AMD - »Nvidias Fermi ist ein Papierdrache«

In einer Präsentation zu seiner neuen DirectX-11-Grafikkarte ATI Radeon HD 5870 lobt AMD zunächst einige Seiten lang die Leistung des eigenen Produktes, um dann zu einem Schlag gegen den Konkurrenten Nvidia auszuholen.

von Georg Wieselsberger,
15.10.2009 08:40 Uhr

Die Frage, welche Antwort denn Nvidia auf die ATI Radeon HD 5870 zu bieten habe, beantwortet AMD zunächst selbst: mit einer Chip-Architektur für Hochleistungsberechnungen (HPC, High Performance Computing), Powerpoint und einer Karten-Attrappe.

Dann zitiert man fast genüsslich den Nvidia-CEO Jen-Hsun Huang mit Aussagen über den Intel-Grafikchip Larrabee. Huang bezeichnete den Larrabee als »eine PowerPoint-Folie«, auf der auch seine Produkte natürlich immer gut aussehen würden. Wer aktuell nichts zu bieten habe, müsse eben über die Zukunft reden, aber Marktführer würden dies nicht tun, so Huang über Intel. Ein Verhalten, dass Nvidia nun laut AMD selbst an den Tag legt.

Nvidia habe nur einen »Papierdrachen« vorgestellt, der im Vergleich zur Radeon HD 5870 40 Prozent mehr Transistoren auf einer 60 Prozent größeren Fläche benötige, weil das Design hauptsächlich auf HPC ausgerichtet sei. Es gäbe keine Informationen über die Grafikleistung, der Chip sei nicht bereit für die Produktion und viele Features seien nur für den Nischenmarkt Supercomputing gedacht und für normale Verbraucher irrelevant.

Danach gibt AMD technische Daten an, bei denen allerdings auch fragwürdige Vergleiche zur Fermi-GPU gezogen werden. Die Angabe, dass eine Radeon HD 5870 mit 1.600 Shadern 3,125 Mal mehr Shader besitze als ein Fermi-Chip mit seinen 512, ist irreführend. Die reine Anzahl sagt natürlich nichts über die Leistungsfähigkeit aus, schließlich ist eine Radeon HD 4870 mit 800 Shadern auch langsamer als eine Geforce GTX 285 mit »nur« 240 Shadern.

Zum Ende der Präsentation betont AMD in mehreren Folien, dass die angegebenen Features mit den neuen Radeons bereits ausgeliefert würden, während auf der Gegenseite nur unvollständige schriftliche Informationen von Nvidia vorhanden seien.

AMD Angriff auf Nvidia Fermi-GPU ansehen

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