Der Mammotion Yuka Mini 2 (800) verspricht, was viele Mähroboter-Käufer eigentlich wollen: kein Begrenzungskabel, kein RTK-Aufbau, einfach nur App öffnen und fertig.
Bereits 2025 brachte der Hersteller mit dem Yuka Mini Vision
seinen ersten Mähroboter mit rein kamerabasierter Navigation. Nun soll der Nachfolger für 999 Euro UVP noch eine Schippe drauflegen.
Ich hatte den kleinen Helfer nun über drei Wochen im Einsatz und bin überzeugt: Er ist einer der komfortabelsten Mähroboter für einfache bis mittel-komplexe Gärten. Warum er mich überzeugt hat, und wo seine Grenzen liegen, erfahrt ihr im Kurztest.
Transparenzhinweis: Mammotion hat mir den Yuka Mini 2 800 für diesen Test kostenlos zur Verfügung gestellt. Der Hersteller hatte keinen Einfluss auf den Inhalt oder das Ergebnis, und es gab keine Verpflichtung zur Veröffentlichung.
Was ist das für ein Mähroboter?
Der Yuka Mini 2 800 ist der unkomplizierteste Mähroboter, den ich bisher getestet habe.
Er braucht weder Begrenzungskabel noch RTK-Antenne und überzeugt dennoch mit einer präzisen Navigation. Zur Orientierung dient dem Roboter das sogenannte Triple-Kamera-KI-Vision-System, ergänzt durch NetRTK über ein integriertes 4G-Modul. Das ist für drei Jahre lang kostenlos, danach fallen rund 50 Euro Gebühren pro Jahr an.
Das ist kein neues Konzept. Den Ansatz hat Mammotion bereits 2025 mit dem YUKA mini Vision eingeführt. Der Mini 2 800 ist die konsequente Weiterentwicklung: mit einem neuen 10-TOPS-KI-Chip, überarbeiteter Triple-Kamera und deutlich verbesserter Hinderniserkennung für über 300 Objekttypen.
Hinweis: Den Yuka Mini 2 gibt es in mehreren Varianten. Mammotion listet auf seiner Website zwei Modelle: den 800er ohne sowie den 1000er mit LiDAR-Technologie. Auf Fremd-Shops wie Amazon könnt ihr jedoch auch ein noch günstigeres Modell für 500 Quadratmeter kaufen.
Der Akku des YUKA mini 2 800 lässt sich übrigens leicht selbst tauschen und ist innerhalb der Mini-2-Serie kompatibel. Wer mehr Ausdauer will, kann also einfach den 6,1-Ah-Akku des 1000ers einsetzen. In einer Produktklasse, in der fest verbaute Akkus noch immer die Regel sind, ist das ein echter Pluspunkt für die Langlebigkeit.
So habe ich getestet
Den Yuka Mini 2 800 habe ich über drei Wochen vorrangig in einem kleinen Test-Garten eingesetzt – einer rund 150 qm großen Rasenfläche begrenzt von Koniferen und Begrenzungssteinen.
Als Hindernisse dienten eine Feuerschale samt Stühle sowie das Klettergerüst und herumliegende Spielzeug meines 5-jährigen Sohnes.
Ich habe sowohl die automatische als auch die manuelle Kartierung genutzt, verschiedene Mähpläne getestet und die Hinderniserkennung im Alltag beobachtet. Das Gerät lief während des gesamten Testzeitraums als Hauptmäher ohne parallelen Einsatz eines anderen Roboters.
Mein Test bezieht sich auf die Firmware-Version 2.3.23.12
Technische Spezifikationen
| Merkmal | MAMMOTION YUKA mini 2 800 |
| Preis | 999 Euro (Mammotion Store) |
| Empfohlene Fläche | bis 800 m² |
| Navigation | Triple-Kamera-KI-Vision + NetRTK |
| Konnektivität | Bluetooth, WLAN, 4G-Modul inklusive (4G-Service abonnementpflichtig) |
| Schnittbreite | 190 mm |
| Schnitthöhe | 20–60 mm |
| Schneidsystem | 1 Scheibe, 5 freischwingende Klingen |
| Akku | 4,5 Ah |
| Mähfläche pro Ladung | ca. 200 m² |
| Max. Zonen | 5 |
| Steigung | bis 45 % |
| Engstellen | ab 55 cm |
| Wasserschutz | IPX6 |
| Garantie | 3 Jahre |
Einrichtung: Einfacher geht es nicht
Dank fortschreitender Technik ist es heutzutage einfacher denn je, einen Mähroboter einzurichten. Denn Draht muss heutzutage niemand mehr verlegen. Einfacher als beim Yuka Mini 2 800 kann das Setup aber nicht mehr werden:
- Station aufstellen und mit Strom verbinden
- App öffnen
- Gerät koppeln
Das war's.
Für die Positionierung greift das Gerät auf seine KI-unterstützen Kamera-Äuglein sowie auf NetRTK zurück, also Korrekturdaten über das integrierte 4G-Modul.
Auch wenn es keine Raketenwissensschaft ist, eine RTK-Antenne aufzustellen, entfällt das bei diesem Modell komplett. Das ist extrem komfortabel.
Kartierung: Automatisch solide, manuell deutlich besser
Nach dem Setup kommt die Kartierung – und hier wird es etwas differenzierter. Die automatische Kartierung funktioniert grundsätzlich solide. Der Roboter fährt die Fläche ab, erkennt Rasen und baut daraus seine digitale Karte. Speziell in einfachen, klar begrenzten Gärten (entweder durch Hindernisse oder auch Erde oder Gehwegplatten) funktioniert das prima.
Aber: Die automatische Kartierung ist immer ein Kompromiss. Bei mir etwa ignorierte der Roboter einen schmalen Streifen abgestorbenen Grases sowie die enge Passage zwischen Klettergerüst und Koniferen (obwohl er diesen Bereich mühelos mäht, wie er später zeigte).
Mein klarer Tipp: Wer wirklich sauber kartieren will, macht das manuell. Per virtuellem Joystick in der App fährt man die Grenzen selbst ab – das dauert nicht wesentlich länger, ist aber deutlich präziser und zuverlässiger. Gerade bei schmalen Durchgängen, Beeten oder unregelmäßigen Rasenkanten lohnt sich der manuelle Weg fast immer.
Passend zur Einfachheit des Yuka Mini 2 800 gibt es für spontane Einsätze außerdem den DropMow
-Modus: Roboter absetzen, starten, mähen – ohne vorher eine Karte anlegen zu müssen. Praktisch für temporäre Flächen oder wenn man schnell einen Bereich abmähen will, ohne den normalen Mähplan anzufassen.
Navigation und Hinderniserkennung: Gut, mit einem Ausreißer
Im laufenden Betrieb navigiert der Yuka Mini 2 800 ruhig und strukturiert. Keine wilden Zickzack-Fahrten, keine offensichtliche Orientierungslosigkeit, auch nicht bei Schatten. Für meinen kleinen Garten hat das gut gepasst.
Bei der Hinderniserkennung zeigt der Mähroboter eine solide Leistung – auch bei kleineren Objekten wie dicken Ästen oder Spielzeugautos hat er zuverlässig reagiert. Bei Kleinstobjekte wie dünnen Zweigen kommt der Roboter an seine Grenzen, was aber in dieser Preisklasse zu erwarten ist.
Einen Ausreißer gab es allerdings: Meine Feuerschale hat er angerempelt (oder besser gesagt beinahe aus dem Garten katapuliert!) und sich dabei einen ordentlichen Kratzer geholt.
Seither ist das nicht mehr passiert, weswegen ich es auf eine alte Firmware-Version schiebe. Ein Update hat das Problem offenbar behoben, ich wollte es dennoch erwähnen.
Generell hat Mammotion in den letzten Wochen drei Updates veröffentlicht und dabei sowohl an Navigation, Mähverhalten und Hinderniserkennung geschraubt.
Was gut funktioniert: Der Roboter fährt nah genug an Hindernisse heran, um nicht zu viel stehen zu lassen – ohne dabei grob reinzurammen. Das ist ein guter Kompromiss. Zudem könnt ihr die Hinderniserkennung in drei Stufen einstellen.
Bedenkt aber: Je nach Gartenbeschaffenheit stößt die kamerabasierte Navigation, auch wenn sie sehr präzise funktioniert, an ihre Grenzen. Wer etwa Sträucher hat, die in den Rasen hineinragen, ist in der Regel mit einem Modell mit LiDAR besser beraten.
Mähergebnis: Gleichmäßig, leise, mit der üblichen Schwachstelle
Das Mähergebnis kann sich sehen lassen. Der Yuka Mini 2 800 arbeitet in geordneten Bahnen, das Schnittbild ist gleichmäßig und der Betrieb ist angenehm leise. Ich höre ihn von der Terrasse aus kaum.
Die Schnitthöhe lässt sich zwischen 20 und 60 mm einstellen, was für einen normalen Wohnrasen vollkommen ausreicht. Die 190 mm Schnittbreite sind kompakt, passen aber zur Geräteklasse. Darüber hinaus könnt ihr in der App ein Rasenmuster als Dekoration festlegen.
Die einzige klassische Schwäche ist der Rand. An natürlichen Begrenzungen – bei mir die Koniferen – bleibt ein schmaler Streifen stehen. Das ist kein Modell-spezifisches Problem, das ist das strukturelle Limit aller mir bekannten Mähroboter ohne spezielle Kantenfunktion.
Wer wirklich akkurate Rasenkanten will, kommt um den Trimmer alle paar Wochen oder Mähroboter mit Trimmermodul wie den Ecovacs Goat O1200 nicht herum.
App: Funktional mit gutem Batteriemanagement
Die Mammotion-App macht ihre Aufgabe. Mähpläne, Zonenverwaltung, No-Go-Zonen, Schnitthöhe, Kartierungsbearbeitung – alles da, alles gut erreichbar. Der Einstieg ist unkompliziert.
In den Einstellungen gibt es zudem etliche Möglichkeiten fürs Batteriemanagement. So könnt ihr nicht nur das Ladelimit festlegen (etwa 80 Prozent, um die Batterie zu schonen), sondern auch, wie lange der Roboter bei Zwischenstopps an der Station aufladen soll. Zudem gibt's eine Option für die Niedriglastladung.
Wer im Garten nach dem Rechten sehen will, freut sich zudem über eine Kamerafernsteuerung. Auch Optionen für Wildtierschutz, Mähen bei Regen und Mähgeschwindigkeit sind vorhanden und kennt man von anderen Herstellern.
Stark sind auch die Diebstahlschutzfunktionen. Zwar verzichtet Mammotion bei seinen Geräten auf einen PIN-Code, setzt dafür aber eine Kombination aus Hebe- und Neigungsalarm, App-Benachrichtigungen und GPS-Tracking über die App.
Was ich dagegen vermisst habe: Die Möglichkeit, den Roboter aktiv über die Gartengrenze fahren zu lassen, um die Rasenkante besser zu mähen.
Fazit: Für wen lohnt sich der YUKA mini 2 800?
Der YUKA mini 2 800 ist dann die richtige Wahl, wenn der eigene Garten klein bis mittelgroß und nicht übermäßig verwinkelt ist, man keine Lust auf Begrenzungskabel oder RTK-Antennen-Installation hat und ein zuverlässiges, leises Gerät sucht, das einfach funktioniert.
Wer dagegen einen schattigeren oder komplexeren Garten hat, sollte auf das Modell mit LiDAR zurückgreifen.
Lest auch: Unsere Kaufberatung der besten Mähroboter 2026
Der YUKA mini 2 800 ist kein Gerät, das mich mit spektakulären Momenten überrascht hat. Er ist eines, das in den letzten Wochen einfach zuverlässig seinen Job gemacht hat. Für die meisten Wohnhausgärten ist das genau das, was man braucht.



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