Als Xiaomi Auto Anfang des Monats bekannt gab, im September mehr als 40.000 Fahrzeuge ausgeliefert zu haben, deutete vieles darauf hin, dass die Autosparte des Konzerns einen schwierigen Sommer endlich hinter sich gelassen hat.
Das lag vor allem am Marktstart der neuen SkyNomad-Modelle und dem deutlichen Zuwachs im Vergleich zu den 30.153 Einheiten im August, über die wir euch bereits berichtet haben. Ein genauerer Blick auf die Zahlen zeigt jedoch die ganze Realität.
Inzwischen liegen die offiziellen Daten auf dem Tisch: Die China Passenger Car Association (CPCA) beziffert die Auslieferungen von Xiaomi im vergangenen Monat auf exakt 40.015 Fahrzeuge. Das ist der bisherige Bestwert für das Jahr 2026 und ein Plus von 32,7 Prozent gegenüber dem August – gleichzeitig aber auch ein Rückgang um 4,6 Prozent im Vergleich zu den 41.948 Fahrzeugen aus dem September 2025. Für das Unternehmen bedeutet dies den zweiten Monat in Folge mit sinkenden Zahlen im Vorjahresvergleich.
Dieser Artikel stammt im Original von unserer spanischen Schwesterseite Mundoxiaomi und erscheint bei GameStar Tech in übersetzter und angepasster Form.
SkyNomad stützt die Bilanz, während SU7 und YU7 weiter an Schwung verlieren
Ein Großteil des Erfolgs geht auf das Konto der neuen SUV-Familie mit Range Extender: In ihrem ersten Verkaufsmonat kamen der N70 mit 7.147 Einheiten und der N90 mit 5.297 Fahrzeugen zusammen auf 12.444 Auslieferungen. Damit war fast jedes dritte im September übergebene Xiaomi-Modell bereits ein SkyNomad – und das, obwohl die Auslieferungen an die Kundschaft erst Mitte des Monats anliefen.
Die eigentlichen Sorgenkinder bleiben die beiden etablierten Modelle: Die Limousine SU7 kam lediglich auf 15.751 Einheiten – ein Minus von 19,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und bereits der zwölfte Negativmonat in Serie. Beim YU7 fiel das Ergebnis mit 11.820 Fahrzeugen sogar auf fast die Hälfte der 22.369 Einheiten aus dem September 2025, als das Modell noch von der anfänglichen Markteinführungseuphorie getragen wurde.
Xiaomi braucht ein rekordverdächtiges Schlussquartal für die angestrebten 550.000 Fahrzeuge
Auch der Spitzenwert im September ändert am Gesamtbild des dritten Quartals nur wenig: Zwischen Juli und September lieferte Xiaomi Auto 101.435 Fahrzeuge aus, was einem Rückgang von 6,8 Prozent gegenüber den 108.796 Einheiten im gleichen Vorjahreszeitraum entspricht.
Seit Jahresbeginn summiert sich der Absatz auf 286.490 Einheiten – ein Zuwachs von 7,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr, auch wenn sich das Wachstum im Vergleich zu den 9,7 Prozent bis einschließlich August spürbar abgekühlt hat.
Damit hat Xiaomi bislang 52,1 Prozent des Jahresziels von 550.000 Auslieferungen im Jahr 2026 erreicht. Für das vierte Quartal fehlen folglich noch 263.510 Fahrzeuge – ein rechnerischer Monatsdurchschnitt von rund 87.800 Einheiten, der das September-Ergebnis um das 2,2-Fache übertrifft.
An dieser Stelle müssen die SkyNomad-Modelle beweisen, dass sich ihre über 70.000 Festbestellungen schnell genug in Auslieferungen ummünzen lassen. Auf das Produktionsteam wartet eine gewaltige Aufgabe.
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Erschwerend kommt das allgemeine Marktumfeld in China hinzu: Die Einzelhandelsverkäufe von Fahrzeugen mit alternativen Antrieben brachen im September im Jahresvergleich um 16,7 Prozent auf 1,084 Millionen Einheiten ein – der neunte Rückgang in Folge.
Bislang vertreibt Xiaomi seine Fahrzeuge ausschließlich im Heimatmarkt und bleibt damit vollständig von einer schrumpfenden Nachfrage abhängig, während die Umsetzung der Pläne für Europa noch auf sich warten lässt.

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