200).

Das wird vor allem durch eine sehr große Anzahl an Einzelchips sowie eine im Vergleich klar schlechtere Energieeffizienz ermöglicht. Chips dieser Art werden nun in China massenhaft hergestellt und bevorzugt behandelt.

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China rückt die eigenen Lösungen in den Fokus

  • Laut der Financial Times (hinter einer Paywall) hat das chinesische Ministerium für Wissenschaft und Technologie einen Einkaufsleitfaden im KI-Bereich veröffentlicht.
  • Demnach werden Regierungsbehörden und staatliche Unternehmen dazu aufgefordert, chinesischen KI-Beschleunigern von Firmen wie Huawei, Moore Threads und Cambricon Priorität einzuräumen.
  • Es ist für diese Firmen daher nur sinnvoll, möglichst viele der eigenen Chips anzubieten, selbst wenn es dabei noch einige Hürden gibt.

Nvidias Vorsprung ist weiterhin groß

Obwohl China eindrucksvolle Fortschritte im Bereich der KI-Beschleuniger erreicht hat, ist das Gesamtpaket von Nvidia weiterhin für sie nicht zu schlagen, auch mit Blick auf den H200-Chip.

Das gilt insbesondere aufgrund der deutlich besseren Energieeffizienz. Durch den massenhaften Einsatz von KI-Chips spielt das mit Blick auf die Stromversorgung eine große Rolle.

Hinzu kommen Probleme mit der Software. Dass es hier bei den chinesischen Lösungen noch Barrieren gibt, räumen gegenüber der Financial Times Führungskräfte mehrerer Institutionen ein.

Nvidia dürfte also trotz der voranschreitenden Entwicklung der chinesischen KI-Chips weiter großes Potenzial mit den H200-Lösungen auf dem dortigen Markt haben.

Große lokale Firmen wie ByteDance und Alibaba haben laut Xatakamovil im Zuge des nun erlaubten Exports bereits Kontakt zu Nvidia aufgenommen.

Aber die Luft wird dünner und der KI-Wettbewerb zwischen den USA und China schreitet weiter voran.

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