Windows hat mich bei meinem alten Gaming-Notebook kürzlich komplett im Regen stehen gelassen, aber zu guter Letzt habe ich doch noch die Hilfestellung bekommen, die man in so einem Fall braucht, wenn auch über den Umweg des offiziellen Supports.
Wo genau lag das Problem? Ich habe den besagten Laptop mit Windows 10 jahrelang nicht genutzt und vor Kurzem erstmals wieder eingeschaltet. Aufgrund von jeder Menge fehlender Updates bin ich dabei in einer Sackgasse gelandet.
- Zunächst hat mir Windows neben zahlreichen kleinen Aktualisierungen auch die Installation der Windows-10-Version 20H2 angeboten, was reibungslos geklappt hat.
- Danach hieß es in den Update-Einstellungen aber selbst nach wiederholten Neustarts nur noch, dass wichtige Sicherheits- und Qualitätsfixes fehlen, ohne mir eine Möglichkeit zu bieten, sie herunterzuladen (siehe das Bild unten).
- Der Wechsel zu Windows 11 war ebenfalls keine (offizielle) Option. Der Grund: das alte Notebook erfüllt nicht die Mindestanforderungen, unter anderem aufgrund seiner nicht unterstützten CPU.
Und jetzt?
Eine simple Lösung, die nicht jeder kennt
Wer sich mit Windows auskennt, der weiß, was man in so einem Fall tun kann: Die aktuelle Version des Betriebssystems über die Webseite von Microsoft herunterladen und sie aus dem laufenden System heraus installieren.
Programme und Daten bleiben dabei meiner Erfahrung nach (meist) komplett erhalten und Probleme wie das oben beschriebene sollten in aller Regel wieder verschwinden.
Weniger versierte Nutzer wissen das aber nicht und Windows verrät es auch nicht. Damit stehen sie dann vor einem potenziellen Problem, da der PC oder Laptop auf viele aktuelle Sicherheitsupdates verzichten muss.
Doch nicht verzagen, man kann ja den Microsoft-Support fragen!
Passend zum Thema: Wir ignorieren die Windows-Warnung, den PC nicht auszuschalten und es passieren merkwürdige Dinge
Ich gebe die Kontrolle über meinen Laptop ab
- Der Kontakt zum Support ist schnell hergestellt: In den Update-Einstellungen findet sich in der Spalte ganz rechts der Punkt
Hilfe anfordern
. Um den Support im neuen Fenster kontaktieren zu können, ist allerdings die Anmeldung mit einem Microsoft-Konto erforderlich. - Anschließend wurde ich auf eine Chat-Webseite weitergeleitet und prompt sowie freundlich von einem Support-Mitarbeiter empfangen (Grüße an Marlon an dieser Stelle!).
- Nach einer kurzen Schilderung des Problems wurde ich schnell gefragt, ob es für mich in Ordnung ist, meinen PC zur Behebung des Problems fernsteuern zu lassen:
Eine für mich völlig nachvollziehbare Herangehensweise, da sich der Fehler so potenziell am schnellsten finden lässt. Per reiner Ferndiagnose ist so etwas oft sehr mühselig bis unmöglich.
Ich musste die dafür gedachte und vorinstallierte Quick-Assist-App zwar einmal neu installieren, weil sie zunächst nicht starten wollte. Aber dabei hat mir der Support-Mitarbeiter schnell mit dem passenden Download-Link geholfen.
Wie der Support-Mitarbeiter vorgegangen ist
- Nach einem kurzen Check der aktuellen Windows-Version über den Befehl
winver
hat er über Kommandozeilen-Befehle versucht, die Update-Dienste zurückzusetzen beziehungsweise neu zu installieren. - Die entsprechenden Befehle kopierte er von offiziellen Windows-Webseiten, die für eine entsprechende Hilfestellung gedacht sind.
- Dass diese Dienste auf meinem Notebook ein größeres Problem darstellen, zeigte sich schließlich nach Eingabe eines dieser Befehle. Er führte zu einer wahren Flut von Fehlermeldungen:
Dann wurde es dem Support-Mitarbeiter schließlich zu bunt und er hat das getan, was ich auch getan hätte: Wie oben beschrieben den Download der neuesten Version von Windows 10 starten, um es aus dem aktuellen Betriebssystem heraus neu zu installieren.
Wenn es nötig gewesen wäre, hätte er vermutlich auch die Installation nach dem Download per Fernsteuerung gestartet. Aber mit seinen klaren Anweisungen, was man dafür nach dem Download tun muss, dürften die meisten Menschen ab diesem Punkt selbst zurechtkommen.
Nach der Neuinstallation von Windows 10 musste ich mich zwar in der ein oder anderen App wie Dropbox wenig überraschend neu anmelden. Im Kern war aber alles wie zuvor und auch die Windows-Updates liefen erwartungsgemäß wieder reibungslos.
Mein Fazit zu Microsofts Hilfestellung
Letztlich bin ich sehr zufrieden mit der Hilfe des Support-Mitarbeiters, auch wenn es zwischendurch zu den vielen Fehlermeldungen gekommen ist.
Schaden haben sie nicht angerichtet und mir wurde insgesamt flott und kompetent geholfen, auch wenn ich persönlich diese Hilfe eigentlich nicht gebraucht habe.
Noch besser wäre es, wenn die Probleme im ersten Schritt gar nicht erst entstanden wären. Bei so einem alten und lange nicht eingeschalteten Laptop kommt so etwas aber andererseits nicht wirklich überraschend.
Lasst mich gerne in den Kommentaren wissen, ob ihr bereits eigene Erfahrungen mit dem Support von Microsoft gemacht habt!


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