Ein Spieler hat über 10 Jahre lang seinen Papierkorb nicht geleert und Datenmüll in der Größenordnung eines Call of Duty produziert

In über zehn Jahren haben sich mehr als 300 Gigabyte Daten im Papierkorb eines Spielers angesammelt.

Das Löschen von mehr als 550.000 Dateien wird seine Zeit in Anspruch genommen haben. (Bildquelle: Illuminated-Autocrat Reddit) Das Löschen von mehr als 550.000 Dateien wird seine Zeit in Anspruch genommen haben. (Bildquelle: Illuminated-Autocrat / Reddit)

Wer glaubt, dass gigantische Spiele wie Call of Duty: Warzone die ultimativen Speicherfresser auf der Festplatte sind, hat seine Rechnung ohne den Windows-Papierkorb gemacht. Zumindest im Falle dieses Spielers.

Er hat auf Reddit mit einem Screenshot für Staunen gesorgt. Auf diesem sieht man, wie der Papierkorb des Windows-Systems zum ersten Mal seit zehn Jahren geleert wird

Das Resultat: Exakt 302 Gigabyte an angesammeltem Datenmüll fallen dem einen Klick auf »Papierkorb leeren« zum Opfer. Wie lange die gesamte Löschorgie gedauert hat, verrät der Spieler allerdings nicht. Auf dem Screenshot ist nur das von vielen Windows-Nutzern unbeliebte »Berechnen« zu sehen.


Video starten 4:00 Was passiert, wenn man dem ersten Windows-Laufwerk den Buchstaben »C« wegnimmt?


Was ist eigentlich der Windows-Papierkorb?

Der Papierkorb in Windows hat die Funktion eines Sicherheitsnetzes. Es ist ein versteckter Systemordner, in den gelöschte Dateien standardmäßig verschoben werden. Solange sie sich dort befinden, können sie wiederhergestellt werden.

Allerdings belegen sie nach wie vor die exakte Menge Speicher wie vor dem Löschen durch den Benutzer. Erst wenn die Dateien aus dem Papierkorb entfernt werden, gibt Windows auch den Speicherplatz frei.

Ein digitaler Daten-Friedhof aus einem Jahrzehnt

In dem Beitrag auf Reddit teilt der Nutzer einen Screenshot, der viele PC-Nutzer wahrscheinlich mit einem Fragezeichen zurücklässt: Warum wurde der Papierkorb erst nach zehn Jahren geleert?

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Die gezeigten Zahlen haben es in sich: Fast 500.000 einzelne Dateien aus knapp zehn Jahren PC-Nutzung hatten sich in der digitalen Mülltonne angesammelt.

In den Kommentaren geben sich mittlerweile Witze und ernst gemeinte Ratschläge die Hand. So schreibt Inevitibility etwa, dass er sein Betriebssystem dreimal neu installiere, bevor der Papierkorb des anderen Nutzers geleert sei.

Andere warfen ein, dass es eine große Leistung sei, Windows in so langer Zeit nie neu installiert zu haben.

So lässt sich der Papierkorb konfigurieren

Windows reserviert standardmäßig einen Prozentsatz einer Festplatte für den Papierkorb. Bei größeren Festplatten sind dies in der Regel zwischen fünf und zehn Prozent. Bei einer zehn Terabyte-Platte kann dort also durchaus einiges zwischengelagert werden.

Sobald der Papierkorb voll wird, fängt Windows an, die ältesten Dateien zu entfernen. Es geht also nach dem First In, First Out-Prinzip.

Wichtig ist zudem noch, dass es pro Festplatte oder Partition einen separaten Papierkorb gibt.

Um herauszufinden, wieviel Platz der Papierkorb belegt geht ihr in die Speichereinstellungen unter Einstellung > System > Speicher. Dort zeigt Windows nach einem kurzem Scan an, wie viel Platz die Temporären Dateien belegen.

So kannst du das Limit in Windows 11 selbst einstellen:

  1. Mach einen Rechtsklick auf das Papierkorb-Symbol auf deinem Desktop.
  2. Wähle Eigenschaften.
  3. Wähle in der Liste das Laufwerk aus, das du anpassen möchtest z. B. Laufwerk C:.
  4. Aktiviere die Option Benutzerdefinierte Größe und trage die maximale Größe in Megabyte (MB) ein (z. B. 10.000 für knapp 10 GB)
  5. Klicke auf Übernehmen und dann auf OK.

Hilfreich ist auch noch folgender Tipp: Ihr könnt beim Löschen den Papierkorb auch direkt umgehen. Haltet dabei die Shift-Taste gedrückt, während ihr Löschen auswählt.

Mehr zum Thema: Windows 11 geht auf eure Wünsche ein: Das Startmenü wird kernsaniert

Jetzt ist eure Meinung gefragt. Löscht ihr den Papierkorb eures PCs regelmäßig selbst, oder lasst ihr es Windows erledigen? Auf welche Größe ist er bei euch eingestellt? Schreibt uns dazu gerne einen Kommentar.

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