AMD Ryzen 2. Generation - AMD verschickt Leih-CPUs für BIOS-Update

Aktuelle Mainboards mit Sockel AM4 können mit den neuen Ryzen-Prozessoren der 2000er-Serie verwendet werden, aber nur mit einem aktuellen BIOS.

von Georg Wieselsberger,
18.02.2018 08:19 Uhr

Neue CPUs wie der AMD Ryzen 5 2400G brauchen ein BIOS-Update.Neue CPUs wie der AMD Ryzen 5 2400G brauchen ein BIOS-Update.

Update: Das Boot-Kit von AMD besteht tatsächlich aus einem Prozessor, der mit älteren BIOS-Versionen funktioniert. Wie Heise meldet, handelt es sich dabei um eine Bristol-Ridge-CPU, also um eine ältere APU, die zwar für den Sockel AM4 gedacht ist, aber noch nicht die Zen-Architektur der Ryzen-Prozessoren verwendet.

AMD fordert vor dem Versand aber eine Kreditkartennummer, denn der Kaufpreis der Leih-CPU muss auf einer Kreditkarte reserviert werden. Nach der Rücksendung, für die AMD ein Etikett beilegt, wird der reservierte Betrag wieder freigegeben.

Bootprobleme mit altem BIOS

Originalmeldung: Die ersten Mainboards für die aktuellen Ryzen-Prozessoren sind schon seit dem Frühjahr 2017 erhältlich und hatten zu Beginn einige BIOS-Probleme, die per Update behoben wurden. Seitdem haben die meisten Ryzen-Nutzer aber wenig Gründe gehabt, ein neueres BIOS einzuspielen.

AMD hat nun aber in einem Support-Dokument nochmal darauf hingewiesen, dass schon länger erhältliche AM4-Mainboards unbedingt mit dem neuesten BIOS ausgestattet sein müssen, wenn darauf ein Ryzen der 2. Generation verwendet werden soll. Aktuell sind schon die beiden APUs Ryzen 3 2200G und der Ryzen 5 2400G erhältlich. Modelle ohne Grafikkern werden im April folgen.

Unser Test des AMD Ryzen 5 2400G

Wird eine der neuen CPUs in ein älteres AM4-Mainboard ohne aktuelles BIOS eingesetzt, kann es zu Boot-Problemen kommen. Daher sollte ein Ryzen der 1. Generation verwendet werden, um ein BIOS-Update durchzuführen, bevor der neuere Prozessor genutzt wird.

Das ist allerdings für manche Käufer keine praktikable Lösung, wenn die neue CPU zusammen mit einem AM4-Mainboard mit altem BIOS gekauft wurde, da dann wohl kein älterer Ryzen vorhanden ist. Mainboards, die bereits von Haus aus ein passendes BIOS besitzen, sind laut AMD gleichzeitig mit einem »AMD Ryzen 2000 Series ready«-Hinweis versehen.

BIOS-Update durch Händler beim Kauf

Manche Händler bieten auch beim Kauf eines Mainboards einen (meistens kostenpflichtigen) Dienst an, der dafür sorgt, dass die Hauptplatine mit dem neuesten BIOS beim Kunden ankommt. Als weitere Lösung könnten sich Betroffene laut AMD an den Hersteller des Mainboards wenden und einen Austausch beantragen.

AMD selbst bietet »qualifizierten Nutzern« auch noch ein sogenanntes Boot-Kit kostenlos an, mit dem das BIOS-Update durchgeführt werden kann. Worum es sich dabei genau handelt, wird aus dem Dokument aber nicht klar - ohne andere CPU dürfte sich das Problem aber kaum lösen lassen, da AMD wohl sonst darauf hingewiesen hätte.

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