Nvidias CEO äußert sich über Chinas entscheidende Vorsprünge und nimmt dabei kein Blatt vor den Mund

Das KI-Rennen ist weiter in vollem Gange. Laut Jensen Huang von Nvidia ist China dabei gleich in mehrfacher Hinsicht im Vorteil.

Im KI-Duell mit China sieht Jensen Huang die Konkurrenz in drei von zwei Bereichen klar vorn. (Bild: Nvidia.com) Im KI-Duell mit China sieht Jensen Huang die Konkurrenz in drei von zwei Bereichen klar vorn. (Bild: Nvidia.com)

Wenn es um das Thema KI geht, ist Nvidia aus verschiedenen Gründen an der Spitze mit dabei und sehr an einem Ausbau interessiert. Allen voran das Geschäft mit den eigenen KI-Beschleunigern, die weltweit in sehr großer Zahl zum Einsatz kommen.

Doch die Konkurrenz schläft nicht, und das bereitet Nvidias CEO Jensen Huang, der aus Taiwan stammt, wenig überraschend Sorgen. Dazu hat er sich in einem Interview kürzlich klar geäußert, mit Fokus auf China (via Jeuxvideo).

Um welche Vorteile Chinas geht es?

  • Bauzeiten: Für den KI-Ausbau sind große Rechenzentren entscheidend. Laut Huang dauert es dabei in den USA vom ersten Spatenstich bis zur Inbetriebnahme ungefähr drei Jahre. Zum Vergleich dazu solle es in China nur ein Wochenende dauern, um ein Krankenhaus zu bauen.
  • Energieversorgung: Huang spricht von einer Stagnation der Energieversorgung in den USA. In China schieße die Energiekapazität dagegen in die Höhe.

Bei der Chip-Fertigung sieht Huang die USA zwar noch um Generationen voraus. Aber gleichzeitig warnt er davor, zu unterschätzen, wie schnell China hier aufholen kann.

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Mehr KI-Chips von Nvidia für China

Wie wichtig der chinesische Markt für Nvidia als Abnehmer ist, zeigt sich auch an den jüngsten Entwicklungen in Bezug auf die schnellen H200-Chips mit Hopper-Architektur.

Nvidia darf sie wieder nach China verkaufen, wenn auch in Verbindung mit einer zusätzlichen Abgabe an die USA in Höhe von 25 Prozent.

US-Präsident Trump betont in seiner offiziellen Ankündigung des Deals zwar, dass die neuesten KI-Chips Blackwell (bereits verfügbar) und Rubin (kommender Blackwell-Nachfolger) nicht Teil der Vereinbarung sind.

An der Entscheidung gibt es in den USA aber dennoch Kritik, insbesondere wegen Sicherheitsbedenken.

Jeder will ein Stück von einem ganz besonderen Kuchen

Aus Huangs Sicht ist der aktuelle KI-Wettbewerb eine fünfstöckige Torte mit den folgenden Schichten:

  1. Chips
  2. Modelle
  3. Energie
  4. Infrastruktur
  5. Anwendungen

Seiner Einschätzung nach dominieren die USA die obersten beiden Ebenen, während China bei der Basis in Form der unteren drei Ebenen ganz vorn mit dabei ist.

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Wie sich der Wettbewerb weiterentwickelt, ist kaum vorherzusagen. Sehr konkrete Auswirkungen davon spüren auch wir Spieler bereits jetzt schon durch die aktuelle Speicherkrise (siehe auch das Video oben).

Mit Nvidias neuen Rubin-Chips für den KI-Bereich wird nach aktuellem Stand Ende 2026 gerechnet. Neue Gaming-Grafikkarten werden voraussichtlich erst 2027 oder sogar 2028 auf den Markt kommen.

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