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Auf geht's

Spiele und Hardware von damals - Klassiker von 1980 bis 1989

Welche Spiele haben uns technisch besonders beeindruckt? Und auf welcher Hardware liefen sie? Wir stellen die Höhepunkte der Jahre 1980 bis 1989 vor.

von Mark Geiger,
30.01.2017 16:02 Uhr

Defender of the Crown aus dem Jahr 1986 war für damalige Verhältnisse beeindruckend inszeniert, aber auch Hardware-hungrig und anfällig für Abstürze.Defender of the Crown aus dem Jahr 1986 war für damalige Verhältnisse beeindruckend inszeniert, aber auch Hardware-hungrig und anfällig für Abstürze.

Seit Jahrzehnten gibt es Videospiele und die passende Hardware dafür. Aber welche sind die schönsten Spiele aller Zeiten? Und an welche Zocker-Hardware wird man sich vermutlich auch in den kommenden Jahrzehnten noch gerne erinnern, weil sie unser liebstes Hobby schon früh entscheidend geprägt hat?

In unserer neuen Reihe »Die schönsten Spiele aller Zeiten« werfen wir einen Blick zurück in die Vergangenheit und stellen Ihnen Spiele vor, die zu ihrer Zeit technisch und optisch aus der Masse hervor gestochen sind – und die Hardware, die damals in keinem Spiel(er)zimmer fehlen durfte. Den Anfang machen die Jahre 1980 bis 1989, also quasi das Jahrzehnt, das als Geburtsstunde der Videospiele angesehen werden kann.

Wir sprechen über die Zeiten von Atari, Commodore und DOS, zu denen ein CD-ROM-Laufwerk noch nicht einmal im Krieg der Sterne existierte. Tatsächlich gibt es das Medium zwar schon seit 1979, aber im privaten Bereich spielt die CD-ROM keine Rolle – selbst ihre Existenz dürfte zu dieser Zeit nur wenigen Besitzern von Heimrechnern bewusst gewesen sein. Dennoch liegen die Wurzeln vieler moderner Techniken in diesem Jahrzehnt begründet. Darum lieferten uns die 80er schon frühe Höhepunkte der Spielegeschichte, von denen wir einige besonders erwähnenswerte in unsere neue Reihe aufnehmen.

Natürlich kann so eine Liste niemals den Anspruch auf Vollständigkeit erheben, daher gilt wie immer die Devise: Wir haben etwas vergessen? Dann ab damit in die Kommentare, am Besten mit einer kurzen Begründung.

» Hier geht's zu Teil 2: Spieleklassiker von 1990 bis 1994

» Hier geht's zu Teil 3: Spieleklassiker von 1995 bis 1999

Die Hardware

Commodore C64 - Bilder ansehen

Computer kaufen, Windows, oder Mac installieren – fertig. So einfach war das in den 1980er Jahren noch nicht. Der Heimrechner und die passenden Erweiterungen waren meist an den Hersteller gebunden und derer gab es viele: Commodore, BBC Micro, Atari, Apple, Amstrad, Sinclair, Schneider, Amiga, Acorn Archimedes, und IBM PC. Besonders der Commodore 64 (auch »Brotkasten« genannt) und der Commodore Amiga 500 besitzen mittlerweile Kultstatus. Damals beeindruckend, heute rufen Ihre Leistungsgrenzen Nostalgie und ein Schmunzeln hervor.

GameStar Plus: 35 Jahre Commodore 64 - LOAD“SPIELEAUSDERSTEINZEIT",8,1

Der C64 erschien ab 1982 für rund 1.500 D-Mark, rechnete mit ungefähr 1 MHz (!) in der PAL-Version und verfügte über 64 KByte RAM. Das war damals enorm viel, der Vorgänger VC 20 kam im Jahr 1981 nur auf 5 KByte. Die Grafikeinheit des C64 – VIC II genannt – löste maximal mit 320x200 Pixeln auf, unterstützte 16 Farben (eingeschränkt auf 2 Farben je 8x8 Pixel Block) und acht Sprites.

Der Amiga 500 wurde 1987 eingeführt, um den C64 abzulösen und entwickelte sich zum erfolgreichsten Amiga nach verkauften Einheiten. Die Leistung war dementsprechend höher als die des C64 und für rund 1.100 D-Mark lieferte der Amiga 500 Heimrechner stattliche 7,094 MHz, 512 KByte RAM (Ausbaufähig bis 9 MByte!) und löste standardmäßig mit 640x256 Pixeln auf.

Alles zum Commodore Amiga 500 - Das farbenfrohe 16-Bit-Zeitalter beginnt

Was war aber mit unserem heute so geliebten »Personal Computer« los? Der wurde 1981 von IBM eingeführt, entwickelte sich schnell zum kommerziellen Erfolg für IBM und setzte Maßstäbe für die Industrie. Dritthersteller bauten ebenfalls Modelle oder setzten die Linie fort, sodass diese Geräte als »IBM kompatible PC« geführt wurden. Ein gewisser Bill Gates war mit seinem Windows-Ableger ab 1990 sehr erfolgreich.

Bei Einführung rechnete der 16-Bit-Prozessor von Intel mit 4,77 MHz, hatte wahlweise 16 oder 64 KByte RAM und eine Auflösung von 320x200 Pixel im Bitmap-Modus bei zwei fixierten 4-Bit-Farbpaletten, und das alles für »nur« 8.500 D-Mark.

Festplatten waren übrigens für fast alle Heimrechner Science Fiction. Der IBM PC/AT war 1984 mit seiner integrierten Festplatte beinah einzigartig. Zum Spielen benötigte man meist ein Diskettenlaufwerk, in das während dem Spielen und in unregelmäßigen Abständen manchmal sogar 10 Disketten nacheinander wanderten.

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