Abos, oder?
Sie häufen sich gefühlt schneller an, als man »abonnieren« buchstabiert. Was sind schon die 8 Euro im Monat? Der Zehner tut auch nicht weh.
In Kombination mit den ständigen Preiserhöhungen wird das Bankkonto jeden Monat um eine beachtliche Summe leichter. Mit der letzten Preiserhöhung habe ich mich schließlich von YouTube Premium getrennt.
Das ist nun schon über 60 Tage her und überraschenderweise habe ich mit der Werbung keinen Streit.
Werbung? Kein Problem!
Selbstverständlich ist jede Plattform ohne Werbung für mich als Endverbraucher um einiges angenehmer. Das gilt für YouTube genauso wie für GameStar. Aber Werbung finanziert mitunter Gehälter, und ich entscheide mich schließlich bewusst für den sparsamen Weg.
Diesen Weg habe ich mir schlimmer vorgestellt. Natürlich bleibt die eine oder andere nervige Werbung im Gedächtnis haften, aber nach etwa 15 bis 60 Sekunden läuft das Video entspannt weiter – gerne auch mal 20 Minuten lang.
Dabei geht die Unterbrechung meist schneller vorbei, als es der Sekundenzähler vermuten lässt. Wenn mir der Typ aber ausgerechnet am Spannungsbogen die neuen Barfußschuhe schmackhaft machen möchte, dann zerrt das auch an meinen Nerven. Ich geb’s ja zu.
Aber schlimmer geht immer: Maxe hat eine Woche lang lineares Fernsehen geschaut.
Unterm Strich bleibt mir das gleiche Angebot wie vorher. Per Klick rufe ich eines der unzähligen Videos auf, die mich unterhalten oder informieren, nur eben jetzt mit kurzen Unterbrechungen.
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Was mir stattdessen wirklich fehlt
Für mich wiegt die fehlende Hintergrundwiedergabe auf dem gesperrten Handy deutlich schwerer als die Werbung. Dieses Killer-Feature habe ich beim Kündigen gar nicht bedacht.
Wenn ich also gerade nebenbei ein Interview auf dem Smartphone höre oder einem Soundtrack geliebter Spieletitel lausche, muss das Display zwingend eingeschaltet sein. Das wiederum zerrt ordentlich am Akku.
Ich kann nicht zählen, wie oft ich das Display bereits reflexartig ausgeschaltet habe, sobald das Video lief. Auch mal eben kurz die App wechseln und eine Nachricht beantworten ist nicht mehr drin.
Was früher eine Selbstverständlichkeit war, fühlt sich ohne Premium nun wie ein saftiger Rückschritt an. Die Werbefreiheit ist zwar ein äußerst angenehmer Bonus, aber der eigentliche Verlust beim Kündigen ist für mich die Flexibilität.
YouTube wird ohne Hintergrundwiedergabe von einem passiven Begleiter im Alltag wieder zu einer App, die eine ständige visuelle Präsenz am Smartphone erzwingt.
Kehre ich also zurück zu Premium?
Vorerst lautet die Antwort nein, denn selbst im günstigeren Lite-Tarif für 8 Euro ist die Hintergrundwiedergabe nicht bei allen Inhalten inbegriffen. Leider sind viele Soundtracks und Playlisten auf anderen Streaming-Plattformen nicht verfügbar.
Um volle Flexibilität zu erhalten, müsste ich also entweder monatlich mindestens 12,50 Euro zahlen (bei Jahreszahlung) oder einer Familiengruppe beitreten.
Davon abgesehen hätte ich wieder ein Abonnement mehr. Und genau das möchte ich langfristig weiter reduzieren.







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