Ich bin bereit, ein zusätzliches Abonnement für Fitness- und Health-Gadgets abzuschließen. Ich bin bereit, auf Funktionen wie Display oder Schrittzähler zu verzichten. Ich bin bereit, kleine Patzer in Form von sporadisch abweichenden Fitnessdaten zu verzeihen.
Wozu ich auf keinen Fall bereit bin: Mehrfache und tagelange Ausfälle hinzunehmen, in denen mein Gerät unbrauchbar ist. Aber genau das ist mir mit Whoop 4.0 mehrfach passiert, wie ich am Ende des Artikels genauer ausführe.
Dabei steckt so viel Potenzial in diesem Armband, das auf YouTube und Co. gefeiert wird. Ein Potenzial, das für mich (!) zumindest jetzt eine Wette auf die Zukunft ist. Alle Details schildere ich euch in meinem Erfahrungsbericht nach über 150 Tagen.
Transparenzhinweis: Das Armband wurde mir nicht von Whoop zur Verfügung gestellt. Die monatlichen Kosten habe ich aus eigener Tasche bezahlt. Der Artikel gibt meinen persönlichen Eindruck nach mehr als 150 Tagen wieder. Wie in vielen anderen Bereichen ist es auch bei Fitness- und Health-Gadgets ratsam, mehrere Rezensionen zu lesen, da die Messdaten von Person zu Person stark variieren können. So erhält man den bestmöglichen Eindruck vom Produkt.
Zum Aufklappen tippen/klicken
- Abonnement als Geschäftsmodell
- Design und Tragegefühl des Whoop-4.0-Armbands
- Whoop 4.0: App und Daten
- Belastung, Schlaf und das Logbuch sind meine Favoriten
- Wie schlägt sich das Whoop-4.0-Armband beim Sport?
- Whoop 4.0: Ein aktives Ziel verfolgen
- Mein großes Problem mit Whoop 4.0
- Ich kehre Whoop vorerst den Rücken
Abonnement als Geschäftsmodell
Whoop macht von Anfang an alles anders als viele Konkurrenten im Bereich der Fitness-Gadgets. Das Produkt basiert auf einem obligatorischen Abonnement (Mitgliedschaft), ohne das man das Gerät nicht erhält.
Es wird also kein Einmalpreis fällig, sondern eine monatliche Gebühr (und Laufzeit), die von der Zahlungsmethode abhängt. Mindestens sind es aber 18 Euro pro Monat. Das hat Vor- und Nachteile.
Vorteile:
- Es wird kein hoher Einzelpreis fällig.
- Kommt eine neue Version des Geräts auf den Markt, werdet ihr mit der neuesten Hardware versorgt.
- Die Entwickler sind bestrebt, zügig Updates zu veröffentlichen.
- Es gibt einen kostenfreien Schnuppermonat.
Nachteile:
- Das Gerät gehört euch nicht.
- Ihr seid an eine Laufzeit von mindestens zwölf Monaten gebunden.
- Die Gebühr ist abhängig von der Zahlungsweise sehr teuer (bis zu 30 Euro).
Was mich persönlich stört, sind die Versandkosten von knapp 18 Euro. Angesichts der monatlichen Gebühr ist mir das zu happig.
Design und Tragegefühl des Whoop-4.0-Armbands
Das Fitnessarmband verzichtet auf ein Display am Handgelenk und damit auf sämtliche Benachrichtigungen, Anrufe und Co. Im Vordergrund steht das kontinuierliche Sammeln von Fitness- und Health-Daten. Das Gerät will euch kennenlernen.
Dieses Konzept zieht sich durch das gesamte Produkt, vom Sensor über den Akku bis hin zur App. Wenn ihr wollt, könnt ihr das Armband mit unter die Dusche oder zum Schwimmen nehmen.
Im Gegensatz zu anderen Trackern muss das Armband zum Aufladen nicht abgenommen werden. Einfach den Akku darauf und nach etwa zweieinhalb Stunden hat das Gerät wieder Saft.
Nach kurzer Eingewöhnungszeit nehme ich das Teil am Handgelenk nicht mehr wahr, was besonders beim Schlafen von Vorteil ist. Das Stoffarmband selbst schmiegt sich wunderbar an die Haut, wobei der Sensor seine Abdrücke hinterlässt. Das lässt sich bei mir nicht vermeiden.
Das Whoop-Armband ist kleiner als viele herkömmliche Smartwatches. Der eigentliche Sensor wird zudem vom Armband umschlungen.
Im Lieferumfang ist ein schwarzes Armband enthalten, weitere Variationen in verschiedenen Farben und Gehäusearten sind optional und gegen Aufpreis erhältlich.
Was gibt es technisch über das Armband zu sagen?
- Der Sensor verwendet grüne, rote und Infrarot-LEDs zur Messung der Herzfrequenz, der Herzfrequenzvariabilität (HFV) und der Blutsauerstoffsättigung (SpO2).
- Ein Hauttemperatursensor ist ebenfalls integriert.
Insbesondere die HFV steht im Mittelpunkt des Whoop-Armbandes. Sie misst die Veränderung des zeitlichen Abstandes zwischen den Herzschlägen. Eine höhere HFV wird im Allgemeinen mit einer besseren Erholung und Anpassungsfähigkeit des Körpers in Verbindung gebracht (dazu gleich mehr).
Eine niedrige HFV kann ein Indikator für (chronischen) Stress, unzureichenden Schlaf, schlechte Ernährung oder Übertraining sein. All diese Informationen werden in der App erfasst.
Whoop 4.0: App und Daten
Wie bei anderen Fitness- und Health-Gadgets wird man von der App mit Informationen überschüttet. Einarbeiten, Lesen und Verstehen sind angesagt.
Zum Glück gibt es eine KI (ChatGPT), die mich voll und ganz überzeugt hat. Meine Fragen rund um die App beantwortete der Whoop-Coach zum Start mit Bravour.
- »Wie starte ich ein Training? Erkennt das Armband automatisch, wenn ich jogge?« (Ja, tut es.)
- »Ist das Armband mit GPS ausgestattet?« (Nein)
- »Wo finde ich Informationen über den Wert X oder Y?«
In Kürze: Der Coach ist die interaktive Bedienungsanleitung, die ich am Anfang sehr geschätzt habe.
Im Hauptbereich der App sind alle Informationen ersichtlich, die den eigenen Gesundheitszustand betreffen: Erholung, Belastung, HFV sowie die Schlafqualität.
Jeden Morgen gibt mir die App einen Rückblick auf den vergangenen Tag und stimmt mich auf den kommenden Tag ein. Dazu verwendet Whoop den Endwert der Erholung, der sich aus mehreren Faktoren zusammensetzt:
- Belastung des vergangenen Tages
- Herzfrequenzvariabilität
- Ruhe-Herzfrequenz
- Atemfrequenz
- Schlaf der letzten Nacht
Wie in meinen anderen Berichten über Fitness-Gadgets beschrieben, muss mir ein solches Gerät nicht unbedingt sagen, welche Leistung ich für den Tag zu erbringen bereit bin. Das sagt mir mein Körper selbst.
Viele Rezensenten im Internet beschreiben, dass das Armband durch die Messung der HFV erkennt, wenn man krank wird. Letzten Monat habe ich mir Corona eingefangen, aber das Armband hat mich nicht gewarnt, im Gegenteil.
Als ich selbst schon gemerkt habe, dass ich krank werde, hat mir die App geraten, meine Belastung für den Tag zu erhöhen. So viel dazu. Erst ein paar Tage später hat sich das Armband darauf eingestellt und mich zur Ruhe ermahnt.
Besonders interessant: Alkoholkonsum wirkt sich laut Armband genauso negativ auf HFV und Erholung aus wie eine Krankheit. Auch die Schlafqualität wird – wenig überraschend – entsprechend negativ bewertet. Die Daten schwarz auf weiß zu sehen, gibt dem Ganzen für mich ein anderes Gewicht.
Belastung, Schlaf und das Logbuch sind meine Favoriten
Ich trage das Armband fast rund um die Uhr (außer beim Duschen) wegen der Belastung und des Schlaftrackings. Wie passt das zu meinen vorherigen Aussagen?
In Ausnahmefällen (wie oben beschrieben) stimmt der Wert nicht immer mit dem tatsächlichen Wohlbefinden überein. In vielen Fällen aber schon, zumindest empfinde ich das so. Die Belastung wird zwischen 0 und 21 angegeben.
- Wenn ich eine sehr erholsame Nacht hatte und mein Körper entsprechend fit ist, wird meine empfohlene Belastung relativ hoch sein. Dieser Wert ist dann auch schwieriger zu erreichen.
- War die Nacht entsprechend kurz, habe ich mich erkältet oder Alkohol getrunken, wird dies auf die Belastung angerechnet und mein Soll ist entsprechend niedrig. So beginne ich den Tag bereits mit einem relativ hohen Belastungswert.
Ich brauche ein Ziel vor Augen, um mich zu motivieren. Während das bei anderen Gadgets die 10.000 Schritte sind, ist es bei Whoop die Belastung, die mich noch einmal vor die Tür treibt. Das kommt natürlich auf den Typ an.
Bei mir ist es ähnlich wie damals beim Lernen in der Schule. Um die Informationen dauerhaft im Kopf zu speichern, muss ich sie mir vor Augen führen und aufschreiben. Dann klappte das auch mit den Klausuren.
Schlafwerte
Dank des hohen Tragekomforts stört das Whoop 4.0 nicht beim Schlafen. Zusammen mit dem Armband habe ich die Apple Watch Ultra 2 und den Helio Ring von Amazfit getragen, um Vergleichswerte zu erhalten.
Insgesamt misst Whoop 4.0 weniger Gesamtschlaf als die beiden anderen Gadgets. Zudem ist der Leichtschlaf deutlich kürzer, während der Wach- sowie der Tiefschlaf im Vergleich deutlich höher liegen.
Lediglich beim Rem-Schlaf nähert sich Whoop den beiden anderen Geräten an und liegt in einigen Messungen gleichauf mit der Apple Watch. Die Schlafwerte sind als grobe Richtwerte zu verstehen, die ohnehin nicht mit der Genauigkeit eines Schlaflabors mithalten können. Wahrscheinlich liegt die Wahrheit irgendwo dazwischen.
Messung 1
| Gesamt | Wach | Leicht | Tief | Rem | |
|---|---|---|---|---|---|
| Amazfit Helio Ring | 07:24 | 0:00 | 05:35 | 00:47 | 1:02 |
| Whoop 4.0 | 07:03 | 00:22 | 03:52 | 01:42 | 01:29 |
| Apple Watch | 07:22 | 0:04 | 05:03 | 00:27 | 01:47 |
Messung 2
| Gesamt | Wach | Leicht | Tief | Rem | |
|---|---|---|---|---|---|
| Amazfit Helio Ring | 06:36 | 0:00 | 04:10 | 01:07 | 01:28 |
| Whoop 4.0 | 06:07 | 00:29 | 03:17 | 01:36 | 01:14 |
| Apple Watch | 06:32 | 00:05 | 04:23 | 00:54 | 01:15 |
Messung 3
| Gesamt | Wach | Leicht | Tief | Rem | |
|---|---|---|---|---|---|
| Amazfit Helio Ring | 06:21 | 00:00 | 03:42 | 01:15 | 01:24 |
| Whoop 4.0 | 05:53 | 00:16 | 02:59 | 01:18 | 01:36 |
| Apple Watch | 06:11 | 00:07 | 03:39 | 01:07 | 01:16 |
Nach einem Update hat sich dieses Verhalten jedoch wieder geändert. Mittlerweile misst das Whoop 4.0 ähnliche Werte wie die Apple Watch. Leider gibt es dazu keine Informationen in den Release Notes, was ich bei diesem Produkt schmerzlich vermisse.
Die Entwickler haben im Laufe der Zeit den Algorithmus zur Messung der Daten ver(schlimm)bessert, aber die Kommunikation ist intransparent. So kommt es vor, dass sich Trägerinnen und Träger in Foren über plötzlich ungenaue Daten ärgern und dahinter das letzte Update vermuten.
Andere Community-Mitglieder wiederum freuen oder wundern sich, dass ihr Armband plötzlich genauere Daten aufzeichnet – so wie ich.
11:59
Schlaftracker versus Schlaflabor - Wie genau sind Apple Watch und Co.?
Das Logbuch ist einmalig
Wenn ich eine Funktion der App herausgreifen muss, die mir besonders im Gedächtnis geblieben ist, dann ist es das Logbuch. Damit dokumentiere ich meinen letzten Tag, von der Ernährung über das Wohlbefinden bis hin zu Krankheitssymptomen, Lebensstil oder Verhaltensweisen.
Warum das alles? Mit der Zeit bekomme ich eine Einsicht darüber, was genau meinen Schlaf beeinträchtigt oder gefördert hat. Beim Logbuch kostet es mich durchaus Überwindung, es täglich zu dokumentieren. Es ähnelt dem Schreiben in einem Tagebuch.
Wie schlägt sich das Whoop-4.0-Armband beim Sport?
Eignet sich das Whoop-Armband zum Sport? Ja, auf jeden Fall! Laut Whoop wird eine Vielzahl von Sportarten automatisch erkannt, wenn die Aktivität lange genug (knapp 15 Minuten) durchgeführt wurde.
Sobald die Herzfrequenz wieder auf ein normales Niveau entsprechend dem Startwert zurückgekehrt ist und dieses Niveau gehalten hat, wird die Aktivität ausgewertet. Dies kann mehrere Minuten dauern und ist auch nach dem Schlafen der Fall.
Wenn beim Laufen die zurückgelegte Strecke aufgezeichnet werden soll, muss das Smartphone mitgeführt werden. Das Armband hat kein GPS-Signal.
Im Test hat das Armband Spazierengehen, Laufen, Schwimmen und Radfahren zuverlässig automatisch erkannt. Für einen genauen Vergleich beim Laufen habe ich einen Brustgurt zur Herzfrequenzmessung getragen.
Warum ein Brustgurt als Referenz? Ein Brustgurt zur Messung der Herzfrequenz gilt als Goldstandard und bietet gegenüber anderen Methoden wie der optischen Pulsmessung am Handgelenk entscheidende Vorteile. Brustgurte messen die elektrischen Signale des Herzens direkt, was potenziell zu wesentlich genaueren Herzfrequenzmessungen führt. Externe Faktoren wie Hautfarbe, Haarbewuchs oder Passform des Geräts beeinflussen zudem die Messung mit einem Brustgurt weniger.
Leider ist bei Whoop das Diagramm abgeschnitten, obwohl das Training mit wenigen Sekunden Verzögerung auf beiden Geräten gestartet wurde.
Messung 1:
| Outdoor Laufen | Min | Schnitt | Max |
|---|---|---|---|
| Whoop 4.0 | 89 | 138 | 185 |
| Polar H10 | 81 | 143 | 185 |
Messung 2:
| Outdoor Laufen | Min | Schnitt | Max |
|---|---|---|---|
| Whoop 4.0 | 83 | 139 | 186 |
| Polar H10 | 70 | 142 | 186 |
Bei der maximalen Herzfrequenz liegt das Armband fast immer gleichauf mit dem Brustgurt, während es im Durchschnitt mehr als drei Schläge weniger als das Referenzprodukt misst. Noch ungenauer wird es bei den niedrigsten gemessenen Herzschlägen pro Minute. Hier liegt Whoop 4.0 immer deutlich drüber.
Was bei mir Fragezeichen auslöst, ist die Ungenauigkeit der Distanzangabe, die sich von der Apple Watch und dem Polar Band unterscheidet. Während beide in einem Fall ungefähr auf knapp 3,0 Kilometer kommen, sind es beim Whoop-Armband 3,9 Kilometer.
Ähnliches Problem an anderer Stelle: Obwohl es sich bei dem Schrittzähler um eine Beta-Version handelt, ist die Funktion eher im Alpha-Stadium. Während die Apple Watch bei 1.000 tatsächlichen Schritten 1.005 Schritte zählt, sind es beim Whoop Armband stolze 3.400. Die Funktion ist derzeit absolut unbrauchbar.
Whoop 4.0: Ein aktives Ziel verfolgen
Whoop unterstützt mich wahlweise dabei, ein aktives Ziel zu verfolgen, etwa Gewicht zu verlieren, fitter zu werden oder meine Schlafqualität zu verbessern. Es ist auch möglich, einen individuellen Plan aus Bewegung, Schlaf und Verhaltensweisen (etwa weniger Kaffee, weniger Alkohol) selbst zu kreieren.
In meinem Plan geht es einfach darum, meine Fitness zu verbessern und dreimal pro Woche die optimale Belastung zu erreichen. Es hilft mir, eine Art Verpflichtung einzugehen und am Freitag festzustellen, dass ich nur noch einmal laufen muss, um mein Wochenziel zu erreichen.
Bisher hat mir das sehr geholfen, auch wenn ich mein Ziel nicht immer erreicht habe.
Mein großes Problem mit Whoop 4.0
Insgesamt gefällt mir der Ansatz von Whoop, wie das Armband meine Gesundheit und Fitness im Auge behält, mich motiviert und die Ergebnisse aufbereitet. Es macht mir Spaß, jeden Tag in die App zu schauen und meine Erfolge zu beobachten.
Allerdings hatte ich in den letzten 150 Tagen ein großes Problem mit dem Armband:
- Es hat sich aufgehängt und reagierte nicht mehr, auch nicht in der App.
- Ein entsprechender Reset-Knopf am Sensor selbst ist nicht eingebaut.
- Nach kurzer Recherche im Internet wandten sich Personen mit dem gleichen Problem fragend an die Community.
Die Lösung: Warten, bis dem Armband der Saft ausgeht. Das kann manchmal mehrere Tage dauern, schließlich hält das Fitness-Gadget bis zu fünf Tage durch.
Fünf Tage, in denen ich das Armband definitiv nicht nutzen kann. Fünf Tage, für die ich monatlich zahle. Fünf Tage, in denen meine Daten nicht gespeichert werden und verloren gehen.
Einmal ist keinmal. Aber es ist insgesamt dreimal passiert. Ich bin davon ausgegangen, dass mein Gerät defekt war und wandte mich per E-Mail an den Support, der sich erst nach drei Tagen meldete. Wer der englischen Sprache nicht mächtig ist, muss sich unter Umständen noch länger gedulden.
Bei meiner ersten Meldung in deutscher Sprache wurde ich per E-Mail an den deutschen Support weitergeleitet. Alternativ steht auch eine Hotline in den USA zur Verfügung.
Immerhin hat der Support das Gerät ausgetauscht und auch der Monat, in dem ich das Gerät kaum nutzen konnte, wurde mir anstandslos auf mein Konto gutgeschrieben. Dies möchte ich positiv hervorheben.
Auf meine Nachfrage bei Whoop, dass dieses Problem anscheinend mehrere Nutzer betrifft und was genau die Ursache ist, habe ich keine Antwort erhalten.
Das Ersatzprodukt trage ich nun seit etwa einem Monat am Handgelenk und bis jetzt ist der Fehler nicht wieder aufgetreten.
Im Moment gehe ich davon aus, dass es am vorherigen Sensor lag, aber ich rate ins Blaue. Es könnte auch ein Softwarefehler sein, denn in zwei von drei Fällen hat sich das Gerät aufgehangen, als ein Update verfügbar war. Was bleibt? Frust.
Und hier liegt die Krux: Wenn ich monatlich eine beträchtliche Summe für die Nutzung bezahle, muss das Gerät zuverlässig funktionieren. Zumindest muss es die Möglichkeit geben, das Armband im Zweifelsfall neu zu starten. Zumal Whoop selbst damit wirbt, die Daten des Trägers rund um die Uhr zu tracken.
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Das Whoop-Armband misst verschiedene Körperdaten wie Körpertemperatur, Atemfrequenz und Sauerstoffgehalt im Blut. Der Hersteller gibt an, keine persönlichen Daten an Dritte zu verkaufen und keine persönlich identifizierbaren Daten für Werbezwecke zu verwenden.
Whoop verwendet aggregierte, nicht identifizierte oder anonyme Daten zu Forschungszwecken, »um die Produkte zu verbessern«. Außerdem gibt das Unternehmen nach eigenen Angaben niemals freiwillig Mitgliederdaten an Strafverfolgungsbehörden weiter.
Mitarbeiter haben nur im Rahmen legitimer geschäftlicher Erfordernisse Zugriff auf personenbezogene Daten, so die Erklärung des Unternehmens. Datenzugriffe werden protokolliert und regelmäßig auf Unregelmäßigkeiten überprüft.
Informationen zur Sicherheit der Daten:
- Es gibt ein Formular zur Meldung von Sicherheitsverletzungen.
- Whoop hat eine Richtlinie zur Offenlegung von Schwachstellen mit einer Frist von 90 Tagen.
- Auf aktiv ausgenutzte Schwachstellen (»Zero-Day-Schwachstellen«) wird innerhalb von sieben Tagen reagiert.
Wo werden die Daten gespeichert? Seid euch darüber im Klaren, dass die Daten den Kontinent verlassen und in den USA gespeichert werden. Hier geht es zur Datenschutzerklärung von Whoop.
Ich kehre Whoop vorerst den Rücken
Am Ende der Laufzeit lege ich das Armband ab und beobachte die Entwicklung von der Seitenlinie. Mir gefällt, nein ich liebe das Armband für die Art und Weise, wie es die Daten aufbereitet und mich aktiv daran teilhaben lässt. Das Logbuch macht Spaß und die Erkenntnisse sind spannend, die Pläne motivierend.
Allerdings schwebt die Ungewissheit über erneute Ausfälle wie ein Damoklesschwert über mir. Jedes Gerät kann mal ausfallen, das kennen wir alle von Smartphones oder PCs. Es muss aber eine Möglichkeit geben, das Gerät im Zweifel neu zu starten – und die habe ich nicht.
Zumindest dann, wenn das Gerät nicht mehr reagiert. In Kombination mit den durchaus schwankenden Daten und der Intransparenz ist mir der hohe monatliche Preis einfach nicht wert. Vielleicht ändert sich das mit Whoop 5.0.



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