YouTuber baut seine eigene Version von Snake mit Wassertropfen statt Pixeln: »Nein, Doom läuft da nicht drauf«

Das Gerät wird eigentlich zu Forschungszwecken genutzt. Dieser Einsatz ist aber auch für Spieler interessant.

So sieht das kuriose Device aus. (Bildquelle: Steve MouldYouTube) So sieht das kuriose Device aus. (Bildquelle: Steve Mould/YouTube)

Kreative Bastler haben in der Vergangenheit schon viele ausgefallene und coole Wege gefunden, Spiele zu spielen. Von Elden Ring mit einer Hand bis hin zu Doom auf einem Rasenmäher. Ein YouTuber hat jetzt sogar Wassertropfen dazu gebracht, wie Pixel zu funktionieren.

Medizinische Forschung wird zum Gaming-Device

Das Video stammt vom YouTuber Steve Mould und ist vor knapp zwei Wochen erschienen. Mould hat sich auf Science-Videos spezialisiert und stellt immer wieder spannende Technologien und neue Möglichkeiten vor.

Das Video heißt ganz simpel »I played snake with water« und hält, was der Titel verspricht. Zu sehen ist eine Art Platine, auf der einzelne Wassertropfen wie von Zauberhand herumwandern und so einfache Spiele wie Snake, Frogger oder Pac-Man nachahmen.

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Das steckt dahinter: Das kuriose Gerät, auf dem die Spiele laufen, heißt OpenDrop und wurde ursprünglich für medizinische Forschungszwecke entwickelt. Interessierte können es online aber auch einfach selbst für circa 1.200 Euro kaufen. Die Software ist Open-Source.

Das Gerät nutzt das sogenannte »Elektro‑Wetting«, eine Wechselwirkung, die Oberflächenspannung elektrisch manipuliert und Tropfen so lenken kann.

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Der Chip besteht aus einer Reihe winziger, elektrisch isolierter Elektroden. Auf diesen Elektroden liegt eine dielektrische (nicht-leitend) und eine hydrophobe Schicht (wasserabweisend). Dadurch bleiben die Tropfen stabil.

Dadurch, dass Wasser von Spannung angezogen wird, können die Tropfen durch Spannungswechsel von Elektrode zu Elektrode bewegt werden. Durch die passende Software können so eben kleine, pixelpasierte Spiele gespielt werden.

Wissenschaftliche Anwendung: Das Experiment ist ziemlich ausgefallen und stellt ein spannendes Forschungs-Tool vor. OpenDrop kann auch als Lab-on-a-Chip für Bluttests, DNA-Analysen oder Ähnliches genutzt werden. Dadurch, dass exakte Mischungen kleinster Flüssigkeitsmengen möglich sind, ist es zudem für chemische Experimente einsetzbar.

OpenDrop kann vergleichsweise günstig gekauft und betrieben werden, sodass auch Hobby-Wissenschaftler und Science-Fans damit herumspielen können. Zudem bietet es sich dadurch für den Einsatz in der Bildung an.

Würdet ihr auch gerne eine Runde Snake mit Wassertropfen spielen?

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